Sleaze labelt: Heavenly Recordings

Sleaze labelt: Heavenly Recordings

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Nachdem ich so begeistert von The Voyeurs war, habe ich mir mal ihr Recordlabel vorgenommen. Schon 1990 wurde Heavenly Recordings in London gegründet. Und sieh an, es beherbergt noch weitere vielversprechende, junge Künstler. Diese bewegen sich hauptsächlich vom Singer/Songwriter-Pop/Folk bis zum Indie-Rock, alles sehr Gitarrenlastig. Da dieses Label wirklich so gut bestückt ist, kann ich nicht jeden einzelnen Künstler vorstellen, aber es lohnt sich auf jeden Fall (vorallem für Indie-Liebhaber), einen Blick auf die Website zu werfen.
Mein erster auserwählter Künstler nennt sich Out Cold und sticht zwischen den ganzen Gitarrenklängen ziemlich hervor, denn er fühlt sich im Elektrobereich zuhause. Synthesizer und experimentelle Beats lassen einen fast an Kraftwerk erinnern. Für mich persönlich nicht für den täglichen Gebrauch geeignet und wenn, dann doch eher die nicht ganz so verspielten Tracks wie zum Beispiel „In & Out“ oder auch „Sorrow“.

 

 

Toy
Toy

Meine absolute Lieblingsband des Labels (natürlich nach The Voyeurs) ist Toy. Seit 2010 machen sie gemeinsam Psychedelic Rock, der an einigen Stellen stark nach The Cure klingt und dann zu Joy Division wird. Interessant und grandios. In ihren Anfängen wurden sie sehr von The Horrors unterstützt und sie als „the most exciting band to come out last year“ beschrieben. Ihr letztes Album erschien letztes Jahr und trägt den Namen „Join the Dots“ und beinhaltet eine gleichnamige Single. Die Jungs sollte man auf jeden Fall im Auge behalten, ich kann mir gut vorstellen, dass man im Laufe der Zeit noch einiges von ihnen hören wird.
Nächster zu empfehlender Künstler ist Eaves, am 10.11. kommt seine EP „As Old As The Grave“ raus. Dieses wurde von Cam Blackwood produziert, der durch seine Zusammenarbeit mit z.B. London Grammar, Gerorge Ezra oder auch Florence and the Machine internationale Erfolge erreichen konnte. Eaves spielte außerdem im September auf dem Reeperbahn Festival, wo der ein oder andere vielleicht schon auf ihn aufmerksam geworden ist. Er ist einer, der lieber die ruhigeren Töne verbreitet. Bei seinem Song „Timber“ kann man seine Stimmer fast ausschließlich von dem Klavier begleitet genießen. Gänsehaut macht sich breit, sanft und emotional geladen.

 

 

H. Hawkline
H. Hawkline

Schrägere Töne zielt der Künstler H. Hawkline an, erinnert an einen etwas klareren Pete Doherty und stimmlich sehr an Noah and the Whale.  Am 17.11. wird sein Album „Salt Gall Box Ghouls“ veröffentlicht. Darauf braucht er nicht mehr als seine Gitarre und seine Stimme um zu überzeugen. Auf YouTube habe ich ein Video von ihm gefunden, dass genau das beweist. Leider sind von meinen vorgestellten Künstlern keine Konzerttermine in Deutschland geplant. Die einzige Band des Labels, die ihren Weg in nächster Zeit zu uns wagt, sind die Temples. Allerdings beehren diese am 24.11. auch „nur“ das Lido in Berlin und dann geht’s über Belgien und die Niederlande wieder Richtung UK.

 

 

Kathi

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