Treffpunkt der MotoRrroarrr-Fashionista

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SLEAZE.Pure&Crafted.PostbahnhofAm letzten August-Wochenende war zum allerersten Mal das Pure & Crafted Festival im neu umbenannten PBHCLUB (Postbahnhof) in Berlin. Das SLEAZE-Sondereinsatzkommando MaLi war am Freitag vor Ort und hat sich direkt und live ein Bild vom neuen Festival-Konzept gemacht.

Kaum angekommen, war schnell klar, dass die Lederweste die vollkommen richtige Kleidungswahl war und ich im Gegensatz zum MS Dockville diesmal nicht aus der Menge rausstechen würde. Das Festival versprach eine Mischung aus harter Gitarrenmusik und Motorrädern. Und auf das zugehörige Lineup war ich doch schon sehr gespannt. Das hörte sich nämlich sehr vielversprechend an, doch dass dazu die großen, starken Rocker tanzen sollten, fand ich doch eher fragwürdig.

Und so war es dann auch: Es wurde mir schnell klar, dass ich auf diesem Festival wohl eher hübsch gestutzte Bärte sehe werde und weniger die starken Männer mit den langen Bärten.

SLEAZE.Pure&Crafted.Postbahnhof.Sicht
Wie sie sehen…sehen sie nichts

Zwischen einer Indoor- und einer Outdoor-Bühne tummelten sich Essensstände, ein Barbier, Motorräder zum Anfassen und alles, was das Herz des modebewussten Motorradfahrers höher schlagen lässt.

Zwischen den einzelnen Pausen der Bands haben wir uns die glitzernden Motorradhelme angeschaut und waren kurz davor, ein Foto als Andenken im Elviskostüm beim aufgebauten Fotoset zu machen, damit die Leute vor Ort nicht dem tragischen Tod der Langeweile erliegen.

SLEAZE.Pure&Crafted.Postbahnhof.BloodRedShoes
Alles was gute Musik braucht – Schlagzeug und Gitarre

Friska Viljor spielten drinnen auf der Club Stage eine Akustik-Show. Das Duo war bestens gelaunt und sorgte mit Anekdoten ihrerseits für eine lockere Stimmung. Da der Platz im Postbahnhof doch begrenzt ist, kam auch zeitgleich mit dem Auftritt von Friska Viljor eine mehr als wohltuende Wärme auf. Ja, schon fast Kaminzimmer-Atmosphäre. Und wenn du den Grundriss des Postbahnhofs kennst, weißt du, dass der L-förmige Saal nicht für jeden eine perfekte Sicht auf die Bühne garantiert.

Danach zog es uns raus zur Main Stage, die gerade das Duo Blood Red Shoes betraten. Die beiden stellten mal wieder unter Beweis, dass weniger mehr ist. Denn sie kommen mit genau zwei Instrumenten aus: Gitarre und Schlagzeug. Während es Laura-Mary gerade noch so pünktlich zum Auftritt schaffte anzureisen, war Steven Ansell immer wieder damit beschäftigt, seine Haare zu bändigen und den Kampf mit dem Haargummi zu gewinnen. Trotz all dieser Kleinigkeiten stießen sie nicht nur bei uns, sondern auch beim restlichen Publikum auf große Begeisterung.

SLEAZE.Pure&Crafted.Postbahnhof.Helme
Auch optisch einiges zu bieten

Als gelungene Erfrischung sorgten nicht nur die üblichen Getränkestände, sondern auch die gesponserten Gin Tonic von Hendrick‘s. So gut angeheitert, verbrachten wir den Rest des Abends damit, über das Gelände zu schlendern, uns die atemberaubende Motorrad-Show vom Motodrom anzuschauen und zwischen all den Männern Ausschau nach unserem zukünftigen Exmann zu halten.

Insgesamt war das Festival Konzept definitiv mal etwas anderes, aber für mich dann doch eher zu viel Modemesse.

Lisa

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