Vatertag: Vom Stereotyp zum Stereo-Typ

Vatertag: Vom Stereotyp zum Stereo-Typ

In den letzten Jahrzehnten hat sich die Welt sehr verändert. Industrialisierung, Umweltbewusstsein, Digitalisierung usw. Auch das Thema Gleichberechtigung in jeglicher Couleur wird zum Glück immer wichtiger und gerade am Vatertag ein guter Zeitpunkt, mal darüber nachzudenken.

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Denn gerade der bisherige Stereotyp „Mann“ aka „Vater“ hat sich heftig gewandelt. Auch wenn, wie wir in den letzten Monaten wieder einmal deutlich mitbekommen haben, noch viel zu tun bleibt: Der moderne Mann ist nicht mehr der Idiot von früher. Das sieht man gerade auch in der Vaterrolle.

SLEAZE + Vater-Tag
Prost, Männers!

So ist z.B. die Rolle des Vaters weniger an Aufgaben wie ERnährer und Aussehen (männlich, stinkende Kippe in der Fresse, immer am Arbeiten) manifestiert und fungiert immer mehr als individuelle Persönlichkeit, die z.B. auch Gefühle zeigen darf.

Klingt komisch?

Wer mal an den eigenen Vater denkt und sich dann die heutigen modernen Väter anschaut, der wird doch einige Unterschiede feststellen. Kochen, Windeln wechseln, die Karriere zurückstellen. Selbst die sexuelle Orientierung ist heute kein statischer Begriff mehr, um die Vaterfigur zu klassifizieren. Da bekommt der Begriff Stereo-Typ eine ganz neue Bedeutung.

Klar, es gibt immer noch viele Unterschiede und in manchen Bereichen wirkt es, als hätte sich gar nichts getan. Gerade, wenn es ums Geldverdienen geht. Aber wenn man das große Ganze anschaut… Wem das nicht richtig bewusst ist, muss nur einmal kurz in die einstige Macho-Welt der Serie Mad Men eintauchen.

Von Vati zum Tag

Doch auch wenn Vati heute sich im Multitasking übt, bleibt ein Vater in der Regel eine Leitfigur wie schon seit vielen Jahrhunderten. Kein Wunder also, dass es diesen Tag der Vater-Huldigung schon so lange gibt (richtig, der Tag wurde nicht von Marketing-Strategen erfunden). Der Tag des Heiligen Vaters existierte bereits im 18. Jahrhundert und geht auf eine Tradition zurück, bei der Väter und Söhne regelmäßig zu Patrouillengängen an der Ortsgrenze zogen.

SLEAZE + Vater-Tag
Vati und Mutti überlegen sich den Namen des nächsten Kinds.

Über die Jahrzehnte entwickelte sich diese Tradition weg von Patrouillen und hin zu angenehmeren Tätigkeiten. Man unternahm z.B. eine Kutschfahrt in die Natur und beglückte sich schon damals mit gutem Alkohol.

Damit die Garantie auf viele Väter und Söhne besteht, wurde der Tag auf Christi Himmelfahrt gelegt. Mit der Herrentagspartie wurden die Jungen und jungen Männer in die Sitten und Unsitten der Männlichkeit eingeweiht. Der Vatertag, Herrentag oder auch Männertag schließt also Singles ausschließlich mit ein.

Des Vaters reine Seele

Während der Industrialisierung beschleunigte sich der Austausch von Produkten weltweit. So entstanden neue Dinge, Lebensmittel und auch Genussgüter. Berlin stieg z.B. zu einer der größten Bierbrauerei-Städte weltweit auf. Das soll u.a. am guten Wasser gelegen haben.

Aber nicht nur beim Bier war Berlin führend. Es entstanden auch exzellente Destillerien und in einer wurde sogar Deutschlands seit Jahren erfolgreichster Wodka geboren. Leo Leontowitsch Gorbatschow hieß der Mann, der des „Wodkas reiner Seele“ Leben einhauchte.SLEAZE + Vater-Tag

Leo lebte bis zur Oktoberrevolution 1917 in St. Petersburg und fand dann sein Exil in Berlin. Ohne lange zu fackeln, gründete er 1920 seine Destillerie in Berlin und kreierte das feine Wässerchen.

Inzwischen wird der Wodka sogar vierfach gefiltert. Durch seine besondere Note hebt sich Wodka Gorbatschow von der Konkurrenz ab. Dieses Getränk reinigt somit nicht nur Körper und Seele, sondern passt – auch historisch gesehen – perfekt zum Vatertag. In diesem Sinne: Vashe zdorovie!

Kevin

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