Von Honda-Schlitten und fahren auf Milchschnitten

Von Honda-Schlitten und fahren auf Milchschnitten

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SLEAZE.honda2Der Winter nahte sich dem Ende und wir waren immer noch nicht beim Snowboarden. Immer das Gleiche. Gut, dass wir eh mal wieder einen neuen Wagen testen wollten. Unser heißes Eisen diesmal: ein Honda Civic Tourer Lifestyle 1.6 i-DTEC. 6 Gänge, 5 Türen, 3 Typen. Die Reise kann beginnen.SLEAZE.honda3Der Plan war – wie jedes Jahr – nach Val Thorens, aber aufgrund eines fehlenden Leittiers sind wir dann doch wieder in unserem Lieblingsgebiet Laax gelandet. Damit wir uns nicht fühlen wie unsere Eltern, die jedes Jahr ins selbe Hotel (meine bestanden sogar auf denselben Bungalow, bitte frag nicht…) fahren, haben wir uns noch etwas Verrücktes ausgedacht. Wir haben noch einen Abstecher ins Après-Ski-Gebiet St. Anton gemacht. War nicht so dolle, aber dazu später mehr.

Zunächst die Vorbereitungen. Denn wenn SLEAZE für etwas steht, dann für geplante Vorbereitung. Hashtag Ironie. Mit seinem White Orchid Pearl und der dunklen Front wirkte der Honda auf den ersten Blick etwas ungewöhnlich. Nicht schlecht, aber gewöhnungsbedürftig. SLEAZE.honda1Drinnen hmm naja, viel Plastik, aber! …auch viel Raum! Denn was man bei drei Snowboards, doppelt so vielen Boots und Klamotten nicht gebrauchen kann, ist Platzmangel. Die erste Fahrt, der Wagen ist ok. Dazu waren die Designer endlich mal so clever, eine Kabel-Lücke in der Zwischenkonsole zu lassen. So schlicht, so gut! Leider aber nicht überall. Diese nervige Sicherheitsabfrage jedesmal, wenn man den Wagen startet, ist genauso nervig wie das unlogische Navi, das einem jedes Kaff anzeigt, wenn man die einzelnen Orte angibt, aber nicht Großstädte wie Berlin. Da wird Gleichberechtigung großgeschrieben. Das alles summiert sich und es kommt insgesamt nicht der große Fahrspaß auf wie beim VW Passat Alltrack, aber dafür kostet er nicht mal die Hälfte. Preis-Leistung ist sehr ok. Nun aber genug Auto-Talk, also Zeug rein, Laptop nicht vergessen – und dann ab nach Laax.

SLEAZE.honda4Laax liegt in der Schweiz und ja, Schweiz ist teuer. Ein Topthema, fast so spannend wie die abendlichen Erzählungen, wo man überall langgefahren ist. Also, für die meisten… Wer nun aber ein geiles Gebiet wie Laax will und trotzdem ohne Kleinkredit den Urlaub überleben, dem sei das Boardercamp empfohlen. Wenn eine Currywurst 16 Euro auf dem Berg kostet, freut man sich als schlichter Geldbeutel über Halbpension wie in Djambos Hostel-Villa. Auch sonst gibt es hier einfach Top-Preise. Highly empfohlen bei SLEAZE!!!

Und wer noch mehr Geld sparen will, der sollte den Honda Civic fahren. Klar, Benzin und Diesel sind relativ günstig zurzeit, aber das wir für die Fahrt Berlin-Laax-Berlin nur knapp 130,- an Sprit ausgegeben haben, ist absoluter Rekord. Gerade auf den freien Strecken schluckten die bisherigen Wagen ordentlich, so dass wir sonst auch schon das Doppelte ausgaben.
Das Wetter war genauso gut, schon fast zu gut zu uns. Unsere Boards verschwanden auf der Piste im Schnee, teilweise sieht es in den SloMo-Videos aus, als würden wir durch Milch fahren. Sehr fett, aber auch sehr anstrengend.

St. Anton - hat uns überzeugt wie dieses Schild.
St. Anton – hat uns überzeugt wie dieses Schild.

Den letzten Tag in St. Anton haben wir den Trip deutlich in unseren Knochen gemerkt. Nicht hilfreich war da, dass man es in St. Anton mit der Pistenpräparierung nicht überall so genau nimmt. Das erklärt vielleicht auch die 20-30 Euro Unterschied bei den Tagespässen zwischen Laax und St. Anton. Dafür ist in St. Anton Partymäßig viel mehr los. Da ist leider Laax etwas öde. Aber da es uns hauptsächlich ums Boarden geht und wir von St. Anton nicht überzeugt waren, haben wir unseren inzwischen sehr lieb gewonnen Honda gepackt und uns auf den Weg zurück nach Berlin gemacht.

danilo

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