Sleaze Platten

Sleaze [+] Platten

TEILEN

Heute gibt es wieder eine Runde SLEAZE [+] PLATTEN und diesmal mit dabei Allen Stone, Macklemore & Ryan Lewis, Rhye und Tubbe.

 

Allen Stone Allen Stone Sleaze + Platten

Soul
Allen Stone
Allen Stone
Label: Decca/ Universal

VO: 22.02.2013

Klingt wie: Charles Bradley in weiß, jung und knackig

Allen Stone betrachtet sich selbst als „Hippie mit Soul“ und will gar nicht so recht in einer Reihe mit Größen wie Bill Withers, Stevie Wonder oder Marvin Gaye genannt werden. Den Vergleich braucht er dennoch nicht zu scheuen. Sein selbst betiteltes Album ist voller Energie und Spaß, alles soulig-poppig verpackt und kraftvoll wie eine Armee von Gospelsängerinnen. Kein Wunder, ist der 25-jährige doch Sohn eines Predigers und wuchs vor allem mit Kirchenmusik auf. Die Einflüsse mögen vielleicht abschrecken, wer in Allen Stone reinhört, wird jedoch alle Vorurteile entkräftet finden. Der Junge aus dem Örtchen Chewelah/ Washington zelebriert in seinen elf Songs einen durch und durch tanzbaren, gutgelaunten und treibenden Soul und wirkt dabei herrlich frisch in einem in die Jahre gekommenen Genre. In den Staaten ist er unlängst in den einschlägigen Charts in Top-Positionen eingestiegen und hat sich unter anderem bei der renommierten New York Times einen Namen gemacht. Nun endlich ist sein Album auch bei uns zu haben – und haben sollte man es.

4 Sternen

Julian
Macklemore & Ryan Lewis The Heist

Hip Hop, Rap
Macklemore & Ryan Lewis
The Heist
Label: Warner Music

VÖ: 01.03.

Klingt wie: Macklemore (Solo), Blue Scholars, SOL

Ben Haggerty aka Macklemore ist schon seit längerem kein unbeschriebenes Blatt mehr, vor allem nicht in der Underground-Szene und in Seattle schon gar nicht. Hierzulande kannte ihn trotzdem so gut wie niemand. Dann kam „Thrift Shop‟. Ein Song, wie in Stein gemeißelt. Ein Sommerhit für die Ewigkeit. Er vereint all das, wonach die Popwelt schon seit Anbeginn der Zeit ihre Finger leckt. Und alle Jubeljahre kommt eben so einer aus dem Nichts, beißt sich im Mainstream fest und bleibt. Aber auf The Heist ist nicht nur ein one-hit-wonder zu finden, sondern eine Vielzahl guter Songs, was die Kollaboration des Rappers mit dem Produzenten Ryan Lewis so besonders macht. Die beiden schaffen es problemlos ein wunderbares Gesamtpaket abzuliefern und sich genau mittig auf dem schmalen Grad zwischen radiotauglichen Hits, die die Masse begeistern und gut durchdachtem, nachdenklichem Untergrundrap mit ernsthafter Message zu positionieren. Sie erwecken dabei den Eindruck als hätten sie es sich in dieser Nische der Popkultur schon so sehr gemütlich gemacht, dass sie dort auch noch etwas länger bleiben wollen. Mit diesem Album sieht es auch ganz so aus, als würde man von den Beiden in Zukunft noch Einiges zu hören bekommen. Mehr ins Detail gehen muss man eigentlich nicht. Ein empfehlenswertes Werk.

5 Sterne

Fred

 

Rhye Woman

Pop
Rhye
Woman
Label: Universal Music

VÖ: 01.03.2013

Klingt wie: George Michael meets Dido in 2013

Glaubt man der Hipster-Blogospäre, ist Rhye „se nekst big ssing“ und schon die 2012er EP Open wurde schwer in den Himmel gelobt. Nun wirft das Duo aus Los Angeles mit Unterstützung keines geringeren als Universal Music sein erstes Album auf den harten Musikmarkt.
Woman ist 80er-Synthie-Schmuse-Pop vom allerfeinsten. Für den einen sind die seichten Beats mit jazzigen Einschlägen und dem sanften weibl…ähm…semi-männlichen Gesang die perfekte Sonntagmorgenkombi, für den anderen langweiliger aggressionsinduzierender Jammerpop.
Wer sich für die erste Interpretation entscheidet, wird an der Debüt-Single „Open“ und dem dazugehörigen Video viel Freude haben. Auch Tracks wie „The Fall“ und das namengebende „Woman“ werden das Sonntagskuscheln nett untermalen. Doch wie das manchmal so ist, scheint es mit der konstanten Qualität eines Albums etwas zu hapern. Spätestens ab Titel sechs mit dem tragisch-schweren Namen „One of those Summer Days“ ist es mit Saxophongetröte und George-Michael-Soundalikes dann leider doch etwas zu viel Kitsch.Da ist hörbares Potenzial und vielleicht überzeugt Album zwei ja dann gänzlich. Dranbleiben!

3 Sterne

Kirsten

 

Tubbe Eiscafe Ravetto Sleaze + Platten

Electro-Pop
Tubbe
Eiscafe Ravetto
Label: Audiolith

VÖ: 01.3.2013

Klingt wie: Blitzkids mvt., Ben Ivory

Geht es nach dem Promotext zum Debütalbum der Münchner Band Tubbe, kommt hier die Musik, die die vom gescheiterten Weltuntergang verschonte Erde zu einem anderen (besseren?) Ort machen soll. Da ist z.B.: die Rede von der Rückkehr des Rave, von Ohrwurmqualität oder der tanzenden Völkervereinigung von Lesben, Brigitte-Leserinnen und Indie-Kids. Steffi und Klausen präsentieren auf ihrer Platte „Eiscafe Ravetto“ ein Sammelsurium an simplen und damit aber auch sehr eingängigen deutschen und englischen Rave- / und Electro-Pop Tracks für jedermann. So sehr der Titel des Albums an verblümt-sommerliche Schleckeisorgien erinnert, umso mehr kommt man um einen Vergleich mit Bands wie Blitzkids mvt. oder Ben Ivory nicht herum. „Das hab ich doch schon mal gehört?“ mag sich so mancher bei diesem Album denken. Was wir hier zu hören bekommen ist nichts Neues, keine große musikalische Offenbarung. Es ist aber durchaus hörbare, gut produzierte und verspielte und fröhliche Sommermukke, die sich meiner Ansicht nach vor allem durch die gelungenen deutschen Texte von den anderen Electro-Pop Bands unterscheidet und hervorhebt. Ob sie damit die Welt verändern werden, bleibt abzuwarten. Die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt…

 

2,5 Sterne

Mariella

 

KEINE KOMMENTARE

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT