Sonos Playbar: Das TV-Sound-Upgrade

Sonos Playbar: Das TV-Sound-Upgrade

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SLEAZE + Sonos Playbar
Selbst im Karton wunderschön.

Schon zu analogen Zeiten habe ich meinen Fernseher an meine Musikanlage angeschlossen. Auf ein Kabel mehr oder weniger kam es eh nicht an, weil mit den zwei Technics-Plattenspielern, Mischpult, Equalizer, Tapedecks, vier Boxen usw. die Hütte eh nach Kabelsalat deluxe aussah. Denn schließlich musste früher alles mit Kabeln verbunden werden.

Heute haben wir ein anderes Phänomen. Viele kaufen sich einen Deluxe-Fernseher, aber der Sound des Geräts ist meilenweit von der fantastischen Optik der Geräte entfernt. Insbesondere Bässe schaffen die immer flacher werdenden Geräte nur bedingt.

Somit macht ein Gerät wie die Sonos Playbar durchaus Sinn. Sie sieht so schick aus wie die meisten Fernseher inzwischen und hat den Anspruch, die Qualitätslücke zwischen Optik und Akustik zu schließen. Gelingt das, ist das Gerät das perfekte Mittelstück – wenn man eh eine Sonos-Anlage hat oder eine aufbauen möchte.

Das Gerät funktioniert natürlich auch allein, aber wie die meisten Modul-Systeme ergibt sich ein großer Mehrwert, wenn man die restlichen Boxen mit integrieren kann. Dafür benötigt man wieder einmal eine App, mit der man alles steuern kann. Ein Leben ohne Smartphones ist nicht mehr möglich. 🙂SLEAZE + Sonos Playbar

Es besteht auch die Möglichkeit, die TV-Fernbedienung zweckzuentfremden. Wenn das richtig synchronisiert, dann kann die Fernbedienung den Ton der Soundbar mitsteuern. Dafür wird allerdings der Sound des TV-Geräst ausgeschaltet. Das hat bei mir alles nicht richtig funktioniert und ich habe irgendwann genervt das Thema fallen gelassen, zumal es über die App so schön stressfrei geht und ich die TV-Boxen als zusätzliche Soundlieferanten weiter nutzen kann.

Die Playbar selbst kommunizert mit dem TV-Gerät ausschließlich über Glasfaserkabel. Verständlich, wenn man eine reine Soundanlieferung möchte. Aber gar keine andere Möglichkeit zu schaffen, ist irgendwie enttäuschend. Und Sonos schneidet sich ja auch in die eigene Elektronik, da alle Geräte, die nicht über einen Glasfaser-Anschluss verfügen (wie z.B. mein TV im Schlafzimmer), ausgeklammert werden.

SLEAZE + Sonos Playbar
Eingeschränktes Angebot

Dazu kommt, dass Glasfaserkabel meist recht kurz sind und auf keinen Fall geknickt werden dürfen, was einen die Platzierung der Soundbar weiter einschränkt. Für die meisten, die Standardplatzierungen mögen, ist das wahrscheinlich nicht das Problem, aber ich… naja, ich bin da auch etwas speziell, daher klammern wir den Punkt mal aus.

Inhalt: gehaltvoll

Kommen wir zu etwas Schönerem (als mir): dem Sound. Wie von Sonos zu erwarten, ist der Sound einfach super. Das erwartet man bei einem nicht gerade günstigen Straßenpreis von mindestens 700,- Euro auch, aber trotzdem: Neun Lautsprecher und über fünf Kilo Soundbar-Gewicht sorgen dafür, dass du den Film akustisch angemessen wahrnimmst. Und das tun sie grandios. Höhen, Mitten, Tiefen, ob Explosionen von Actionfilmen oder trällernder Gesang bei Bollywoodstreifen, alles kommt sehr gelungen in meine flauschigen Ohren.

SLEAZE + Sonos Playbar
Unauffällig mit Bums: die Playbar

Du kannst zudem die Sonos-Geräte über ein eigenes Netzwerk nutzen, das SonosNet. Dabei kommunizieren ausschließlich die Boxen miteinander, was andere Störeffekte ausschließen soll und somit eine Verzerrung. Da ich da keine große Veränderung bemerkt habe, ist das vielleicht eher für Häuser interessant oder Riesenwohnungen, daher kann ich dazu mit meiner Schuhkarton-Wohnung nicht viel sagen.

Fazit: Die Sonos Soundbar ist klasse. Ein großer Fehler ist meiner Meinung nach die Fokussierung rein auf das optische Kabel als Anlieferungskanal, aber ansonsten sorgt das Gerät absolut für einen deutlichen Mehrwert trotz des relativ hohen Anschaffungspreises.

Jens

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