SLEAZE Soundtrack

SLEAZE Soundtrack

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Wer es zur Weihnachtszeit noch nicht geschafft hat den Bergen seine Aufwartung zu machen, der sollte spätestens jetzt durchstarten um sich dem wilden Pistenleben hinzugeben.

Damit sich die Abfahrt auch musikalisch lohnt, haben wir Euch den SLEAZE Soundtrack für den Winter ’09 zusammen gestellt.
Unsere Downhill-Knaller.
Für eventuelle Folgeschäden übernehmen wir keine Haftung.
Wer hinfällt ist selber Schuld.

Queens of the Stone Age – (You think I ain‘t worth a dollar, but I feel like a) Millionaire

Der perfekte Track wenn du oben stehst und bereit bist. Die erste Minute des Liedes passiert nichts.
In dieser Zeit rückst du die Alka Seltzer in deiner Tasche zu Recht und bereitest dich mental auf deine unmittelbar bevorstehende Mutation in einen Speed Demon vor. Ab 1‘‘ bist du dann der Kondensstreifen, der die Statisten am Rand in ein Testbild verwandelt. Alternativ-Spaß: dem Hansi am Anfang des Liedes die Kopfhörer aufsetzen, laut stellen, eine Minute warten, Hansis Gesicht fotografieren.

Alkaline Trio – The Poison

Kosmopolitischer als Ischgl. Sentimentaler als der besoffene Australier gestern neben dir beim Jagertee. Lauter als das rostige Knirschen der Gondelstation. Katapultiert dich nach Brooklyn und London, während du die Schweiz reitest… Now t h a t‘s magic!

Silverchair – Steam Will Rise

Morgens als Erste da sein. Im Sonnenaufgang einen verbotenen Weg schüren. Über die Bäume nachdenken. PMS haben. Bemerken, dass man lebt. Du darfst weinen.

24-7 Spyz – Dude U knew

Wollen doch mal sehen, ob wir diesen in Michelinmännchen verwandelten Eurohaufen nicht funky kriegen! 7/8 downhill swaying ist für Fortgeschrittene. Wenn du es schaffst,
hast du die Piste erleuchtet und damit perfektes Karma solange der Skipass gilt.

Frank Black – Headache

Das geht am besten verkatert. So schief wie dein Lächeln nach einem zweifelhaften Kompliment.
So freundlich wie ein Skilehrer nach Feierabend.
So gemütlich wie dorthin zurückkommen, von wo man aus gutem Grund weggegangen ist, und es mögen obwohl man es hasst. Gruselige Heimat in 3MB.

Suicidal Tendencies – You Can`t Bring Me Down

Und ich werde diesen Hügel doch bezwingen.
Scheiß auf die Lawinenwarnung. Ich bin sowieso schneller.
Wenn Mike Muir ansetzt gegen Gott und die Welt zu zetern, hält
es keinen mehr auf den Brettern.
Zumindest keines dieser Ski fahrenden Weicheier.

Pantera – Walk

Mehr Antrieb kann ein Lied nicht verschaffen. Wenn Phil Anselmo seinen Hardcoremotor ins Rollen bringt, gibt es kein Halten mehr. Das waren Zeiten.
Heute treibt sich Anselmo als Junkie rum.
Der Vulgar Display Of Power ist tot. Ebenso wie Ex-Pantera Gitarrist Dimebag Darrell.
Er wurde während eines Konzerts auf der Bühne erschossen. Der Täter, hieß es später, wäre sauer gewesen, dass sich Pantera getrennt haben.
Rock ’n Roll.

RATM – Take The Power Back

Nichts ist mit zurücknehmen oder was auch immer.
Es gibt nur Geradeaus. Der Erde entgegen. Das Tal vor Augen.
Damit der Sturzflug mit dem nötigen Flow über die Bühne gebracht werden kann, ist der Basslauf von RATM’s Tim Commerford von Nöten.
Das Beste, was man gegen steife Knie und Stock im Arsch tun kann.

Smokin Suckers With Logic – Mutha Made ‚Em

Prolliger geht es fast gar nicht. Aber wen interessiert das auf 2000m Höhe? Da ist ja keiner. Und endlich kann man ohne Scham den Refrain mitsingen.
Wie damals, vor einer Ewigkeit. Bevor der Alltag Arbeit hieß. Scheiße, das waren noch Zeiten. Mother made ‚em, mother fuck ‚em

Text: Noah & Tim

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