Von den Socken mit Happy Socks

Von den Socken mit Happy Socks

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Ich bin kein Freund von Oberflächlichkeiten. Meistens. Wenn es aber um Fußbekleidung geht, sieht die Sache wortwörtlich ganz anders aus. Ich liebe Sneakers. Und ich liebe Strümpfe.SLEAZE + Happy Socks

Nun haben wir vor geraumer Zeit einen ganzen Schwung der tollen Marke Happy Socks bekommen. Und zumindest für mich ist der Name Programm. Die Strümpfe und Socken sind sowas von gelungen (meistens), dass ich hier einfach mal– Achtung, Wortspiel – einen Fan-Artikel raushauen muss!

So eine Socke ist ein dankbares Produkt. Zum einen kann man alles Mögliche damit anstellen: Grafiken rauf, verschiedene Farbkombinationen usw. Und zum anderen verschleißt das Produkt auch nach einer Weile. Es ist nicht grad ein Fast Moving Consumer Good (außer, du rennst nur durch die Gegend damit), aber es hat eine überschaubare Lebensdauer.

Vor allem bei Leuten, die immer den zweiten Strumpf wegschmeißen, wenn der erste aus irgendwelchen Gründen nicht überlebte. Doch dazu später mehr.

Happy Socks: Der Name ist Programm

Trotz dieser vielen Vorteile hat es lange gedauert, bis tolle Strümpfe auf den Markt kamen. Wenn man Abwechslung wollte, dann landete man vielleicht bei den schicken Burlington, aber das war’s dann auch schon.

Das hat sich komplett geändert. Neben Happy Socks gibt es zig Marken, die mit kreativen Designs überzeugen. Aber keine ist dabei so stringent und präsent wie die schwedische Firma. 2008 gegründet, haben Mikael Söderlindh und Viktor Tell eine Nische gefunden und die überaus sympathisch besetzt.

Inzwischen gibt es von Happy Socks auch Unterwäsche (klingt etwas schräg, als ob man sich jetzt Socken zu einem Schlüppi bastelt) und sogar Badebekleidung. Sieht auch nicht so schlecht aus, wenn man wie ich auf knallige Farben steht, aber der Name ist da schon etwas schräg.

SLEAZE + Happy Socks
Gei-heil!!!

Egal, mir geht es um die Strümpfe und die sind der Hammer. Allein die Kollabo mit Rolling Stones zeigt, wie weit die Schweden in den elf Jahren gekommen sind. Inzwischen ist ein großer Geldgeber eingestiegen. Der hat die Mehrheit an der Firma übernommen, die es inzwischen in über 90 Ländern gibt.

Nach dem Büro in NYC letztes Jahr haben sie ein weiteres in München dieses Jahr eröffnet. Happy Socks ist definitiv auf Wachstumskurs. Und dabei ist das Potential der Strümpfe noch lange nicht erschöpft.

Denn es gibt bis heute kaum Strümpfe, die miteinander kommunizieren. Also der rechte mit dem linken oder umgekehrt. Oder sich clever ergänzen. Oder es fehlt noch etwas ganz Dickes: Die Ergänzung zu den zig geilen Sneakers weltweit. Du siehst, es gibt noch deutlich Luft nach oben.

Der zweite Strumpf

Und damit wir nicht völlig an der Oberfläche hängen bleiben, hier noch etwas zum Nachdenken. Noch heute werde ich angesprochen, wenn ich zwei verschiedene Strümpfe trage. Es scheint für Spießer immer noch ein Unding zu sein, so einen „Stilbruch“ zu begehen.

Und darum schmeißen die meisten auch konsequent den zweiten Strumpf weg, wenn der erste ominös verschwunden ist. Aber vielleicht ist es ja auch wirklich eine Verschwörung, wie Al Bundy schon in den 90ern vermutete.

Ich jedenfalls schmeiße keine gesunde Socke weg, sorry. Allein schon aus ökologischen Gründen ist das Unsinn, aber auch stylemäßig. Der Durchschnitt in Deutschland sieht aus wie durch den Modewolf gedreht, aber wenn man zwei unterschiedliche Socken anhat – das geht ja nun gar nicht! Interessante Logik mal wieder.

All denen rate ich, mehr Sonne und Frohsinn in ihr Leben zu lassen. Und gern auch in ihre Sockenkiste, wo sie die Strümpferümpfe feinsortiert in Zweier-Pärchen (nach Farbe sortiert?) lagern. Es geht auch lockerer . Nicht nur mit Happy Socks, aber damit definitiv einfacher.

In diesem Sinne: Happy unterwegs bleiben!
danilo

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