Tarraco! Ein Name wie ein Infernal!

Tarraco! Ein Name wie ein Infernal!

TEILEN
SLEAZE + SEAT Tarraco

Anfang 2018 war es soweit. Der Name für das dritte SEAT-SUV steht fest: Tarraco. Ein Name mit Caramba, auch wenn ihn nicht eine dieser Autonamen-Agenturen (damit nicht Missgeschicke wie diese hier geschehen) gegeben hat, sondern: Fans.

SLEAZE + SEAT Tarraco
Hat was! Und noch mehr!!

Ja; genau. Denn SEAT lässt schon seit einer Weile seine Autonamen von Autofans voten. Natürlich nicht ganz ohne Vorgabe, es handelt sich immer um spanische Orte. Beim Tarraco hat man allerdings die Spielregeln etwas erweitert, ist es doch ganz korrekt die old school Bezeichnung der heutigen Stadt Tarragona. Und mit old school meine ich richtig richtig früher, also kurz nach Beginn unserer Zeitrechnung im ersten oder zweiten Jahrhundert.

Tarraco Jones aka Tarra Cojones!

Doch genug von dem Geschichtsunterricht. Kommen wir zum Wagen. Hat er die gleiche knackige Ausstrahlung wie sein Name? Oder anders gesagt: Hat Tarra & Co auch Cojones (wäre doch eigentlich auch ein schöner Autoname!)?

SLEAZE + SEAT Tarraco
Booty für SEAT (Wortspiel!!)

Die Antwort ist simpel: ¡Claro, que sí! Trotz seiner familientauglichen Ausstattung (bis zu sieben Sitze, Beifahrersitz komplett umklappbar, die hinteren Reihen superflexibel) ist der Wagen nie unübersichtlich.

Und das ist eins der Pluspunkte am Tarraco. Der Wagen ist ein Raumwunder, trotzdem ist er – z.B. im Gegensatz zum wuchtigen Touareg – immer manövrierbar.

Dazu kommt das gute Preis-Leistungs-Verhältnis: Man bekommt das durchdachte VW-Infotainment-System und auch die Ausstattung erinnert positiv an VW-Autos (z.B. eins meiner Lieblingsfeatures: die verschiebbare Mittelkonsolen-Armlehne), aber trotzdem hat SEAT einen eigenen Stil – und die attraktiveren Preise, die bei bei knapp 30.000 Euro beginnen.

Abseits der Famililly

Und so taugt der Tarraco auch gut als Multivan Light. Ich habe spaßeshalber mal alle Boards, die ich habe, in den Taco (so habe ich ihn schon am ersten Tag getauft) getunkt – äh, pardon, geladen. Also wirklich alle Boards, die ich je geritten bin: Alle meine Surfboards, Wakeboards, (Ex-)Snowboards (großen Dank für den Support an dieser Stelle für unsere Snowboard-Lieblingsmarke Nitro für all die Unterstützung und für Slingshot, deren Wakeboard- und Kite-Equipment wir mehr als nur empfehlen können!!!).

Ja, ich weiß: Kiteboards fehlen in meiner Sammlung noch. Wird hoffentlich dieses Jahr nachgeholt, bitte nicht in dieser Wunde rumsliden.

Was ich eigentlich sagen wollte: Der Tarraco ist auch ein fantastischer Funsport-Begleiter. Und das nicht nur, weil er viel Platz bietet. Sondern auch, weil das Infotainment-System macht, was es machen soll.

Weil die USB-Platzierungen intelligent sind. Weil der Wagen – zumindest in der uns zur Verfügung gestellten Excellence-Version – leise und jederzeit gut handhabbar ist. Sogar in den vielen dumm gebauten deutschen Parkhäusern. Und vor allem: weil er wenig verbraucht. Und das wirklich, wie wir bei den wenigen Tankstopps merkten.

Ok, ok, aber jetzt mal ehrlich: Was gips zu meckern?

SLEAZE + SEAT Tarraco
Etwas arachaisch: Die Schlaufen dienen dazu, den Sitz umzuklappen…

Zunächst einmal ist der SUV der größte im SEAT-Portfolio. Er ist in der Mittelklasse angesiedelt, auch wenn er – typisch VW – mehr kann als Durchschnittsklasse. Er basiert auf der Plattform des Tiguan Allspace, was eine sehr gute Basis ist.

Etwas schade: Taco gibt es nur mit 150- und 190-PS-Bums! Das mag Marketing-und Umwelt-technisch Sinn machen, aber wenn man zu einem Wagen eine Verbindung aufbaut – und das gelingt nun wirklich nicht immer – dann schaut man sich auch die Kleinigkeiten an.

Und ich hätte mir Taco mit etwas mehr Salsa gewünscht. Eine rein persönliche Sache wahrscheinlich, aber ein Auto ist – auch wenn sich das aktuell zu ändern scheint – bisher nicht nur einfach ein Gebrauchsgegenstand. Und Taco würde mir mit ein paar PS und NM mehr noch besser gefallen.

Was noch? Cool wäre, wenn es einige der Multivan-Features auch für den Tarraco gäbe. Zum Beispiel einige Camping-Features wie ein Sonnensegel. Denn wahre Familienkutschen denken auch an die Abenteuer der Familie – oder der Single-Surfer-Dude(tte)s. Oder eine Anhänger-Kupplung, die mehr kann. Denn so ein Family- und Funsport-Wagen wird definitiv auch so genutzt!

Und dann noch ein Gimmick, was komplett unwichtig ist – und daher auch etwas…naja…!!! In unserem Excellence-Testwagen gibt es natürlich ein abgestimmtes Ambiente-Licht. Das beinhaltet allerdings auch… das Tarraco-Logo auf dem Boden, ausgeleuchtet auf beiden Seiten von den Außenspiegeln.

SLEAZE + SEAT Tarraco
Nun ja….

Was soll das? Falls man mal den Namen von seinem Wagen vergisst? Könnte man seinem Wagen noch einen Spitznamen geben und man würde z.B. mit Taco begrüßt, wäre das gleich so eine Tesla-Coolness. Aber man kann das Licht nicht ausschalten. Abkleben ist die einzige Alternative. Ähm, naja, nicht ganz Tesla-cool. Das würde ich echt ändern, SEAT!

Was uns sehr freut: Offenbar wird es vom nächsten Jahr an den Tarraco (hach, ich liebe den Namen!!!) auch eine Plug-in-Hybrid-Variante geben. Und dazu sagen wir: Geil! Ansonsten gibt es nichts zu meckern, scusi. Das Navi rockt, der Spurassistent läuft so gut, dass er fast Angst macht, vieles der Technik läuft allzeit bereit im Hintergrund – also so, wie ein guter Bodyguard.

SLEAZE + SEAT Tarraco
Hach!!! #entzückt

Fazit: Als überzeugter Bully- und Multivan-Fan muss ich sagen: Der Tarraco ist zwar ein SUV, hat aber Mega-Potential –und bei Weitem den coolsten Namen. Ich würde mich nicht wundern, wenn es in den nächsten Jahren einige Kinder namens Tarraco und Tarraca geben würde (vielleicht sogar gezeugt in einem der sexy SEAT-Wunderriesenbabys)!

Mehr Infos natürlich unter SEAT.de!

Straight-from-the-Roadanilo

KEINE KOMMENTARE

Kommentar verfassen