SLEAZE Platten

SLEAZE [+] Platten

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Heute gibt es wieder eine Runde SLEAZE [+] PLATTEN und diesmal mit dabei Bottled in England, Amplifier, Frida Hyvöen und Jim Kroft.

 

Drum’n’BassBottled In England Architect EP

Bottled in England
Architect EP

Label: Heavy Steps Media

VÖ: 15.03.2013

Klingt wie: Chase & Status

4/5 Sterne

 

 

 

In Dänemark gibt es eben doch nicht nur Hotdogs und teuren Schnaps. Trotz seines möglicherweise etwas irreführenden Namens nämlich kommt das Duo Bottled in England, bestehend aus Schlagzeuger August Dyrborg und Bassist/Elektrosoundsbeauftragtem Daniel Vognstrup, aus dem schönen Kopenhagen und beglückt uns nun mit seiner ersten EP-Veröffentlichung außerhalb seines beschaulichen Heimatlandes.
Die Architect EP kommt mit vier Titeln mit unterschiedlichster vokaler Unterstützung daher. Vom zart treibenden Stimmchen der angeblichen „Elektro Pop-Prinzessin“ Lydmor in „The Fire“ bis hin zum fast düsteren Plan B-esken Sprechgesang zu „En anden ting“. Und mal ganz ehrlich, schon mal dänischen Rap gehört? Geil und witzig zugleich. Ein Muss.
Und was ist das Coole an elektronischer Musik und ihren Machern? Richtig, sie remixen sich ständig und immer gegenseitig. Aus diesem Grund geben uns Bottled in England gleich nochmal vier Remixes ihrer Songs mit auf den Weg und wem der Chase & Status Sound der zwei noch zu seicht war, kommt spätestens hier mit einer kleinen Prise Prodigy-auf-die-Fresse im Mic Ryan Remix zu „Say it again“ auf seine Kosten. Rundum eine ziemlich nette tanz- und chillbare EP. Man darf sich auf mehr freuen.

 

Kirsten

 

 

Progressive RockAmplifier - Echo Street

Amplifier
Echo Street

Label: KScope/Edel

VÖ: 15.03.2013

Klingt wie: Pure Reason Revolution, The Pineapple Thief

3/5 Sterne

 

 

 

Amplifier legen nach ihrem letzten Erfolg ein neues Album nach. Es fällt recht schnell auf, dass sie es ein wenig ruhiger angehen lassen. Nicht, dass die früheren Songs alle ausschließlich laut und brachial waren, aber insgesamt wirkt „Echo Street‟ sanfter und ausgewogener. Die Songs sind alle länger als fünf Minuten und einer überschreitet sogar die Zehn-Minuten-Marke, wobei sie dennoch nicht ganz so sperrig daher kommen. Es finden sich haufenweise Pink Floyd anleihen und das Atmosphärische wird hier großgeschrieben. „Where The River Goes‟ beispielsweise ist ein gesetztes und dennoch opulentes Art-Rock-Stück, das gegen Ende doch nochmal kräftig anzieht und kurz darauf wieder von Akustikgitarren abgelöst wird. Sie wirken musikalisch sehr aufgeräumt und das, obwohl ein Großteil der Songideen noch aus den frühen 90ern und damit ihrer Anfangszeit stammt. Die Rhytmik ist und bleibt meistens verschachtelt, aber die harten Rockmomente werden von fragilen Songkonstrukten durchsetzt und sind öfter auch einfach nur akustisch. Ihre Musik wird ja nicht zu Unrecht als Progressive beschrieben und was ist progressiver, als über den Tellerrand zu blicken und sich auf neuen Gebieten umzuschauen?

 

Fred

 

 

Singer-Songwriterfrida hyvonen cover

Frida Hyvönen
To The Soul

Label: Snowhite

VÖ: 15.3.2013

Klingt wie: wenn man ABBA, Celine Dion, Evita und Björk in einen Raum gesperrt hätte!

0,5/5 Sterne

 

 

 

Also ehrlich Leute, mir verschlägt es ja wirklich nicht oft die Sprache, aber bei dieser Platte, weiß selbst ich nicht so recht, was ich dazu sagen soll. Sollte diese Platte wirklich in unserer Redaktion landen? Ich will ja hier niemandem zu nahe treten, aber wozu produziert man Musik, die klingt wie ein Mix aus ABBA, einer schrägen Version von Björk und Celine Dion, gepaart mit einer deftigen Portion „Don’t cry for me Argentina“? Die schwedische Singer-Songwriterin Frida Hyvönen hat zweifelsohne eine unverkennbare Charakterstimme, die einem gut gefallen oder unglaublich auf die Nerven gehen kann. Sie hat mit Sicherheit auch die Ausstrahlung und das nötige Talent. Das bewies sie bereits 2005 mit ihrem (zumindest in Schweden) gefeierten Debütalbum Until Death Comes. Mit ihrem neuesten Werk To The Soul zeigt sie aber leider nur, dass sie entweder zu viele Songcontest-Vorausscheidungen gesehen hat oder einfach in einer nostalgischen Phase ihres künstlerischen Schaffens steckt. Die zwölf Tracks sind voll mit Pathos, kitschigem Orchestergedudel und pseudo-romantisch-nostalgischen Texten, die in meinen Ohren einfach nicht zeitgemäß, sondern durch und durch verstaubt klingen. Musik, die meine Oma gerne hört. Ich belasse es dabei und hoffe, dass wir einfach nicht die richtige Zielgruppe sind.

 

Mariella

 

 

Synthpopjim kroft cover

Jim Kroft
Lunatic Lullabies

Label: Virgin/ EMI

VÖ: 15.03.2013

Klingt wie: Muse zwischen Songwriterfolk und Britpop

5/5 Sterne

 

 

 

Jim Kroft ist, zumindest in der Hauptstadt, kein unbekannter mehr. Vor Jahren siedelte er aus dem beschaulichen Schottland an die Spree und überzeugt seit dem durch packende Live-Auftritte und derzeit zwei Langspielplatten. Vor allem seine letzte Platte The Hermit & The Hedonist überzeugte Fans und Kritiker gleichermaßen. Umso größer waren die Erwartungen an Krofts drittes Album. Lunatic Lullabies wird diesen jedoch gerecht, übertrifft sie und wartet als grandiose Synthpop-Platte mit eingängigem Ohrwurmpotenzial und aufgeweichten Genregrenzen auf. Zwischen zaghafter Zerbrechlichkeit („Trough my Weakness“) und trotziger Rockattitüde („Tell me (where to begin)“) schmettert Jim Kroft facettenreich zwölf Songs in die Gehörgänge, die alle zum Mitsingen einladen. Vom ersten bis zum letzten Track ein absolut hörenswertes Album – ein Glück geht der Mann gerade auf Deutschlandtour. Anhören!

 

Julian

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