SLEAZE PLATTEN

SLEAZE [+] PLATTEN

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Heute gibt es wieder eine Runde SLEAZE [+] PLATTEN. Diesmal mit dabei Buckcherry, Blitzkids mvt., 1984 und Eels.

 

Hard Rock/Alternative RockBuckcherry - Confessions

 

Buckcherry

Confessions

Label: Eleven Seven Music/EMI

VÖ: 18.02.2013

Klingt wie: Bon Jovi, Black Stone Cherry (bedingt), Velvet Revolver

3/5 Sternen

 

 

 

Ein Albumcover, das aus einem einzigen Klischee besteht, Songs, die Namen tragen wie „Nothing Left But Tears‟ und dann auch noch die Erscheinung der Band, die…naja, das würde jetzt zu weit führen. Lange Rede kurzer Sinn, man traut sich fast nicht das neuste Album von Buckcherry einzulegen. Tut man es doch, so wird man überrascht. Ich habe nach der Hälfte des ersten Songs die CD aus dem Laufwerk geholt und nachgeguckt, ob es auch die Richtige ist – sie war es. Ihr sechstes Studioalbum beginnt mit wunderbarem Rock’n’Roll und bewegt sich im weiteren Verlauf auch überwiegend um diese Gefilde herum. Sie bieten eine ausgewogene Auswahl, die von treibendem Hardrock, über Alternative bis zu balladesken Stücken alles bietet und Erinnerungen an Bon Jovi und sogar an Guns’n’Roses wecken. Dabei halten sich die Anleihen soweit in Grenzen, dass sich eine eigene Handschrift als roter Faden durch die Songs zieht. Auch ohne verzerrte Gitarren geben sie eine gute Figur ab, weshalb man sie auch bedenkenlos in einem Satz mit oben erwähnten Bands nennen darf. Ob man sie allerdings auch auf eine Ebene mit ihnen stellen kann bleibt fraglich, denn dazu fehlen die Ohrwurmmelodien, die Gitarrensoli, die einem die Schuhe ausziehen und irgendwie auch die richtige Aufmachung.

 

Fred

 

 

Electro PopBLITZKIDS mvt - Silhouettes

 

Blitzkids mvt.

Silhouettes

Label: BITCLAP! (Warner Music)

VÖ: 15.2.2013

Klingt wie: Laing, Ben Ivory

3/5 Sternen

 

 

 

Hier kommt neues aus der Hauptstadt. Das berliner Künstlerduo namens Blitzkids Mvt. (mvt. steht für „movement“) bestehend aus Nomi und Petone, lässt nach dem geplatzten Traum vom Auftritt beim Eurovision Songcontest 2012 nicht locker. Ganz im Gegenteil. Gekonnt nutzten sie den Öffentlichkeitsschub und veröffentlichen nun ihr erstes Album. „Silhouttes“ ist vollgepackt mit energiegeladenen Electro-Pop Songs, die durch einfach strukturierte und klare Melodien nicht eindringlicher sein könnten. Blitzkids mvt. bieten ein kompaktes Gesamtpaket aus Ohrwurmmusik,  durchchoreografierter Bühnenshow und perfektem Styling. Angelehnt an die englische Blitzkids-Bewegung der 80er Jahre, die sich vor allem durch schräge Outfits, krasse Frisuren und einen ungebrochenen Freigeist auszeichnete, ist es den Musikern gelungen, ein in sich geschlossenes, dynamisches Erstlingswerk abzuliefern. Die Musik mag vielleicht nicht unbedingt die innovativste oder überraschendste sein und ist auch sicher nicht jedermanns Sache. Trotzdem überzeugt der mitreißende Flow der zwölf Tracks. Der Mix aus elektronischem Minimalismus und Nomis androgyner Power-Stimme ist simpel aber (oder gerade deshalb) er funktioniert, egal ob im Club oder zu Hause.

 

Mariella

 

 

Alternative/Pop/Post-Punk1984 - influenza

 

1984

Influenza

Label: Deaf Rock

VÖ: 15.02.2013

Klingt wie: Garagenrock trifft Pop, Blood Red Shoes (Surprise Surprise)

3/5 Sternen

 

 

 

Influenza ist das Zweitlingswerk der drei Jungs von 1984. Produziert wurde das Album von keinen geringeren als Steven Ansell und Laura-Mary Carter von den Blood Red Shoes – die es sich nicht nehmen ließ ein bisschen mitzuträllern. Es ist also wenig überraschend, dass auch hier die für die 2000er so typischen Gute-Laune-die-Welt-gehört-uns-Roadtrip-Gitarren und -Becken mitschwingen. Leider ist das weder besonders neu noch besonders einzigartig.
Nicht falsch verstehen, bitte! Influenza ist ein sehr gut gemachtes, äußerst solides Rockalbum und vor allem Tracks wie „You Robbers“ und „Mystery Fades“ wecken den Wunsch nach Sommer und Wind im Haar, während „Give it a Name“ nach Grunge-Hemden und Kiffen schreit.
Kurz und gut: Zu Influenza lässt es sich hervorragend beim Aufräumen abhotten. Was dem Ganzen jedoch fehlt ist der – wie man zu Neudeutsch so schön sagt – Unique Selling Point. Was habt ihr, was nicht schon da ist? Allgemein ganz überzeugend, aber nicht weltbewegend. Schade.

 

Kirsten

 

 

Rockeels-Wonderful-Glorious

 

Eels

Wonderful, Glorious

Label: E Works / Cooperative Music

VÖ: 01.02.2013

Klingt wie: Eels wie eh und je

4/5 Sternen

 

 

 

Mark Oliver Everett bleibt sich auch nach Jahren noch treu und verpackt auf Wonderful, Glorious in guter alter Eels-Manier das, was die Chicago Sun-Times als “one of the most consistent bodies of work in modern rock” bezeichnet. Wer den Eels-Sound ohnehin schon mochte, wird ihn weiterhin lieben. Wer sich bisher nicht ganz an die Platten der Eels herangetraut hat, sollte sich spätestens jetzt einen Ruck geben. Locker und unaufdringlich kommt Everett alias „E“ daher und beweist wieder einmal nachhaltig, dass er zu einem der bemerkenswertesten und überzeugendsten amerikanischen Songwritern gehört. Gleich der Opener „Bombs Away“ ist fantastisch, das groovige „Peach Blossom“ beeindruckt und der letzte Song „Wonderful, Glorious“ fasst den Eindruck vom kompletten Album punktgenau zusammen: wonderful, glorious!

 

Julian

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