Pizza, Schoki und ganz viel Alien-Mist: ein sleaziger Mädchen-Filmabend!

Pizza, Schoki und ganz viel Alien-Mist: ein sleaziger Mädchen-Filmabend!

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Samstagabend, irgendwo in Berlin. Beim Blick aus dem Fenster scheint ein Videoabend am High Noon der Partyzeit nicht mehr ganz so armselig, sondern genau das Richtige zu sein. Bei all dem Nass und Grau kommt sogar die passend düstere Gruselstimmung auf. Auf unserem Programm steht eine geballte Ladung sinnloser Science-Fiction-Horror und schleimig-absurder Alien-Mist. Der eine spielt in Amiland, der andere bei den dauertrunkenen Iren.

In dicken Decken eingemummelt, mit lecker Pizza auf dem Schoß und natürlich Unmengen an Schoki in Reichweite, fühlen wir uns dann bestens gerüstet für den ersten Streifen: Ghostmaker!

http://www.youtube.com/watch?v=EbhWyYDgPko

Der Titel erscheint uns vielversprechend, der Plot (vorerst) auch: Drogenjunkie und Taugenichts Kyle entdeckt einen Sarg aus dem 15. Jahrhundert. Ungezogen wie er ist, bringt er den Sarg nicht wie geheißen auf den Schrottplatz, sondern stellt ihn mal eben in seinem Zimmer auf. Nach eingehenden Recherchen in der Bibliothek stellt sich heraus, dass der Sarg noch viel mehr ist als nur ein gruseliger Staubfänger. Mit integrierter Super-Spieluhr kann er nämlich aus Menschen Geister machen. Geistermacher eben, oder wie es in der mehr so semigelungenen Synchronisation heißt: Geistmaschine. Mutig wie amerikanische College-Jungs nun mal sind, legen sich die drei Freunde einer nach dem anderen in die morsche Holzkiste und geben sich dem ach so spooky Geisterlebnis hin. Tja, von da an wird dann alles ganz uuuuuun*gähn*glaublich crazy und gerät außer Kontrolle. Und als wäre die Story nicht schon gruselig genug, taucht noch die Schweizer Uhr mit Kapuze alias „der Tod“ auf und will Rache an den bösen Menschen üben. Naja, gut ist definitiv anders. Das Unheimlichste am ganzen Film war dann wohl doch die seltsam schmeckende Salami auf der Pizza.

Enttäuscht vom ersten Film kann es eigentlich nicht mehr schlimmer werden. Mit null Erwartungen ziehen wir uns also Grabbers rein und werden äußerst positiv überrascht.

Der irische Alienstreifen, der mit absurden Tentakelmonstern, witzig-trockenen Dialogen und sehr viel Selbstironie punktet, ist wirklich sehenswert. Die Story ist leicht erklärt: Auf einer kleinen Insel nahe Irland machen sich schleimige Seemonster breit. Gemeinsam mit der Aushilfspolizistin Lisa muss der dauerbetrunkene Garda O’Shea die Inselbewohner vor der Invasion und dem sicheren Tod bewahren. Durch Zufall kommen die beiden drauf, dass es etwas gibt, was die Monster gar nicht gerne fressen. Dreimal dürft ihr raten! Nein, gaaaanz falsch! Richtige Antwort: alkoholverseuchte Menschen! Ist doch ganz logisch. Um also nicht als lecker Alien-Snack zu enden, wird das Pflicht-Komasaufen ausgerufen.

Was schräg und extremst unterhaltsam klingt, ist es auch. Gelungene leichte Unterhaltung für jeden, der auf irischen Humor, Richard Coyle und jede Menge Aliens steht.

Falls ihr euch selbst von der Nicht-Qualität überzeugen wollt, gibt es Ghostmaker ab dem 29. November in den Kinos zu sehen. Und wer sich Grabbers ab dem 4. Dezember auf DVD und Blu-ray erhältlich, nicht reinzieht, bekommt einfach nix zu Weihnachten. Pech!

Mariella & Kirsten

 

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