SLEAZE Platten

SLEAZE [+] Platten

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Heute gibt es wieder eine Runde SLEAZE [+] PLATTEN. Dieses mal mit Black Sabbath, Beady Eye, Boysetsfire und Andrew Stockdale.

Doom, Classic Rocblack sabbath
Black Sabbath
13

Label: Universal Music
VÖ: 07.06.2013

Klingt wie: Früher

Wer hätte das gedacht? Da kommen Black Sabbath doch tatsächlich nach 35 Jahren mit einem neuen Studioalbum um die Ecke. Sie selbst haben wahrscheinlich mit am wenigsten damit gerechnet. Im Gegensatz zu den meisten anderen Bands, die sich an ein Comeback gewagt haben, knüpfen sie nahtlos an ihre wegweisenden Alben an, ohne Altersschwäche oder gar Uninspiriertheit durchblicken zu lassen. Ganz im Gegenteil!
Die betagten Herren in schwarz klingen frisch und noch genauso hungrig wie zu ihren besten Zeiten. Mit 13 beweisen sie, dass ihre Tage als Band noch lange nicht gezählt sind.
Fast in Originalbesetzung – der verstorbene Bill Ward wurde an den Drums vom Jungspund und Rage Against the Machine Schlagzeuger Brad Wilk ersetzt – spielen sie genau die Musik, mit der sie Ende der 60er den Rock bereichert und irgendwie auch revolutioniert haben. Es klingt vertraut, klassisch und kann problemlos mit jungen Bands des Genres mithalten…viele davon spielen sie sogar an die Wand.
Was soll man sagen über Black Sabbath? Einfach geil! Schon immer gewesen und ich bin froh, das sagen zu können: immer noch! Es beruhigt, dass es wenigstens noch ein kleines bisschen Beständigkeit im Musikbusiness gibt und dass ich mir dahingehend jegliches Geschwätz sparen kann und einfach nur eine Empfehlung aussprechen muss: Anhören!

5 Sterne

Fred

 

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Beady Eye

BE

Label: Sony Music

VÖ: 07.06.2013

Klingt wie: Oasis ohne Noel Gallagher

Als großer Oasis Fan, wusste ich noch nie so recht, was ich von Liams Beady Eye und Noels High Flying Birds halten sollte. Beide Projekte entstanden aus der Not heraus, sich nicht mehr leiden und deshalb nicht mehr miteinander Musik machen zu können. Beide Projekte waren mehr als „erste Hilfe“ für die zutiefst traurigen Oasis Fans gedacht, als als neues Musikprojekt. Und obwohl die Gebrüder Gallagher um nichts mehr bemüht zu sein scheinen, als gerade nicht wie Oasis zu klingen, tun sie es am Ende irgendwie doch immer. Zumindest galt das für das erste Beady Eye Album mit dem bezeichnenden Titel Different Gear, Still Speeding, das wohl eher „Different Bandname, Still Oasis“ hätte heißen sollen. Naja…Die neue Platte der übriggebliebenen Oasis-Truppe BE klingt…wie soll ich sagen: Immer noch nach Streicheleinheiten für die Liam-Fanfraktion, auch wenn es diesmal eindeutig mehr danach aussieht, als hätte Liam versucht seinen eigenen Sound zu finden. Dennoch tut er vier Jahre nach der Trennung von seinem Mastermind-Bruder eben immer noch (nur) das, was er kann oder aus Mangel an Alternativen zu können glaubt. Das ist netter, unaufgeregter Britpop, der aber immer noch klingt, wie Oasis, nur eben ohne Noel. Hymnen wie „Wonderwall“ oder „Don’t Look Back In Anger“ wird man auf dieser Scheibe vergeblich suchen. Ein reines Nostalgie-Ding eben.

2 Sterne

Mariella

 

Post-HardcoreCover Boysetsfire

Boysetsfire

While A Nation Sleeps

Label: End Hits Records

VÖ: 07.06.2013

Klingt wie: The Blackout Argument, Ignite

Nach sieben langen Jahren kommen Boysetsfire mit einem neuen Album um die Ecke. Vielleicht ist es Zufall, vielleicht steckt aber auch reines Kalkül hinter dem Erscheinungsjahr, da es zugleich das siebte Album der Band ist. Die neue Platte hört auf den Titel While A Nation Sleeps.Die sechs Jungs aus Newark / Delaware sind mittlerweile sowas wie Post-Hardcore Legenden und Kennern längst mehr als ein Begriff. Seit dem kommerziellen Durchbruch im Jahre 2003 machten Boysetsfire mehrere ausgedehnte Europa- und Festivaltourneen. While A Nation Sleeps klingt hart und roh. Wer auf sanfte Töne steht, ist hier mehr als falsch. Dennoch ist diese Scheibe keineswegs eintönig und kann mit einigen Kontrasten aufwarten. Hardcore-Nummern wechseln sich mit rockigen, eingängigen Songs und fast schon herzerwärmenden, melodischen Titeln ab. Boysetsfire warten mit energiegeladener Spielfreude auf und geben eine Mischung aus Wut, Verzweiflung und Euphorie ohne Umschweife an den Hörer weiter. Der Gesang ist rein, die Gitarren sind großartig. Mit While A Nation Sleeps legen Boysetsfire ein loderndes Feuer.

3 ½ Sterne

Stefan

 

RockCover Andrew Stockdale

Andrew Stockdale

Keep Moving

Label: Universal Music

VÖ: 07.06.2013

Klingt wie: Wolfmother

Als ich die Soloplatte von Andrew Stockdale auf meinem Schreibtisch sah, freute ich mich, hatte zugegebener Maßen aber auch einige Zweifel. Keep Moving war nämlich ursprünglich als drittes Wolfmother-Album geplant. Da Herr Stockdale vor einigen Monaten jedoch ankündigte, nicht unter diesem Namen veröffentlichen zu wollen und nun sein Soloding macht, ist das Projekt Wolfmother wohl vorerst Geschichte. Trotz dieser Tatsache kann Keep Moving als Nachfolger des letzten Wolfmother Albums Cosmic Egg angesehen werden, da Andrew Stockdale das letzte verbliebene Gründungsmitglied und somit quasi Wolfmother in Person ist.

Auch musikalisch steckt in seinem Solodebüt viel Wolfmother. Angefangen bei der unverwechselbaren Stimme, über die großartigen Gitarrensoli, bis hin zu den tonnenschweren Riffs.

Entgegen der Annahme, ein Soloalbum sei mit großem Druck verbunden, belehrt uns der Australier eines Besseren. Die Platte kommt leichtfüßig und erfrischend daher. Stilistische Zwänge und Schwellen gibt es nicht. Der Langspieler vereint Stile der 60er und 70er Jahre mit modernen Einflüssen. Keep Moving ist ein Rock-Potpourri und versprüht die Hoffnung an ein Weiterleben von Wolfmother. Andrew Stockdale ist ein großartiges Solodebüt gelungen. Unbedingt anhören!

4 Sterne

Stefan

 

 

 

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