Sie sind unter uns!

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Spätestens SLEAZE.The Last Witch Hunter.Hexenköniginseit Bibi und Blocksberg und Harry Potter wissen wir, dass es nicht nur böse Hexen, von den magischen Wesen hingegen aber auf jeden Fall eine ganze Menge gibt. Sie leben unter uns und werden seit Jahrhunderten von Hexenjägern verfolgt. Damals mit dem Ziel sie zu töten, da durch die mächtige Hexenkönigin die Pest und sehr viel schwarze Magie in Umlauf waren. Heute werden die Hexen mit bösen Machenschaften in ein magisches Gefängnis geworfen, nachdem der einzige noch lebende Hexenjäger sie geschnappt hat und somit die Welt vor dunkler Magie beschützt. Dazu gehört zwar, die Menschen vor feindlichen Hexen zu schützen, aber auch so manche Hexe vor sich selbst. So sieht jedenfalls die Welt in The Last Witch Hunter aus.

Das Horrormärchen beginnt vor ungefähr 800 Jahren, als der haarige Coulder (Vin Diesel) mit seinen Gefährten auf Hexenjagd geht. Immer mit den Gedanken bei seiner Frau und Tochter, kämpft er mutig an der Seite der anderen Hexenjäger. Es gelingt ihnen die mächtige Königin einzuengen. Doch sie bestraft Coulder, kurz bevor er ihr den letzten Schwertstich verpasst. Sie verflucht ihn mit Unsterblichkeit und damit auch dem Verlust seiner Familie.

Im heutigen New York jagt der, nun kahle, Hexenjäger SLEAZE.The Last Witch Hunter.Szene2diese Wesen immer noch. Nur geht er weniger grausam vor, denn seit die Hexenkönigin nicht mehr da ist, sind auch ihre Zauberschwestern um einiges netter. Auch besteht der „Axt-und-Kreuz-Orden“ mit einem Pater Dolan noch. Dessen Aufgabe ist es, eine Art Freund für Coulder zu sein, ihn zu schützen und die Ausbreitung der schwarzen Magie im Auge zu behalten. Der momentane Dolan (Michael Caine) möchte nun, nach 50 Jahren an der Seite des Hexenjägers, in Rente gehen. Coulder passt das gar nicht, da er sich gerade an ihn gewöhnt und zu schätzen gelernt hat. Deshalb tritt er seinem Nachfolger, dem 37. Dolan (Elijah Wood), mit einiger Skepsis gegenüber. Doch schon an seinem ersten freien Tag wird der Pater ermordet. Coulder braucht nicht lange um festzustellen, dass am Tatort sehr viel schwarze Magie vorhanden ist. Der ältere Dolan hat ihm sogar eine Nachricht hinterlassen „Remember your death“. Mit Hilfe dieses Hinweises und der Hexe Chloe beginnt Coulder das Geheimnis um den Tod seines Freundes zu lüften und findet eine so starke Macht, dass diese eigentlich nur von einer Person ausgehen kann. Dabei hat er die Hexenkönigin doch schon vor so vielen Jahrhunderten getötet.SLEAZE.The Last Witch Hunter.Szene1

Die Geschichte ist nicht neu. Hexen faszinieren schon immer, auch die Tatsache, dass diese unter uns Leben könnten. Es gibt Märchen für Kinder wie Hänsel und Gretel, die in der Vergangenheit stattfinden, aber auch modernere Geschichten wie Hexen hexen oder Charmed, in der sie unter Menschen leben. Mal mehr und mal weniger böse. The Last Witch Hunter vereint diese Märchenerzählungen mit der aktuellen Welt. Der Hexenjäger Coulder kennt alle dieser Ebenen und hat, über sehr lange Zeit, gelernt sich anzupassen. Er ist zwar ein Mensch, doch mit der Zeit gibt es nichts mehr, das er nicht kennt um gegen die dunkle Magie zu kämpfen. Durch seine Unsterblichkeit steht er zwischen Hexen und Menschen und gehört irgendwie nirgendwo dazu.

Vin Diesel war bei der Entstehung der Handlung und dem Verfassen des Drehbuches dabei, somit ist der Charakter genau auf ihn zugeschnitten. Er spielt die Rolle überzeugend, jedoch fehlt für mich die wirkliche Entwicklung. Nur die Tatsache, dass er sich mit der Hexe Chloe (Rose Leslie) anfreundet, bietet etwas Unerwartetes an Coulder. Mit Michael Caine wurde ein sehr guter Pater gefunden, der leider zu wenig Freiraum hat. Seine Rolle erhält durch die spätere Handlung etwas mehr Tiefe, doch leider trägt der Brite nicht aktiv zum Ausbau dieser bei. Für mich ist der 37. Dolan der interessanteste Charakter. Von Anfang an ist man sich nicht sicher, ob man ihm trauen kann, doch er scheint Coulder sehr zu bewundern. Außerdem bietet Elijah WoodSLEAZE.The Last Witch Hunter.Michael Caine den einzig kleinen Überraschungsmoment im Film.

Die Handlung erschließt sich mir an einigen Stellen nicht vollständig, jedoch ist es auch nicht die Funktion eines solchen Filmes zum Nachdenken anzuregen. Schwächen liegen eindeutig in den Charakteren, die zu wenige Facetten haben. Trotzdem ist The Last Witch Hunter ein nettes Horrormärchen, das auch unterhalten kann für einen Abend. Man braucht aber nicht damit rechnen, dass die Figuren hängen bleiben oder man sich noch lange über die Geschehnisse den Kopf zerbricht.

Maurin

Titel: The Last Witch Hunter
Regisseur: Breck Eisner
Dauer: 106 Minuten
VÖ: 22.10.2015
Verleih: Concorde

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