Volvo Polestar: Poledance mit Sternchen

Volvo Polestar: Poledance mit Sternchen

Tuning-Firmen sind die Schönheitschirurgen der Auto-Industrie, nicht erst seit Xzibits Pimp my Ride. Nun haben wir ein weiteres Produkt der Spaß- und Ästhetik-Vergrößerer unter dem Booty. Mal schauen, wie und ob er ihn wackeln lässt.

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SLEAZE + Volvo Polestar T5
Auch bei „Sonnenuntergang“ schön!

Normalerweise geht es um Buchstaben. Kleine Buchstaben mit viel Aussagekraft. Daran erkennt man nämlich als Eingeweihter das Pimp-Upgade. Bei BMW ist es „M“, bei Audi das „S“, VW hat das berühmt-berüchtigte „GTI“ und dann noch mal eine ganze Ecke entprollter die von mir sehr geliebte „R-Linie“. Mercedes hat das bekannte „AMG“ und das weniger bekannte „BRABUS“. Und Volvo hat…„Polestar“?!

Polestar hatte ich davor noch nicht gehört. Das zeigt wohl mal wieder, dass ich – obwohl ich Autofahren liebe – von der Industrie nicht so viel Ahnung habe. „Typisch Lifestyle, immer so oberflächlich!“ – Jaja, ich bin eigentlich das Letzte. 🙂
Um diese Wissenslücke zu schließen, haben wir nun also einen V40 zum Austoben vor dem SLEAZE-büraw.

SLEAZE + Volvo Polestar T5
Aggressiv schick! Genau meine Ästhetik.

Allerdings, um ganz präzise zu sein, wird der Wagen von Volvo als V40 T5 mit „Polestar Parts“ betitelt. Klingt etwas merkwürdig. Wurde der Wagen nur halb getunt? Nun ja, am besten rein und ab oder?

Sofort umgibt einen das vertraute Volvo-Flair. Stilvoll eingerichtet ist unser Sportzimmer, auch wenn es mehr nach einem stylishen Wohnzimmer als nach einem sporty Fitnessclub aussieht. Aber mit der Optik wollen wir uns diesmal nicht groß aufhalten, wir wollen auf die Piste und schauen, ob der Polestar ein Auto mit Starallüren ist.
Auf den ersten 100 Metern definitiv nicht. Die erreicht man in guten sechs Sekunden! So soll das sein. Aber auch nach den ersten 100 Kilometern macht der Wagen großen Spaß. Er ist übersichtlich, man liegt gut in der Bahn, und mit seinen 253 PS hat er auch ordentlich Pferdchen unter der Haube. Es stören eigentlich nur – die anderen Autofahrer, vor allem auf der linken Spur. 🙂

SLEAZE + Volvo Polestar T5
Hier dürfte es noch einen Ticker schicker sein…

Zeit für eine Pause und einen Blick ins Datenblatt. Hui, 57.000,- Euro? Volvo ist eindeutig eine Premiummarke. Vergleiche ich das rein rational, bekommt man bei anderen Autoherstellern einiges mehr für dieses Geld. Aber ein zumindest für mich immer wieder sehr großer Pluspunkt: Volvos sind seltener auf den Straßen unterwegs. Und erst recht ein Volvo Polestar. Legt mal also Wert auf Individualität UND Sportlichkeit, ist der Polestar eine echte Alternative.

Was geht in der Stadt?

Da die meisten ja nicht andauernd auf einer vierspurigen Autobahn unterwegs sind, schauen wir doch mal, was der V40 in der Stadt taugt. Nach meinen Audi R8-Erfahrungen, der vor allem im Stau gar keinen Spaß macht, habe ich das immer auf meiner Liste. Auch hier ist der Volvo souverän. Leise und elegant, die C-Säule lässt einen auch beim Schulterblick die Übersicht behalten und auch sonst ist er ein treuer Begleiter durch den Großstadtdschungel. Und: bei den vielen Verrückten und Wildparkern gerade in Berlin-Neukölln fühle ich mich mit einem Volvo immer noch eine Spur sicherer. Das mag der langjährigen Marketing-Erziehung geschuldet sein, aber es entspannt trotzdem.

SLEAZE + Volvo Polestar T5
So muss ein Volvo einfach aussehen.

Fazit: Der T5 fährt ein wenig zwischen den Stühlen. Würde ich mir den Polestar holen, wenn ich auf Sportlichkeit stehe? Wohl eher nicht, dafür bekomm ich zu wenig Sport für den recht üppigen Preis. Stehe ich auf Eleganz und Stil, würde ich mich eher diesem SUVolvo hier zuwenden. Trotzdem ist das Gesamtpaket ein gelungenes. Wer also „ele ganz sportlich“ mag und das Geld hat, der sollte dem Poledance-Star eine Chance geben.

danilo

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