Suzuki S-Cross: Der sinnvolle SUV

Suzuki S-Cross: Der sinnvolle SUV

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SLEAZE + Suzuki S-Cross
Muss sich auch vor Klassikern nicht verstecken: der S-Cross

Ja, es gibt sie. Ich dachte auch nicht, dass ich das mal schreiben werde, aber der Suzuki SX4 S-Cross ist ein cleverer SUV für das tägliche urbane Leben. Nun ist er aber auch nicht das Durchschnitts-SUV.

Der S-Cross ist eher so etwas wie ein größer geratener PKW – und hat damit alle Pluspunkte auf seiner Seite. Also kein Outdoor-Bolide wie der L200 von Mitsubishi, den wir letztens probefahren durften.

Dennoch: Man sieht besser – also noch, denn wenn bald nur noch SUVs fahren, ist das wie mit der guten Sicht aus einem Hochhaus inmitten eines Hochhausgebiets. Dann ist er unglaublich wendig und geräumig. Und das Beste und sehr SUV-a-typisch: Er verbraucht wenig Sprit.

Überraschung Suzuki

Mit all diesen Pluspunkten hat mich Suzuki positiv überrascht. Nun hatte ich bisher wenig Gelegenheiten, überhaupt mal einen Suzuki zu fahren. Den Jimmy, den ich vor Jahren mal fuhr, war eher eine Zumutung als ein Geländewagen. Und auch das Design von Suzuki wirkt mir oft etwas mutlos.

SLEAZE + Suzuki S-Cross
Wie ich diese Warnungen hasse…

Ganz anders der S-Cross. Allein schon die äußere Optik ist mehr als ansprechend. Der Aufbau mit dem Kühlergrill mutet fast wie von BMW an. Die stimmigen Felgen und vor allem das schicke Blau – offiziell Sphere Blue Metallic – runden das schöne Äußere des Wagens ab.

Das Gleiche gilt übrigens für den Swift Hybrid, den ich auf Sri Lanka gebucht habe: Schickes Äußeres, eine sehr gelungene Weiß-Lackierung mit ganz dezenten Blau-Akzenten. Wenn Suzuki optisch so weiter macht, muss ich wohl öfter so einen Testwagen anfragen.

Zurück zum S-Cross. Nicht nur äußerlich konnte der Wagen überzeugen. Mit seinen 140 PS, dem 1.4 Boosterjet und einer gut flutschenden 6-Gang-Schaltung sauste ich dem übrigen Verkehr an der Ampel meist davon.

SLEAZE + Suzuki S-Cross
Fährt (fast) allen davon!

Die anderen Autofahrer schauten mich hin und wieder erstaunt an. Ich muss gestehen, anfangs schaute ich genauso erstaunt zurück. Der Wagen macht viel mehr Spaß als erwartet.

Wo schwächelt er?

Häufig liegt das größte Manko im Infotainment-System. Das war hier jedoch ganz ok, wenn man die recht schlichte Optik der Navigation mal außen vorlässt. Da bewegen wir uns gefühlt noch ein wenig auf Atari-2000-Niveau.

Aber das Bluetooth spielt meine Musik ohne Mucken ab, der Sound ist in dem geräumigen Wagen ordentlich. Nervig sind die Schalter der Sitzheizungen. Da die genau unter dem Fach sind, wo man sein Handy und andere Sachen parkt, schaltet man aus Versehen immer wieder die Heizung an. Sehr nervig.

SLEAZE + Suzuki S-Cross
Fehlplatziert.

Mindestens genauso nervig: Die regelmäßigen Warnungen. Vielleicht kann man das irgendwo ausschalten. Das habe ich leider nicht gefunden. Aber das wiederholte Bestätigen ist echt unnötig.

Sieht man von diesen kleinen Dingen ab, ist der Wagen durchaus zu empfehlen. Vor allem mit dem großen Panorama-Dach, welches wortwörtlich ein großer Pluspunkt ist. Dazu ist er übersichtlich, es gibt keinerlei großen toten Winkel.

SLEAZE + Suzuki S-Cross
Panorama-Pluspunkt

Also wer wie ich einen erhöhten Wagen für die nicht mehr so mobile Verwandtschaft braucht oder einfach nur einen ordentliche SUV mit gutem Preis-Leistungs-Verhältnis möchte, der ist mit dem Suzuki SX4 S-Cross gut bedient. Denn der der Preis für den Wagen geht schon bei überraschend moderaten 20.000 Euro los. Was will man mehr?

danilo

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