sonoro Prestige: Wie zu erwarten…

sonoro Prestige: Wie zu erwarten…

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…enttäuscht das neue All-inclusive-Gerät von sonoro, der Prestige, nicht eine Minute. Ganz im Gegenteil: Man möchte viele Minuten in der Nähe dieses Raumwunders verbringen. In der Familie der sonoro-Geräte ist der Prestige das „kleine“ Meisterstück, welches wir uns bereits letztes Jahr auf der IFA angehört haben. Nun wird es spannend, wie weit der Prestige vom Meisterstück entfernt ist.

Auch bei dem Gerät hat es sich sonoro nicht nehmen lassen, ein CD-Laufwerk einzubauen. Das mag anachronistisch wirken, aber für alle, die noch über CDs verfügen, ist das ein Muss.

SLEAZE + sonoro Prestige
Bitte lächeln!

 Klar, man kann sich alles in MP3s umwandeln, aber die Haptikund Optik – und die teils damit verbundenen Gefühle und Erinnerungen – lassen viele ihre geliebte CD-Sammlung nicht verstauben. Und so ist ein CD-Fach ein Muss!

Daneben gibt es natürlich auch die üblichen Verdächtigen. Von Klinke bis Bluetooth ist alles dabei, was sich als Standard durchgesetzt hat. Sogar ein Spotify-Logo findet sich auf der Prestige, was für mich einem Oxymoron gleicht. Denn Spotify mit seinen minderen Musikdateien ist eigentlich eine Beleidigung für so ein Gerät. Aber es macht wirtschaftlich wohl Sinn, sich dem Mainstream(ing) zu öffnen.

Davon abgesehen ist der Prestige ein akustischer wie ästhetischer Traum. Also typisch sonoro. Allein wie der Klavierlack sich spiegelt, so dass die wie üblich beigelegten weißen Handschuhe komplett Sinn ergeben, ist einzigartig.

Und das typische sonoro-Gesicht mit dem einen Auge aka dem Drehknopf sowie dem emotionslosen Mund (sonst würde man seine CDs doch zu sehr verbiegen müssen) tun ihr Übriges. Dieses Gerät ist einfach ein Statement.

SLEAZE + sonoro Prestige
Gut versteckt: alles dabei!

Da nehmen sich die 800,- für das Gerät fast schon zu günstig aus. Und das erst recht, wenn man den Klang hört. Oder besser formuliert: erfährt. Denn dieser schöne, weiche Bass und überhaupt der runde Klang sind einfach fantastisch.

Dafür sorgt auch der Basstöner auf der Unterseite des Prestige. Etwas eindrückgefährdet beim Transport, sorgt diese Platzierung für wunderschöne Tieftöne schon bei leiser Musik. Vor allem weiche Bässe kann das Gerät gut.

Die Bedienung ist außerordentlich leicht. Startet man das Gerät neu, werden einem fast augenblicklich die lokalen Netzwerke angezeigt. Mir kommt die Bedienung daher noch abgerundeter vor als beim edlen sonoroHIFI, den wir im Sommer 2017 getestet haben. Aber da kann ich mich auch irren.

Besonders cool: Dank des optischen Eingangs kann das Gerät – natürlich neben den anderen Möglichkeiten wie Bluetooth – den Sound deines Fernsehers pimpen. Einfach verbinden und automatisch wird der Prestige zur Hifi-Verlängerung des TV-Geräts.

SLEAZE + sonoro Prestige
Gut platziert: Herr Tieftöner

Tja, bleibt zum Schluss nur noch die schwierige Frage: Verschenkst du das Gerät zu Weihnachten in weiß, silber oder schwarz? Viel Spaß in jedem Fall mit dem Ohrenschmaus.

danilo

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