SLEAZE trifft Trettmann

SLEAZE trifft Trettmann

TEILEN

Trettmann – Der Singjay

Einer der wohl gefeiertsten Künstler der deutschen Hip-Hop-Szene ist eindeutig Trettmann. Egal, welches Festival – auf fast jedem Lineup war er dabei. Aus dem Grund haben wir uns entschieden, den guten Tretti bei einer Coke zu interviewen.

Trettmann ist seit über zehn Jahren erfolgreich in der Musikszene dabei. Und das nicht ohne Grund. Mit seinen Mixes aus Gesang, Rap und einer Brise Autotune hat er das gewisse Etwas, womit er eine andere Schiene einschlägt – und diese auch ziemlich gut ankommt.

Das neue Album „Trettmann“

Nach dem erfolgreichen Album DIY, was 2017 veröffentlich wurde, mit erfolgreichen Hits wie „Knöcheltief“ mit Gzuz und „Gott sei dank“ mit RAF & Bonez, kommt nun endlich das neue Album.

Das hört auf den schlichten Namen Trettmann und erscheint Mitte September. Auf dem Album finden sich Features mit GZUZ oder der österreicherischen Rapperin Keke. Und auch bei den elf Songs arbeitet Trettmann wieder mit dem Produzententeam Kitschkrieg zusammen.

Weder Rapper noch Sänger, sondern Singjay

Bei dem Interview waren wir gemeinsam auf der Suche nach der richtigen Bezeichnung für Trettmann. Er ist weder als Rapper noch als Sänger zu kategorisieren. Denn auf der einen Seite singt er, aber indirekt rappt er auch…komplizierte Sache mit den Schubladen. Aber da es fast für alles eine Schublade gibt, haben wir auch die richtige für Trettmann gefunden.

Tretti hat mir erklärt, dass in Jamaika ein Rapper als DJ bezeichnet wird. Und jemand, der rappt und singt, als Singjay bezeichnet wird.

Persönliche Lieblinge

Einer seiner persönlichen Lieblingstracks im Moment ist Polo von Hot Frass & Takeova. Danke für den Tipp, mir gefällt der Song auch.

Frauenfeld und Splash sind Festivals, wo der Künstler auch gerne privat hingeht und sich andere Musiker und deren Auftritte anschaut. Dabei ist nicht immer das Ziel, großen Namen zuzuschauen, sondern auch relativ unbekannte Künstler zu entdecken, deren Musik man feiert.

Helene Beach Festival

Auf dem Helene Beach Festival durfte Trettmann auf der Hip-Hop-Stage auftreten. Die Bühne war wohl von der Musikrichtung her passend, jedoch war die Bühne viel zu klein, als Trettmann seinen Auftritt hatte. Die Besucher kamen aus allen Ecken und haben die relativ große Bühne zu einer eingeengten Bühne innerhalb von wenigen Minuten gemacht.

Tipp von uns – demnächst definitiv auf der Main Stage, da hätte man eventuell die ganzen Tretti-Fans unterbringen können, aber die Hiphop Stage war leider zu klein.

#autotune

Viele bezeichnen Trettmann als den „Vater des Autotunes“. Auf die Frage, ob er sich so bezeichnen würde, ist seine Antwort: „Nein, denn Autotune gibt es schon sehr lange und viele Künstler greifen auf das Stilmittel zurück.“

Was natürlich stimmt. Die US-Musikerin Cher hat diese Technik so ausgiebig eingesetzt, dass Autotune (oder auch Auto-Tune) unter dem Cher-Effekt berühmt wurde. Und das war in den 90ern!

Aber dass Trettmann zumindest für das Revival mit verantwortlich ist, ist unbestritten. Womit Trettmann Autotune assoziiert sind die 80er Jahre. Damals gab es Talking Boxes, die man beispielsweise mit Keyboards verbinden konnte um Musik zu produzieren. „Das erwärmt mein Herz“ sagt Trettmann und begründet damit, wieso er das Stilmittel Autotune bevorzugt.

Wie viel Autotune auf dem neuen Album Trettmann zu finden ist und ob es genauso gut bei den Fans ankommt wie DIY, werden wir in den nächsten Wochen sehen bzw. hören. SLEAZE wünscht ihm jedenfalls viel Erfolg und wir freuen uns auf den 13. September, an dem das Album erscheint. Stay (auto)tuned!

 

 

 

 

 

 

 

 

Gül

KEINE KOMMENTARE

Kommentar verfassen