Subnautica: Pack die Badehose ein

Subnautica: Pack die Badehose ein

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Ozeane bedecken rund 71 Prozent unserer Erde. Das meiste davon unentdeckt, unerforscht. Niemand vermag zu sagen, welche unaussprechlichen Dinge die Ozeane dieser Erde beherbergen. Genauso verhält es sich auch mit dem Unterwasserabenteuer Subnautica von Unknown Worlds Entertainment.

SLEAZE + Subnautica
Ein neuer Freund oder Feind?

Du befindest dich im 22. Jahrhundert, in dem die Menschheit begonnen hat, andere Planeten zu kolonisieren. Zusammen mit deiner Crew des Weltraumschiffes Aurora seid ihr auf der Mission, ein Phasentor im Weltraum zu installieren und nebenbei den Planeten 4546B zu scannen, da auf ihm ein anderes Schiff verschollen sein soll. Dabei passiert jedoch ein Unglück, denn die Aurora wird unsanft von einem fetten Laserstrahl erfasst und ist nun im Inbegriff, auf dem komplett vom Ozean bedeckten Planeten Not zu landen.

Zum Glück konntest du rechtzeitig vor dem Aufprall der Aurora auf dem Wasser mit einer Rettungskapsel fliehen und befindest dich nun in eben dieser mitten auf 4546B. Keine Nahrung und auch kein Wasser. Also, trinkbares.

Wenigstens ist die Aussicht ganz nett. Schönes Panorama, abgesehen von der brennenden Aurora vor deiner Nase und ihrer bevorstehenden Phasenexplosion.

Unter dem Meer

Was tust du jetzt als Erstes? Nun, verhungern oder verdursten ist keine Option, also hat die Nahrungssuche Priorität. Der Ozean ist voller kleinerer Fische, die man fangen kann, um sie in der abgestürzten Lebenskapsel am Fabrikator (ein Gerät, mit dem man Dinge herstellen kann) zu kochen. Fehlt nur noch Wasser. Da müssen erst einmal kleine Blasenfische herhalten, aus denen das lebensrettende Nass zum Befeuchten der Kehle extrahiert werden kann.

Sobald der erste Hunger und Durst gestillt sind, wirst du dir schnell der eigentlichen Situation klar. Du bist allein, weit und breit ist nur der Ozean zu sehen. Robinson Crusoe hatte ja wenigstens noch Freitag, aber du bist scheinbar komplett auf dich allein gestellt. Diese Art von Atmosphäre und das sich breit machende Unbehagen beim Gedanken an die unerforschten Tiefen dieses Meeres sind einfach überwältigend.

SLEAZE + Subnautica
Aber der ist doch bestimmt freundlich! Oder….?

Unter dem Meeresspiegel gibt es beim Erforschen allerhand einzusammeln. Mineralien, Pflanzen, Gestein und so weiter. Dabei solltest du immer Vorsicht walten lassen, denn Fressfeinde sind auf diesem Planeten vorhanden – und davon reichlich. Mit den zu findenden unzähligen Materialien solltest du dir nach und nach eine hand- und wasserfeste Ausrüstung herstellen können.

Dies sollte dein Überleben um ein Vielfaches steigern. Aber um in der Welt von Subnautica richtig F(losse)uß zu fassen, bedarf es einer Unterkunft. Eine Unterwasserbasis muss her.

Äin Ingeniär muss här

Dabei handelt es sich um eine weitere Grundfunktion des Spiels. Aus den vorher erwähnten Materialien kannst du dir nämlich eine Basis bauen. Robinson mag Freitag gehabt haben, aber ihm fehlte es an einer Basis der Superlative, inklusive Forschungseinrichtung und Andockstation für deine privaten Unterwasserfortbewegungsmittel. Angetrieben durch Wärme-, Solar-, Bio- und/oder Kernenergie. Wir sind ja schließlich im 22. Jahrhundert.

Das Bauen einer solchen Basis, gerade unterhalb des Meeresspiegels, ist aber auch in diesen Zeiten kniffliger, als du denkst. Wasserdruck und Energieversorgung stellen eventuell Probleme dar, wenn du zu tief und oder zu viel baust.

SLEAZE + Subnautica
Wenn schon Forschung, dann forsch!

Du musst nicht nur dafür sorgen, dass die Außenhülle ausreichend stark ist, sondern auch den Energiehaushalt berücksichtigen. Andernfalls kann es dir schnell passieren, dass es auf einmal zappenduster in der Butze ist und alles, aufgrund des zu hohen Drucks, voller Wasser läuft. Und im Dunkeln herauszufinden, wo Lecks in der Hülle sind, um diese zu verschweißen, verfolgt von dem Gebrüll irgendeines riesigen Fisches, ist kein Zuckerschlecken.

Beyond the Sea

Solltest du dich eingelebt haben, willst du natürlich das Meer erforschen und es, wie einst Poseidon, schließlich beherrschen. Da kommt dir fahrbarer Untersatz zugute. Highlight ist dabei ein riesiges begehbares U-Boot, womit sich auch die tieferen Regionen von 4546B erforschen lassen.

Beim Erkunden der Umgebung sollten dich regelmäßig Notrufsignale der restlichen Aurora-Crew erreichen. Beim Verfolgen dieser schwappt dir Stück für Stück eine atemberaubende und mysteriöse Story entgegen.

Dass du nach und nach krank wirst und deine mögliche Rettung – in Form eines anderen Raumschiffs – abgeschossen wird, sind nur zwei der Situationen der Geschichte, die dich mit offenem Mund zurücklassen werden. (Aufpassen, das kein giftiger Fisch den als Zuhause annektieren will.)

Subnautica wird dich definitiv in seinen nassen Bann ziehen und nicht wieder loslassen. Nach etlichen Stunden gibt es immer noch etwas zu tun. Ob du nun deine Basis ausbaust oder die verschiedenen Biome erforschen willst, es wird nie langweilig. Die Story ist äußerst unterhaltsam, fesselnd und mysteriös.

SLEAZE + Subnautica
Dein Zuhause namens U-Boot.

Sich in die Fluten zu stürzen lohnt also auf alle Fälle. Der Preis von knapp 30 Muscheln ist angemessen und mit dem Erscheinen der nächsten großen Erweiterung gibt es noch mehr zu tun.

Wer da nicht feucht wird, hat wahrscheinlich auch nur das Seepferdchen-Abzeichen in der Schule bekommen. Pflichtkauf!

Steven

Titel: Subnautica
Entwickler: Unknown Worlds Entertainment
Veröffentlichung: 23. Januar 2018
Plattform: PlayStation 4, Xbox One, Microsoft Windows, Mac OS
Genre: Open World, Survial
Preis: ca. 30 €

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