Internet-Flirtbörsen für Dummys: Band 1 – Überblick Flirtphasen (männliche Ausgabe)

Internet-Flirtbörsen für Dummys: Band 1 – Überblick Flirtphasen (männliche Ausgabe)

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(zu finden in Heft Nr. 6 auf Seite 9)

Prinzipiell kann man beim Flirten 2.0 zwischen folgenden vier Hauptphasen unterscheiden. Vorweg sei angemerkt, dass beim Flirten im Internet alles sehr schnell gehen kann und man schon durch einen unbedachten Klick von Phase 3.0 auf Phase 0.0 zurückfallen kann. Viel Erfolg!

 

Phase 0.0:

Die besten Erfolgschancen hat Mann, wenn man die Selektion der Frau überlässt. Das heißt, man wartet darauf, dass der (hoffentlich heiße) Fisch anbeißt und eine eMail im Kasten landet. Natürlich „wartet“ man nicht einfach nur. Es ist viel mehr ein „aktives Warten“ und Lauern. Zunächst staffiert man sein Profil mit den besten Bildern von sich aus auf denen man halbwegs gut aussieht. Dabei sollte man nicht mit Photoshop-Tuning geizen! Selbst wenn die Frau einen nicht wieder erkennt beim Real Date, ist es doch besser überhaupt mal soweit zu kommen, oder?! Außerdem kann man immer noch „realistischere“ Fotos in Phase 1.0 nachreichen – und beten, dass sie den Charakter zu dem Zeitpunkt schon liebt. Wenn die Bilder und Profil fertig sind, klickt man sich einfach durch sämtliche Frauenprofile, die gerade online sind. Dies macht natürlich nur DANN wirklich Sinn, wenn die Flirtbörse einen Besucher-Anzeiger in den Profilen hat. Danach einfach auf Gegenbesuche und hoffentlich ein oder zwei Nachrichten warten. Wenn das Besucher-Mail-Ratio unter 100:1 sinkt, bitte die Bilder mehr bearbeiten!

 

Phase 1.0:

Der Kontakt ist also aufgenommen. In dieser Phase ist er noch ein sehr anfälliges Pflänzchen. Zwei Dinge sollten auf jeden Fall beherzigt werden: Zum Einen sollte man versuchen das Thema Sex erst ab der vierten oder fünften eMail zu erwähnen (auch wenn es schwerfällt) und zum Anderen sollte man zumindest einen Funken aufrichtiges Interesse besitzen, welches über den bloßen optischen Reiz hinausgeht. Copy&Paste-Texte bitte in dieser Phase nach Möglichkeit vermeiden. Wenn alles glatt läuft und man schön fleißig Interesse heuchelt, kommt man nach 12 – 14 Mails zu Phase 2.0.

 

Phase 2.0:

Ganz Mutige oder besonders Verzweifelte gehen gleich zu Phase 3.0 über. Eine Empfehlung wollen wir hierfür jedoch nicht aussprechen. Denn wer weiß wie grauenvoll und behaart die Katze ist, die man da im Sack gekauft hat?! Der erste reale Kontakt steht an und damit auch der größte Stolperstein. Denn wenn man es „real“ drauf hätte, müsste man sich wohl kaum online in Katalogen zur Schau stellen und anbiedern. Vor dem Telefonat ist es ratsam ausnahmsweise nicht allzu viel Alkohol intus zu haben. Frauen legen zudem wert darauf, dass man ihnen zuhört, also schön weiter Interesse heucheln und (sinnvolle) Fragen stellen. Aber auch schön fleißig von sich berichten. Falls es nichts zu erzählen gibt: einfach etwas erfinden. Das erste Telefonat sollte mindestens 20 – 40 Minuten andauern und keine Schweigepausen von mehr als 15 Sekunden am Stück beinhalten. Das Thema Sex bitte erst ab Minute 61 locker-flockig einstreuen. Auf keinen Fall darf zu schnell klar werden, dass man verzweifelt oder gar noch Jungfrau ist!

 

Phase 3.0:

 

Du hast es geschafft! Zumindest fast. Nach dem vierten oder fünften Telefonat (manchmal sogar schon nach dem Ersten) steht Dein erstes Date an. Verzichte heute mal auf den Lieblingsdöner an der Ecke und zieh zur Feier des Tages eine frische Unterhose an (nein, die Aktuelle einfach umdrehen gilt nicht!). Mit etwas Glück erscheint die Lady sogar und ist auch in der Tat eine „Lady“. Es ist davon abzusehen, ihr zur Begrüßung in den Schritt zu fassen, um ihre Weiblichkeit zu verifizieren. Idealerweise hast Du für den Fall der Fälle ein oder zwei Kondome im Gepäck (am besten vorher Zuhause üben, wie man die Dinger benutzt). Wenn Du das „Interesse heucheln“ jetzt nicht vergeigst, kann es sogar gut sein, dass Du die Teile schneller brauchst, als Du „Web 2.0“ sagen kannst.

 

Gratuliere, Du hast gerade Dein erstes Projekt (eventuell sogar) erfolgreich abgeschlossen!

Bei Bedarf kann diese Prozedur beliebig oft wiederholt werden.

Du wirst merken, wie mit jedem neuen Projekt die Routine steigt.  Profis überspringen irgendwann Phasen und kommen schneller ans Ziel.

Wir drücken jedenfalls ganz fest die Daumen!!

Pascal Scheib

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