Die Schlammschlacht

Die Schlammschlacht

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Perfektes Ambiente für den hübschen SUV.

Nein, wir meinen mit der Überschrift nicht Donald Dumb Trump oder die Alternative für Demagogie. Diesmal geht es um richtigen Schlamm. Eigentlich sollte es eine Schneeschlacht werden, aber dank eines Navis, welches einen Orientierungssinn wie unser Obersleazel hat, war uns das leider nicht vergönnt. Aber wir hatten auch sonst genug Spaß mit dem neuen Monster-SUV XC90 von Volvo.

Als wir unser Spaßmobil zum ersten Mal sahen, waren wir eingeschüchtert. Der Wagen sah größer aus als mein Badezimmer. Ob da wohl auch eine – hoffentlich schimmelfreie – Dusche drin ist? Das war leider nicht der Fall, aber ansonsten hatte das Superbabe allen technischen Schnickschnack, den man halt so braucht, um ordentlich Gewicht auf die Waage zu bringen. Sogar zwei Motoren waren drin. Ja, genau. Ein Hybrid. Der Elektromotor wirkt zwar etwas fehl am Platz bei so einem Schwergewicht, aber immerhin helfen die Hybrids, die schleppende Elektro-Autokultur etwas voran zu bringen. Der XC90 brachte uns ansonsten sehr gut voran.

Dann parken wir auch standesgemäß.
Dann parken wir auch standesgemäß.

Zumindest, nachdem man aus dem Parkhaus draußen war. Wo ich mich jedesmal die Frage stelle, warum Parkhausbauer nicht verpflichtet werden, etwas großzügiger zu bauen. Was sollen diesen viel zu eng gebauten Parkhäuser eigentlich? Soll einem gezeigt werden, dass man ein schlechter Fahrer ist? Ist es eine Kostensache? Es geht ja nicht mal um die Parkplätze, die vielen SUV inzwischen zu klein sind. Sondern hauptsächlich um die Fahrbahn und Kurven. Aber ich schweife ab.

Einmal raus aus einem dieser fehlgebauten Dinger, beginnt der Spaß. Arschheizung funktioniert, man kann mit dem Wagen schön heizen und sicher fühlt man sich in einem Volvo eh. Bei der Präsentation wurden auch wieder von Weltneuheiten der Sicherheit gesprochen, aber das habe ich nicht ganz verstanden. Sei’s drum. Ein SUV ist für mich immer noch eine Art Mounainbike. Heißt: Das hält etwas aus, ich muss mir nicht gleich sorgen machen um verbogene Felgen. Dieses eine Waldstück gerade lächelte mich an. Also U-Turn und rein ins Gelände. Ein Natur-Ah- und-Oh-Effekt wie Moritz in Die dunkle Seite des Mondes oder Leo in The Revenant blieb uns leider vorenthalten. Aber toll ist es trotzdem, wie sich der Wagen mühelos durch die Anhöhe durch den Matsch arbeitet. Einen zusätzlichen Spaß bereitete uns dann noch das Gesicht des Volvo-Mitarbeiters, als er abschließend am Hotel unseren Wagen übernahm. Ein großes Entschuldigung! an dieser Stelle für eventuelle Putzunannehmlichkeiten.

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Mit einem Tick Roman-tik…

Nun noch kurz etwas kritischer: Was gibt es zu bemängeln? Der Schwerpunkt wirkte mir einen Tick zu hoch. Bei ordentlichen Kurven merkt man schon, wie die Fliehkraft an einem zuppelt. Und natürlich schluckt so ein Gefährt ganz schön. Der Preis ist premium, wie Volvo generell. Die Diesel-Variante D4 lag mit guten 105.000,- im Rennen. Aber: Wer das Geld hat: Der Wagen macht auch Premiumspaß!

danilo

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