SLEAZE Platten

SLEAZE [+] Platten

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SLEAZE [+] Platten

Heute gibt es wieder eine Runde SLEAZE [+] PLATTEN. Dieses mal mit den Queens of the Stone Age, Safety Scissors, Jesus Chrüsler Supercar und Emily Wells.

 

Alternative Rock / Stoner RockSLEAZE [+] Platten
Queens Of The Stone Age
…Like Clockwork

Label: Matador Records
VÖ: 30.05.2013

Klingt wie: …Queens Of The Stone Age im Streichelzoo!

Sechs unendlich lange Jahre hat es gedauert. Nun melden sich die „Königinnen der Steinzeit“ endlich wieder mit neuem Album zurück. …Like Clockwork heißt das gute Stück und präsentiert sich (teilweise) in für die Rockband ungewohnt sanften Tönen.
Mastermind und einziges Dauermitglied der Band Josh Homme hat auch diesmal keine Kosten und Mühen gescheut, um dieser Platte den gewissen Touch von Abwechslung einzuhauchen. So fanden sich neben Dave Grohl, Joey Castillo, Nick Olivieri auch Musiker wie Sir Elton John, Trent Reznor und Alex Turner im Studio ein, um ihren Beitrag zu leisten.
Was dabei herauskam, ist eine energiegeladene Platte die sowohl die üblich harten Queens Of The Stone Age Tracks (z.B.: „My God ist the Sun“ oder „Kalopsia“), als auch überraschend sensible und ruhige Balladen (z.B.: „The Vampyre Of Time And Memory“ oder „…Like Clockwork“) stimmig in sich vereint. Mag sein, dass es so manchem hartgesottenen Stoner Rocker ein wenig zu viel der musikalischen Streicheleinheiten sind, die Homme da von sich gibt. Ich persönlich finde diese „Veränderung“ aber eigentlich sehr spannend und irgendwie auch menschlich.
Es muss ja nicht immer mit dem Hammer drauf gehauen werden. Josh Homme zeigt mit dieser Scheibe, dass auch er ein gefühlvoller und poetisch-melancholischer Rocker sein kann. Find ich gut, mehr davon!

5 Sterne

Mariella

ElectronicaSLEAZE [+] Platten
Safety Scissors
In A Manner Of Sleeping

Label:BPitch Control
VÖ: 31.05.2013

Klingt wie: Indiemäßiges Gelalle auf Electro Beats

Wir wandern auf einem Grad zwischen ziemlich chilligen Instrumentals und melancholischem Rumgedöns. Laut diversen Aussagen sei Safety Scissor schon sehr erfolgreich gewesen und habe etliche Festival Auftritte weltweit getätigt, da frage ich mich doch, wie konnte ich diesen Künstler bisher nicht wahrnehmen?
Eventuell liegt es an dem auswechselbarem Sound, vielleicht auch einfach nur an der einschläfernden Stimme von Matthew Patterson Curry, so Safety Scissors bürgerliche Name. Der Sound der Mukke an sich ist eine Mischung aus Electronic und Pop. Gut gewählte Sounds, semi gut zusammengestellt, besitzen hier und da einen Videospiel Charakter. Die Vocals erinnern an den Sänger von Jack Beauregard, nur dass sie eher langweilig als beruhigend und sympathisch wirken.

2 Sterne

Bambi.

Rock’n’Roll, Old School Metal, Punk’n’RollSLEAZE [+] Platten
Jesus Chrüsler Supercar
Among The Ruins And Desolate Lands

Label: vönHell Records/Sound Pollution
VÖ: 31.05.2013

Klingt wie: Backyard Babies, Entombed, The Hellacopters

Die meisten Bands, die solch einen Namen tragen kann man meistens direkt vergessen. Das liegt dann daran, dass die Bandmitglieder zwar nette Typen sind, die auch über eine gehörige Portion Humor verfügen, aber ihre gesamte Energie vorrangig darauf verwenden, sich grauenhafte Wortspiele auszudenken. Dabei leeren sie kästenweise Bier, wobei sie eigentlich proben sollten.
So ähnlich wird es vermutlich auch bei diesen drei Schweden gelaufen sein, wobei sie dennoch recht anhörbares Liedgut fabriziert haben. Sie spielen schnörkellosen Rock mit Eiern in der Hose, ganz im Stile ihrer Landsmänner von den Backyard Babies oder den Hellacopters, die sie nach eigenen Angaben stark beeinflusst haben. Sie kombinieren Elemente aus dem Punk, Thrash Metal und Rock’n’Roll zu einer aggressiven Mischung, die sich im Promotext zum Album „Supreme Swedish Death’n’Roll‟ nennt und womit Jesus Chrüsler Supercar recht gut beschrieben sind.
Von allem ein bisschen, von nichts zu viel. Kann man gut hören, wenn man mit 180 über die deutschen Highways brettert und grade nichts besseres zur Hand hat.

3 Sterne

Fred

FolkotronicaSLEAZE [+] Platten
Emily Wells
Mama

Label: Partisan Records/Rough Trade
VÖ: 31.05.2013

Klingt wie: Mischung zwischen Björk und Katzenjammer (ich meine das Tier), CALLmeKAT

Dem Cover nach schloss ich, es müsse Mädchenpop sein, der da mit Emily Wells’ Mama auf meinem Schreibtisch landete. Das stimmt so nicht. Die texanische – auf der Pressemitteilung heißt es der Coolness wegen lieber nur „brooklyn-based“ – Multiinstrumentalistin Emily Wells hat mit ihrem zweiten Album eine Platte geschaffen, die so facettenreich wie öde zugleich ist.
Denn als ich das gute Stück so durch den Player nudeln ließ, gab es zwar neben bluesigen und björkigen Einschlägen auch eine große Portion Trip-Hop heraus zu lauschen – an sich eine sehr lobenswerte Note – , aber erstaunlicherweise in eben immer gleichbleibend monotonem Gedudel. Könnte an meiner Müdigkeit gelegen haben, dass mich das Ganze zum Schlafen animieren wollte, vielleicht aber auch am Gesäusel der gelernten Violinistin.
Doch ein Glück riss mich dieses – entschuldigen Sie meine Unverblümtheit, Frau Wells – kurz vor dem Traumland-Gnadenstoß durch einen Ausflug in katzenartige Tonlagen immer wieder aus meinem Dämmerzustand.
Ich habe mal gehört, dass das Prädikat „solide‟ das Schlimmste ist, was einer Platte passieren kann. Nun ja. Songschreiberisch jedenfalls ist Mama durchaus sehr solide. Da gibt es nichts zu meckern. Aber es fehlt noch ein Sack voll Pfeffer. Das hilft auch nicht, dass die Nummer nochmal komplett in akustisch dabei ist. ’Tschuldigung! Vielleicht beim nächsten Mal!

1 Stern

Kirsten

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