SLEAZE Platten

SLEAZE [+] Platten

TEILEN

Diese Woche gibt’s mal wieder ‘ne Runde Sleaze [+] Platten. Dieses Mal mit am Start: John Talabot, Captain Capa, dem Robert Glasper Experiment und Lorde.


Electronic, Deep HouseSleaze [+] Platten

John Talabot
DJ-Kicks

Label: !K7
VÖ: 28.10.2013

Klingt wie: Oriol Riveral

Ein Mann, ein Musikstil, zwei Namen: Oriol Riverals Markenzeichen sind Anonymität und elektronische Beats.
Was? Dieser Name sagt euch nichts? Dann aber bestimmt sein Pseudonym John Talabot. Hinter diesem Namen versteckt sich nämlich der gute Oriol, seines Zeichens spanischer DJ und Produzent.
Nach einem ereignisreichen Jahr 2012, in dem John Talabot mit seinem Erstlingswerk Fin eines der besten und erfolgreichsten Electro-Album des Jahres veröffentlichte und mit The XX tourte, wirft er nun eine DJ-Kicks Compilation auf den Markt.
Der DJ-Kicks-Mix führt euch zurück zu den Anfängen des Spaniers, dessen Wurzeln in Barcelona liegen. Es sind Spuren seiner ersten Schritte als DJ zu finden.
Die Compilation besteht mit 27 Werken aus einer Vielzahl von Tracks, die alle ein gemeinsames Ziel verfolgen: sie zeigen die musikalische Welt und die Sounds des Spaniers auf. „Ich dachte, dass es gut wäre, wenn die Menschen entdecken können, was meine Einflüsse sind, wo ich herkomme…“
Den Hörer erwartet eine vielseitige Mischung aus Dance-Tracks, ruhigen Stücken und Club-Tracks, die eigentlich aber keine sind. „Viele der Tracks habe ich noch nie in einem Club gespielt, weil sie dort nicht funktionieren würden. Es ist definitiv kein Clubmix.“
Und dann sind da noch die zwei exklusiv für dieses Album entwickelten Tracks “Without You“ und „Sideral“.
Alles im Allem bietet euch das neue Werk John Talabots Abwechslung mit einem weiten musikalischen Spektrum.

3 Sterne

Stefan



Electro-Pop, Indie-DanceSLEAZE [+] Platten

Captain Capa
Foxes

Label: Audiolith
VÖ: 25.10.2013

Klingt wie: MGMT, Fuck Art, Let’s Dance, Egotronic, Supershirt

„What does the fox say?‟ – Weiß ich auch nicht. Dafür aber, was der Captain sagt.
Das aktuelle Album „Foxes‟ spricht nämlich von Dance-Rhytmen, Synthesizer-Orgien, verträumten Melodien, hintergründigen Gitarrenklägen und ganz viel Pathos.
Die beiden Thüringer basteln aus allerhand 80s-Chick, Sequenzern, Synthesizern und sogar (fragwürdigem) Autotune-Gesang, ein Album, dass den passenden Soundtrack für jede erdenkliche Teenie- und Highschoolkomödie, seit Erfindung des Genres liefern könnte.
Aber auch für das echte Leben eignet sich „Foxes‟ als Hintergrundmusik. Die Stimmung schwankt zwischen beschwingt, verspielt und melancholisch, womit jeder Moment unseres jungen, ausgeflippten Großstadtlebens untermalt werden kann.
Traute Zweisamkeit im Gegenlicht, Glitzer und Konfetti, Zuneingungsbekundungen zwischen Scherben und Müllcontainern, wach bleiben, bis die Sonne die Stadt wachküsst…
Assoziationen, die beim Hören dieses Albums unweigerlich geweckt werden und trotz allem Kitsch ein klein wenig Sehnsucht wachkitzeln.
Was da aus dem Hause Audiolith kommt, hat viel Potential und kann auch auf internationalem Niveau mit Leichtigkeit mithalten.

4 Sterne

Fred


Ein Interview haben wir mit den Beiden übrigens auch letztens gemacht.



Blues, Soul, Hip Hop, Rhythm ‚n‘ Blues, Jazz, R‘n‘BSleaze [+] Platten

Robert Glasper Experiment
Black Radio 2

Label: Blue Note
VÖ: 25.10.13

Klingt wie: Smoother Jazz-Soul mit hip hoppigem R‘n’B Anteil

Der etablierte Keyboarder Robert Glasper ist zurück mit seinem Experiment, das seine Band darstellt, und der Runde zwei von Black Radio. Natürlich hat er auch dieses Mal jede Menge Features mitgebracht, darunter Größen wie Snoop Dogg, Norah Jones, Lupe Fiasco, Faith Evans und Brandy. Bei solchen Gastauftritten und dem Titel ist schnell klar, dass der Name hier Programm ist.
Es handelt sich um eine Ansammlung an Black Music Stücken mit Einflüssen verschiedener gegenwärtiger Künstler. Die allgemeine Stimmung des Albums ist sehr entspannt, aber immer ein wenig anders durch die verschieden Gäste. Common und Snoop Dogg sorgen selbstverständlich für sehr gute Raps, Emili Sandé singt zarten Soul und Norah Jones klingt noch etwas jazziger.
Die musikalische Untermalung enthält immer, wie könnte es anders sein, ein Klavier/Keyboard, ein Schlagzeug und klingt mal wie Drum’n’Bass mal wie Soul. Generell fällt es aber schwer zu sagen, wo der Blues anfängt und Soul aufhört oder was da jetzt noch R’n’B und was Hip Hop ist.
Auf den Tracks fließt alles irgendwie zusammen und ergibt ein äußerst anhörbares Ergebnis.
Musik zu entspannen und genießen – wer Black Music mag wird dieses Album lieben.

3 1/2 Sterne

Lucas



Art Pop, Indie PopSLEAZE [+] Platten

Lorde
Pure Heroine

Label: Universal
VÖ: 25.10.2013

Klingt wie: wunderschöne jugendliche Melancholie

So ihr Lieben, kennt ihr das, wenn ihr einen Künstler entdeckt in den ihr euch sofort verliebt und dann Monate später feststellen müsst, dass das Lied, das keiner kannte, auf einmal in der Werbung von einem Mobilfunkanbieter läuft? Das ist eine Tragödie, die uns mit “Royals” von Lorde passiert ist. Trotz alledem, können wir euch die junge Dame auf keinen Fall vorenthalten. Lyrics wie “Don’t you think that it’s boring how people talk?” oder “We’re never done with killing time. Can I kill it with you?” sind erfrischend ehrlich und direkt, dabei aber zuckersüß wie Gummibärchen.
Der ganze Langspieler lässt sich durchaus als Hintergrundmusik bei einer Tumblr-Session hören, besitzt aber auch den nötigen Wiedererkennungswert, um als netter Wegbegleiter für eine nächtliche Fahrradtour vom Club in die gelobte Heimat zu dienen. Wenn man dann auch noch bedenkt, dass Lorde (man spricht sie übrigens so aus, wie den Erzfeind von Mister Potter) erst 16 Jahre alt ist, muss man auf jeden Fall sagen, dass es sich um ein bemerkenswertes Debütalbum handelt.
Eingängige Melodien, interessante Lyrics, mit denen man sich identifizieren kann, und ein großes Ohrwurmpotential zeichnen die zehn Tracks aus. Hört es euch an, verliert euch in ihrer wunderschönen Stimme und lasst das Leben auf euch regnen. In diesem Sinne, raten wir euch den nächsten Plattenladen aufzusuchen und euch vollkommen legal “Pure Heroine” zuzulegen.

5 Sterne

Larissa

KEINE KOMMENTARE

Kommentar verfassen