SLEAZE-Drogentest: Erste Sahne, blaue Lippen

SLEAZE-Drogentest: Erste Sahne, blaue Lippen

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Hier ein weiterer SLEAZE-Drogentest: SLEAZE nimmt seinen journalistischen Auftrag sehr ernst und möchte seine Leser rundum informieren. Diesmal geht es um Lachgas, auch bekannt als Sahnegas. Weil wir nicht nur theoretische Berichterstattung leisten wollen, sondern von dort informieren, wo es wehtut, musste wieder ein SLEAZEL das Zeugs testen.

Eigentlich sollte ja unsere kleine Eventschlampe Taher dran glauben, der hatte aber “zu tun”. Weichei! Dafür sprang unser altes, neues Bambi in die Bresche und stellte sich den teuflischen Luftballons. Doch bevor es dazu kommen sollte, sahen wir uns mit einer semi-schweren Odyssee konfrontiert.

Was braucht man denn überhaupt alles so zum Lachgaskonsum?

IMG_3630Lachgaskapseln:

Kein Ding. Die gibt’s in fast jedem gut sortierten Supermarkt. Real, Rewe oder in unserem Fall Edeka. Mit ’nem Fünfer ist man dabei und mit zehn Sahnekapseln á acht Gramm Distickstoffmonoxid (ja, so heißt das Zeug für Nerds) versorgt.

Wie zur Hölle kriegt man denn den Scheiß da jetzt raus?

Da gibt’s mehrere Möglichkeiten. Unsere erste Idee einen stinkig normalen Sahnespender zu erwerben, wurde relativ schnell von einer netten Realmitarbeiterin mit den Worten: „Das ist jetzt gerade nicht die Saison dafür.“ und dem Preis von mindestens 20 bis 30 Euro zunichte gemacht. Wir wollen doch keinen Obstkuchen, wir wollen Rausch und zwar billigen! Ein Glück haben wir ja das Internet und Freaks, die alles verkaufen. So gab’s ganz einfach, relativ preiswert, aber irgendwie nicht so schnell einen Kapsler. Klein, orange, zylindrisch und zum aufschrauben mit Stachel. Denn die nette Empfehlung mit dem Nagel und dem Gummihammer erschien auch uns nicht besonders intelligent. Das Zeug ist nämlich so schnell und kalt, dass es böse Verbrennungen geben kann. Ja, Verbrennungen. Nicht Fragen, hinnehmen. Aus diesem Grund auch sollte man die Nummer nicht direkt aus dem Kapsler atmen, sondern erst mal in einem Luftballon unterbringen.

Luftballons:

Ihr wisst schon. Die bunten Dinger aus der Ecke mit den Partyhüten. Haben wir netterweise vom Versender des Kapslers (was für ein Scheißwort eigentlich) dazubekommen, obwohl er sich strengstens vom Konsum des Gases als Droge distanziert. Naaaa klar!

Es konnte also losgehen. Moment mal. Was eigentlich? Ganz entgegen unserer Gewohnheit haben wir dann doch nochmal gegoogelt, was Lachgas eigentlich so macht.

Lachgas ist ein farbloses Gas aus der Gruppe der Stickoxide und soll sich angeblich nicht aufs Denken auswirken.

Wirkung

Lachgas ist ein farbloses Gas aus der Gruppe der Stickoxide und soll sich angeblich nicht aufs Denken auswirken. Von größten Glücksgefühlen ist hingegen die Rede. Ein Wärmegefühl, so heißt es, durchströmt den Körper, Taubheit der Extremitäten und Schwindel werden erwähnt und eine Wahrnehmung wie ein verschneites Fernsehbild wird prophezeit. Abhängig soll die Nummer nicht machen, kann aber wie alles auf dieser Welt in Verbindung mit Dummheit zum Tod führen. Zu viel birgt Erstickungsgefahr und außerdem brennt es gut. Zum Glück ist Bambi nicht dumm. Wir hatten also keinen Großbrannt zu erwarten und haben uns den Spaß mal angeschaut.

Kirsten

IMG_3635Aus der Sicht des Druffis:

Wir starten mit dem Test… Weil ich selbst noch nie Lachgas konsumiert habe, steht mir mein Redaktions-Homie Fred für Fragen und konstruktive Tipps zu Verfügung. Nachdem wir die erste Kapsel in dem Kapsler verstaut haben, drehe ich das Teil vorerst provisorisch zu, um anschließend noch einen Luftballon über die Öffnung zu stülpen. Anschließend gebe ich mir außerordentliche Mühe diesen Behälter zuzudrehen… und ich drehe und drehe. Irgendwann nimmt mir, der auf diesem Terrain sehr bewanderte Mann von Welt, Fred, den Kapsler aus der Hand und sorgt äußerst seriös dafür, dass sich das kalte Gas in dem Luftballon sammelt. Er drückt mir den mit Gas gefüllten Luftballon in die Hand und fordert mich auf das Lachgas zu inhalieren, wieder in den Luftballon zu pusten und es erneut zu inhalieren. Mir wird ein bisschen schummrig. Als hätte ich eine 1×2 m Luftmatratze aufgeblasen. Lächerliche Wirkung irgendwie, mal abgesehen davon, dass sie nach wenigen Sekunden verebbt. Das kann nicht alles gewesen sein.

Kapsel zwei. Mir kommt das alles jetzt auch nicht mehr so fremd vor, also kann ich kräftiger und mehr inhalieren. Das zeigt dann auch direkt Wirkung… Mal abgesehen davon, dass ich jetzt eine doppelt so große Matratze aufgeblasen haben müsste, ist mir ein bisschen schwindelig.

Kapsel drei leere ich mittlerweile wie ein absoluter Lachgas Profi-Junk, trotz der Information, dass ich blaue Lippen bekomme und umkippen könnte, wenn ich zu viel inhaliere. Das Gefühl, welches ich jetzt verspüre, gleicht einer Hyperventilation. Meine Hände und meine Lippen kribbeln, was wegfällt, sind die beängstigende Hundepfötchen Stellung, unbewegliche Gliedmaßen und die gelähmte Zunge, die einem das Gefühl gibt als würde man seine ersten Worte sprechen.

IMG_3636Fazit:

An sich verleiht das Lachgas einem ein ganz nettes Gefühl. Das Kribbeln und der verwirrende Schwindel sind zwar ganz nett, aber der Aufwand für diesen kurzen Flash ist es nicht Wert. Das lange Organisieren des Kapslers und das nervige Warten darauf, kann der zehn Sekunden Rausch einfach nicht wett machen.

Bambi

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