Tequila-Time bei Mikky Ekko

Tequila-Time bei Mikky Ekko

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mikkyekko.sleazeDer Track, mit dem es begann, entstand eigentlich durch Zufall.
Mit Tequila und Gitarre saßen Sänger und Songwriting-Partner am Ufer, klimperten herum und plötzlich hatten sie wie von selbst einen Song im Ohr, um den sich der Rest der ersten Platte des Indiepop-Künstlers aus Louisiana schmiegen sollte.
Die Rede ist von Mikky Ekko, dessen Debütalbum in dieser Woche erscheint und dessen Song „Time“ an einem schönen Abend im letzten November entstand. Einzig von Akustik-Gitarre und Streichern begleitet, ist er das Herzstück der CD, so simpel und ehrlich wie die Geschichte seiner Entstehung. Dennoch sind dies nicht die ersten Klänge, die uns von Mikky bisher erreichten.
Als Sohn eines Priesters reiste er lange Zeit wie ein Nomade mit seiner Familie durch den tiefen Süden der USA, kam nach Nashville in Mississippi und entdeckte sein Talent für die Musik. Der „Traum, dem man blind hinterher jagt, wenn man in eine große Stadt kommt“, mit seiner Leidenschaft Karriere zu machen, rückte für ihn in immer greifbarere Nähe, als er die Chance bekam, ein paar Single-Tracks aufzunehmen und zu veröffentlichen, die beispielsweise zusammen mit Hip-Hop-Produzenten Clams Casino (A$AP Rocky, The Weeknd) entstanden waren. Lange Zeit blieb aber er trotz seiner einzigartigen Stimme völlig abseits aller Aufmerksamkeit. Bis zum Jahr 2013. Denn plötzlich bewegte sich Mikkys Leben wie im Zeitraffer, als er durch den Song „Stay“ zusammen mit Rihanna einen weltweiten Platinerfolg landete, Platz drei der US Billboard Charts, vier in der UK und bei uns Platz zwei knackte und mit dieser melancholischen Klavierballade für einen Grammy ausgezeichnet wurde. Aus einer sensiblen Phase seines Lebens heraus entstanden, war dieser Song sein ultimativer Karriere-Booster, aber trotzdem nicht der ehrliche Kern, den Mikky der Welt mit seiner Musik eigentlich offenbaren wollte. „Ich verspürte den Drang, wieder ganz von vorne anzufangen und die besten Songs zu schreiben, die ich schreiben kann. Ich habe das Gefühl, dass mein Songwriting, mein Stil und meine Perspektive wesentlich fokussierter sind als je zuvor.“
Die Chance, mit seiner Musik noch einmal aufs Neue zu begeistern, bietet ihm sein kommendes Album „Time“ und wir haben schon einmal für dich reingehört.

mikkyekko.coverVom liebeskranken Mikky, den man aus seinem bekannten Hitsong gewöhnt ist, muss man sich schon im ersten Track nach wenigen Tönen verabschieden. „Watch me rise“ ist wie eine gewagte Kampfansage ohne aggressiven Unterton, facettenreich und durchdringend, wobei neben der einzigartigen Stimme des Künstlers Piano und Bass im Vordergrund stehen. Was Mikky uns damit sagen will? Nach dem Motto ‚Ich mache genau das, was ich verdammt noch mal will und es kümmert mich nicht, was ihr darüber denkt‘ beschreibt er, wie er in einer Welt, der er sich nicht so richtig zugehörig fühlt, kämpft und sein Ziel nicht aus den Augen verliert. Ein Song, der zum Weitermachen anregt.
Mit R&B-inspiriertem Indiepop präsentiert Mikky die Höhen und Tiefen seiner Stimmlagen, auch wenn man manchmal befürchtet, Mikky Ekko wird zu Micky Maus. Ein ausgebreiteter Stimmfächer, der uns in „Love You Crazy“ und „You“ eher ins Schwitzen bringt als uns abzukühlen.
Kurz vor der Hälfte des Albums kommt ein unbeschwerterer Track, akustisch und ruhig: Es ist „Time“, gleichzeitig Ausnahme und Ausgangspunkt der CD. Von biblischen Bildern gespickt, kommt in ihrer Schlichtheit trotzdem eine ungemeine Leichtigkeit zur Geltung.
Mit der ist es nämlich im sechsten Track vorbei. „Riot“ klingt wie sein Titel, der Track schließt zwar atmosphärisch einen Kreis mit dem ersten Song. So mancher sensible Hörer wünscht sich an dieser Stelle aber den traurig-schwermütigen Mikky zurück.
Aber dn gibt es auf dem Rest der Platte dann noch ausgiebig zu hören. Wie er selbst sagt, ist Mikky die Art von Musik, mit der er sich selbst trösten kann, auch eigentlich eh am liebsten. Über sich niemals trennende Tauben („Mourning Doves“) und dann über brennende Tauben („Burning Doves“) singend, hat er sich nicht nur eines Wortspiels bedient, sondern seine Melodien mit sprachlichen Bildern gepaart, die wahrscheinlich seiner väterlichen Prägung entspringen.
Zwischen verträumten R&B-Sounds und Einflüssen aus Alternative und Indie bewegt sich Mikky nicht nur stimmlich, sondern auch lyrisch zwischen Höhen und Tiefen von „Seize the Day“-Message bis Traumjagd in wehmütiger Sehnsucht nach helleren Tagen („Comatose“). Eins bleibt ihm trotzdem am wichtigsten: authentisch sein. Und was ist authentischer als durch Tequila und Gitarre entstandene Zufälle?

Laurie

Du willst das ganze live erleben? Dann haben wir zwar diesmal keinen Alkohol für dich, aber dafür 1×2 Tickets für Mikkys Show! Am 22. September hat er für dich Zeit und „Time“ dabei, wenn er zu Gast im Prince Charles in Berlin auftritt. Was du tun musst? Nenn uns den Namen von Mikkys erster EP aus dem Jahr 2009!

Was gewinnt man? 1×2 Konzertkarten für Mikky Ekko, 22.09.2015 im Prince Charles, Berlin
Wie gewinnt man? Indem man die folgende Fragen per Mail!!! mit Betreff eingefügt beantwortet und die Antwort NICHT hier postet. Ja, das klingt logisch, aber es werden immer wieder die Antworten unter den Beitrag gestellt. Warum auch immer…
Betreff einfügen: Ornithologenzeit
Frage beantworten: Wie heißt Mikkys erste EP aus dem Jahr 2009?
Betreff und Antwort schicken an: geschenke@sleazemag.de
Einsendeschluss: 16.09.2015
Infos: Bei alkoholischen Getränken oder erotischem Spielzeug und einigen Veranstaltungen ist Volljährigkeit Voraussetzung. Wir finden das auch schade, wie du dir denken kannst. Bitte jedenfalls unbedingt das Geburtsdatum bei solchen Verlosungen mitschicken.
Daten: Sinnvoll ist, ggf. auch die Handynummer mitzuschicken, weil manchmal Organisations- oder Zustellprobleme auftauchen. Ja, klingt komisch, es sind bestimmt nur Gerüchte, aber vorsichtshalber… Die wird wie deine anderen Daten natürlich vertraulich behandelt.

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