Sleaze Platten

Sleaze [+] Platten

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Heute gibt es wieder eine Runde SLEAZE [+] PLATTEN und diesmal sind Käptn Peng & die Tentakel von Delphi, Dear Reader, Wrongkong und PTTRNS dabei.

 

 

Man könnte sagen Hip Hop…man kann es aber auch lassenSleaze [+] Platten
Käptn Peng & die Tentakel von Delphi
Expedition ins O
Label: Kreismusik/Soulfood
VÖ: 12.04.2013

Klingt wie: Shaban & Käptn Peng

 

An alle erschienen und unerschienenen Erscheinungen: Was kann man über diesen Bandnamen anderes sagen als ganz „großartig‟? Wenn man einen Blick auf die Tracklist des Albums wirft muss man zum Einen schmunzeln und könnte zum Anderen vermuten, dass es sich hier um eine Punkband oder gar einen kabarettistischen Liedermacher handelt, die ja auch gerne mal mit ironischen Titeln aufwarten. Käptn Peng und seine Tentakel hingegen betreiben aber irgendwie Hip Hop – und das auf relativ unkonventionelle Weise. „Echte‟ Instrumente sind in der Rapmusik eigentlich ja keine Seltenheit, aber hier wird deren Einsatz auf die Spitze getrieben. Es klappert, scheppert, klingelt, groovt, blubbert, hämmert, sägt und brummt. Die Band nimmt dazu Haushaltsartikel und sonstigen Ramsch zur Hand, der Gitarrist steckt schonmal ein Feuerzeug zwischen die Seiten – damit der Ton nicht so schön klingt – während der Käptn ironische, aber gleichermaßen tiefgründige Texte zum Besten gibt. Das macht von Anfang an unglaublich viel Spaß, weil man direkt merkt, dass die Musik aus Spaß an der Sache, ohne Zwang und die Ambition irgendwem, irgendwas beweisen zu müssen entstanden ist. Die Texte sind ein Abenteuer durch die deutsche Semantik und beschäftigen sich mit allen Dingen abseits des Normalen. Ganz unverkrampft werfen Käptn Peng & die Tentakel von Delphi alles zusammen, was ihnen über den Weg läuft und sind irgendwie Rap, Punk, Jazz und Noise gleichzeitig und dennoch nichts von alledem. Wie auch immer, es ist wunderbar.

5 Sterne

Fred

 

 

Indie PopSleaze [+] Platten
Dear Reader
Rivonia
Label: City Slang
VÖ: 5.04.2013

Klingt wie: Lay Low, papercranes

 

Cherilyn MacNeil wohnt und arbeitet bereits seit einiger Zeit in Berlin. Dabei stammt die junge Künstlerin eigentlich aus dem fernen Südafrika, was sie auf ihrem dritten Album „Rivonia“ auch deutlich hervorhebt. Wenn sie nicht gerade Filmmusik für Jan-Ole Gerster’s „Oh Boy“ komponiert, tourt sie als Dear Reader immer wieder durch die Republik. Das dritte Studioalbum widmet MacNeil ihrer Heimat. Das Hauptinstrument ist ihre Stimme, hier und da untermalt von Klavier, Geige, Schlagzeug (Earl Harvin) oder Backgroundsängerinnen. Gemixt wurde das ganze in Brooklyn von Eli Crews, der sich unter anderem durch die Zusammenarbeit mit Deerhoof, Why? und Tuneyards einen Namen machte. Der Sound ist lieblich naiv, simpel schön und in Verbindung mit den Texten oft ein wenig pathetisch. Das gibt es nichts zum anecken. Ein Album für verregnete Frühlingstage oder für alle jene, die sich in die Ferne träumen wollen.

2 ½ Sterne

Mariella

 

 

Elektro-PopSleaze [+] Platten
Wrongkong
Kill The Should And Make A Do
Label: ADP Records
VÖ: 04.04.2013

Klingt wie: MIA, La Roux, Blitzkids mvt.

 

Kill The Should And Make A Do ist die perfekte Platte für die nahende Temperaturexplosion. Was die Magermodels aus der Coco-Cola Werbung verkörpern sollen, können wir schon lange und nun haben wir auch noch den Soundtrack dazu. Jung, frei, immer in Bewegung und dann doch wieder ganz sanft.
Diese neue Frühlingskombo ist aber gar nicht so neu. Kill The Should And Make A Do ist bereits das dritte Album der Band Wrongkong. 2012 schon in einer US Autowerbung verbraten und das Wave Vienna Festival gerockt, wird es 2013 Zeit für die Nürnberger Band und ihre kanadische Sängerin Cyrena Dunbar ihren Platz in den Park-Grill-Playlisten der Städter und Möchtegernstädter zu erobern.
Dunbars groovy Stimme und die funky Instrumentalisierung machen Songs wie „See It Coming“zu potenziellen ersten Sommerhymnen. Aber auch zum ersten Lagerfeuergeschmuse passt Kill The Should And Make A Do, „Turn Your Heartbeat“ könnte jedenfalls ganz fügsam machen.
Wrongkongs Neuveröffentlichung ist mein Frühlingsmix. Das erste warme Wochenende kann kommen.

Kirsten

4 Sterne

 

 

ElectronicaSleaze [+] Platten
Pttrns
Body Pressure
Label: Altin Village & Mine
VÖ: 12.04.2013

Klingt wie: MGMT, Empire Of The Sun

 

Pttrns ist eine Mischung von The Darkness mit elektronischem Hintergrund. An sich könnte dieses Konzept funktionieren, aber es langweilt irgendwie. Die Melodien reißen den Hörer nicht mit und eingängiger Sound ist auch etwas anderes. Diese Platte ist definitiv kein Meilenstein in der Musikgeschichte. Zwischendurch sind immer mal wieder Lichtblicke in Sicht, eine Steigerung ist aber nicht zu erwarten. Insgesamt passiert einfach nicht genügend, da ist die überdurchschnittliche Länge eher suboptimal. Ich kann mir einfach nicht erklären, was genau man zu dieser Mukke sagen soll. Ein Song der aus hektischem Getrommel besteht und das von vorne bis hinten, gepaart mit ein bisschen Palaver, ist alles andere als die Erfüllung. Man kann zwar nicht behaupten, dass diese Menschen keine Ahnung von dem haben, was sie tun, aber die Ausführung und das Gesamtpaket lässt doch sehr zu wünschen übrig.

1 Stern

Bambi

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