Zwischen Killer-Katzen und Stripper-Zombies

Zwischen Killer-Katzen und Stripper-Zombies

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SCOUTS VS. ZOMBIESMit Scouts vs. Zombies will Regisseur Christopher Landon (Paranormal Activity: die Gezeichneten) das gute alte Zombie-Trash-Genre auffrischen, dass mittlerweile ein wenig eingestaubt ist. Ob der Film seinen Platz in den vorderen Reihen verdient, oder nur ein kläglicher Zombieland- Abklatsch ist, erfährst du hier.

28 Days Later, The Walking Dead oder auch I Am Legend. Gute Zombiefilme gibt es mittlerweile en masse. Egal ob auf Halloween-Partys, in Videospielen oder als Serienhit. Die Untoten haben in den letzten Jahren überall einen Platz in der vorderen Reihe bekommen. Ein wenig zu kurz gekommen sind dabei jedoch die guten Zombie-Komödien wie Shaun of the Dead oder auch Zombieland. Scouts vs. Zombies startete einen Vorstoß in das Zombie-verseuchte Genre.

SCOUTS VS. ZOMBIESDie Hauptrollen spielen drei jugendliche Scouts: Ben (Tye Sheridan), Carter (Logan Miller) und Augie (Joey Morgan). Von Kind auf sind sie bei den Pfadfindern und wurden somit über die Jahre zu einem unzertrennlichen Dreiergespann. Der Wechsel in die elfte Klasse steht jedoch bevor und mit einer Pfadfinder-Uniform würden sie dort alles andere als gut ankommen. Vor allem bei den Mädels. Nach einem Streit finden sich Ben und Carter auf dem Weg zu einer Party wieder. Anstatt umgeben von Mädels, bereit zum Aufreißen, finden sie sich jedoch in einer Horde Untoter wieder. Denise (Sarah Dumont), die Barkeeperin des ortsansässigen Stripclubs, sorgt für Abhilfe und stellt sich den Zombies mit einer Schrotflinte entgegen.

SCOUTS VS. ZOMBIES

Scouts vs. Zombies hatte definitiv einige Szenen, die mich zum Lachen brachten. Statt Comedy bekommt man hier jedoch viel eher den Trash-Faktor  zu spüren. Obwohl sich Filme wie Zombieland oder Shaun of the Dead nicht ernst nehmen und das eigene Genre sogar durch den Dreck ziehen, gibt es immer eine klare Linie im Film. Bei Scouts vs. Zombies zeigt sich diese Linie eher als wackelig gezeichnete Kurve. Denn so richtig weiß man nicht, wo die Zombies einen als Zuschauer hinführen wollen. Zwischen „dramatischen“ Streitszenen der drei besten Freunde und einer obligatorischen, etwas holprigen Romanze gibt es noch irgendwo die gefräßigen Unmenschen. Der Humor des Films zielt auf eine Altersgruppe, die etwa bei 13 Jahren liegen sollte. Denn an pubertären Sprüchen und „Oah, Brüste!“ fehlt es bei Scouts vs. Zombies nicht.

Das ist schade, denn wie bereits erwähnt gab es einige sehr lustige Szenen und nette blutige Splatter-Ideen. Statt diesem Muster zu folgen und sich auf den Zombie-Faktor zu spezialisieren, baute man an dieser Stelle zu viele pubertäre Probleme des Erwachsenwerdens ein, als dass ich persönlich Scouts vs. Zombies  als guten Zombiefilm ansehen kann.

Left to right: Logan Miller plays Carter and Joey Morgan plays Augie in SCOUTS GUIDE TO THE ZOMBIE APOCALYPSE from Paramount Pictures.

Fazit

Scouts vs. Zombies funktioniert eher schlecht als recht. Ob Christopher Landon sich tatsächlich an einem Zombieland-Pendant versuchen oder das Ganze doch eher auf die trashige Schiene schieben wollte, bleibt bis zum Ende ungeklärt. Mit einigen, sehr netten und kreativen Splatter-Szenen inklusive selbstgebauten Zombie-Schnetzel-Geräten gibt es einige Highlights für Genre-Fans. Ob gewollt oder nicht: Scouts vs. Zombies kommt für mich in die (unterhaltsame) Trash-Ecke der blutigen Zombie-Unterhaltung. Um an die humorvolle Ader bekannter Filme zu kommen, bedarf es dann doch etwas mehr als Killer-Katzen und barbusige Zombie-Damen.

Anne

Titel: Scouts vs. Zombies
Länge: 93 Minuten
Regie: Christoph Landon
VÖ: 12.11.15
Verleih: Paramount Pictures Germany

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