Wir lieben Hotels

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Klar, wer liebt Hotels nicht? Zumindest, wenn sie einigermaßen gut gemacht sind. Und dass es da an vielem scheitern kann, auch wenn es eigentlich nur auf wenige Stellschrauben ankommt, haben wir im Laufe der Jahre am eigenen Leib erfahren dürfen.

SLEAZE + Hotels
Und das ist nur der Eingangsbereich: das W in Barcelona ist der Hammer!

Nun ist wieder Hochsommer und die Ferien bringen für Hotels die Hauptsaison in unseren Breitengraden. Aus dem Grund führen wir eine neue Kategorie ein: Hot(el) or Not(el). Das zweite Wort gern zweifach verwenden mit langem deutschen „O“ oder englischem kurzem. 🙂

Hot or Not – das ist wie immer die Frage

Was braucht man wirklich in einem Hotelzimmer? Das hängt natürlich vom Verwendungszweck ab. Ist man geschäftlich unterwegs, ist einem ein zusätzlicher Arbeitsplatz wichtiger. Reist man als klassischer Touri, möchte man vielleicht nicht unbedingt über dem Lieferanteneingang der Großküche nächtigen.

Im Wesentlichen gibt es aber eigentlich nur zwei Sachen, die erstmal wirklich von Belang sind: Das Bett muss beschlafbar sein und eine anständige Dusche muss rauschen. Zumindest unserer Meinung nach. Formt das Bett den eigenen Körper zu einem U, weil es so weich ist in der Mitte, kann das Bügelset im Zimmer noch so toll sein – diesen zerknitterten Körper bekommt es nicht so schnell wieder in Haltung.

Das Gleiche gilt für die Dusche. Wie können manche Hotels dieses peinliche lauwarme Rinnsal, was da aus der Dusche trottet, ernsthaft Dusche nennen? Am besten noch mit festmontiertem Duschkopf, so dass man auch bloß nicht das Rinnsal auf verschiedene Körperstellen lenken kann.

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Das bisher schönste Hotelzimmer: Casa Ellul auf Malta

Oder der wundervolle Design-Klassiker, wo die Glaswand zu kurz ist und man jedesmal das Bad unter Wasser setzt wie z.B. in der Superbude in Hamburg – auch wenn wir die Superbude trotzdem lieben.

Diese beiden sind die absoluten Must-Haves, wie es im internationalen Jargon der Wortbanausen heißt. Alles Weitere sind nette Annehmlichkeiten: Ein Safe macht durchaus Sinn. Vor allem einer, wo auch ein Laptop überhaupt und am besten auch zusätzlich noch ein Tablet und die Kamera reinpasst und nicht so eine Spaß-Taschenvariante.

Letztens hatten wir in dem schicken New Yorker Hotel Meliá in Midtown einen Tresor im Zimmer, der innen sogar eine Steckdose hatte. Sieht man jetzt mal von gewissen Entflammungen ab, eine sehr coole Idee. Nebenbei, liebe Flughäfen – nehmt euch bitte ein Beispiel an diesen Auflade-Safes.

Andere Etablissements wie das luxemburgische Ibis Esch Belval in der „Allee“ (ohne Bäume) mit dem coolen Namen Avenue du Rock n Roll hingegen schaffen es nicht mal, eine Steckdose in der Nähe des Betts zu installieren. Nicht nur aus dem Grund sollte man deshalb immer eine Steckdosenleiste dabei haben.

Bettgeschichten und mehr

Eine weitere schöne Überraschung gab es in Indien. Ich kam völlig fertig in mein neues Hotelzimmer. Durch den langen Flug völlig k.o., schlief ich völlig verschwitzt ein – und wurde irgendwann durch helles Licht geweckt, welches ein anderer Hotelgast eingeschaltet hatte.

Nur wusste der Gast nichts von seinem Fauxpas. Der Lichtschalter für mein Zimmer befand sich draußen auf dem Gang und der Gast suchte offenbar einen Lichtschalter für das Licht dort. Warum hat er nicht den anderen Schalter genutzt? Das hätte ich viel eher gebrauchen können. Der regelte nämlich meinen Deckenventilator.

Du siehst jedenfalls, es gibt eine Menge zu erleben in Hotels. Darum möchten wir dich in den nächsten Wochen in eine fantastische, schräge und ja, teilweise hässliche und auch dumme Welt führen, die weltweit das Reiseverhalten entscheidend mitbestimmt.

In manchen Hotelzimmern hatten wir ein eigenes Klavier, andere waren größer als unser Büraw. Es gibt schöne Hotels mit beeindruckendem Interieur oder auch einfach Hotelzimmer, die ihr eigenes Jacuzzi auf dem Balkon haben. Vom schrägen Glamping bis zu den verrücktesten Design-Ideen – in der Hotelwelt findest du alles.

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Hat sich ganz gut positioniert: das Tivoli Carvoeiro in Faro

Wir erzählen allerdings nur über Hotels, die wir selbst erlebt haben. Es wird keine zwanzigste Top 10 über die „Tollsten Hotelzimmer aller Zeiten“ geben oder so ein Quatsch. Denn auch über die eigenen Erfahrungen gibt es genug zu berichten, wie die kleine indische Story oben zeigte.

In diesem Sinne: Wir freuen uns, dich mit auf unsere Reisen zu nehmen.

danilo

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