Von Bananen und Punk

Von Bananen und Punk

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Nikolaj ist im besten Alter und der perfekten Position für Punk. Der Junge aus der Osloer Vorortsöde ist dabei die Pubertät zu entern, als seine Mutter bei einem Verkehrsunfall ums Leben kommt und Nikolaj und sein schrulliger Vater – Marke: liebenswerter Hippie mit Bananenaffinität – plötzlich auf sich gestellt sind.

Es sind die 70er, der Punk ist nach Norwegen geschwappt und als Nikolaj zum ersten Mal den Grölparoden Johnny Rottens in Sex Pistols‘ „God save the Queen“ lauscht, ist es um ihn geschehen. Sicherheitsnadel durch die Wange gejagt, Gitarre umgehängt und auf alles geschissen.

Aber wie rebelliert man gegen alles, wenn der Vater einfach mitrebelliert und auch drauf scheißt? Nikolaj in seiner Union-Jack-Badehose im Nudistencamp merkt: Das ist gar nicht mal so einfach.

Jens Liens „Sons of Norway“ entführt genau dahin, wo der Punk seine Wurzeln hat: Die Vorstadtlangeweile. Und er bringt dabei genau die richtige Portion schrägen Skandinaviertums mit.

Highlight: Rotten, Frontmann der Sex Pistols höchstselbst, schielt über Oslos Skyline und gibt Nachhilfe in Sachen „Alles Scheiße“.

Ab dem 9. November ist diese norwegische Punk-Perle nun auf DVD und Blu-ray erhältlich und wer Spaß an Schrulligkeit und Rebellion hat, sollte zugreifen.

 

Kirsten

 

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