Sennheiser: In The Moment(um)

Sennheiser: In The Moment(um)

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Montagmorgen. Die Tür der Bahn geht auf. Wieder überfüllt wie jeden Tag. Du quetscht dich durch die Menschenmenge und findest einen Platz zum Stehen. Links neben dir unterhalten sich zwei Herren über die neusten Aktienkurse und rechts zwei kleine Grundschüler, die schon Wörter kennen, die nicht für ihre Ohren und Sprachgebrauch geeignet sind.

Und dann die Vorfreude, denn du weißt jetzt schon: Auf der Rückfahrt steigen wieder die nervenden Teenager ein, deren Gespräch sich kein Mensch anhören kann bzw. will.

SLEAZE + Sennheiser Momentum Wireless
Stress? Kannste ab jetzt knicken mit dem Entstresser von Sennheiser.

Dazu hupende Autos, schimpfende Busfahrer usw. Du versuchst, (die Geräusche) abzuschalten. Doch deine Kopfhörer schaffen es nicht ansatzweiße, die Umgebungsgeräusche auszublenden und am Ende hörst du doch mehr Alltag, die von deiner Musik unterlegt wird.

Doch Sennheiser schnürt sich ein Cape um und fliegt los, um Menschen wie dir auch in der Öffentlichkeit eine Privatsphäre zu geben. Mit dem Momentum Wireless gehört Alltagsstress vergessen.

Blast off

Der Momentum umschließt deine Ohren wie ein Schild. Kein Geräusch oder eine Fliege ist nun in der Lage, dir ins Ohr zu huschen. Der Tragekomfort ist sehr angenehm, da das Ohr perfekt in der Hörmuschel liegt. An der rechten Hörmuschel befinden sich alle Tasten für die einfache Bedienung. Ein Knopf zum Verbinden per Bluetooth, Lautstärkeregler, eine Multi-Taste zur Bedienung von Anrufen und deiner Musikwiedergabe und ein Regler, um die Geräuschunterdrückung einzustellen.

Letztere kannst du auch über die kostenlose Smart Control App von Sennheiser einstellen. Willst du wirklich nichts hören, dann schalte auf Maximum. Nervt dich Wind,

SLEAZE + Sennheiser Momentum Wireless
Hier zählt die Op- und die Haptik.

dann gönn dir Anti-Wind-Unterdrückung – und für empfindliche Ohren gibt es sogar noch die Anti-Druck Variante. Die Reduktion ist mindestens genauso gut wie bei den anderen Einstellungen, doch angenehmer für manche Personen.

Über die App kannst du auch den Equalizer nutzen. Zu wenig Bass? Viel zu viele Höhen im Song? Kein Problem! Über diese Funktion passt du jeden Song auf dein Vergnügen an. Ein ordentlicher Drum & Bass-Song und dazu noch die Bässe nach oben pumpen, als würdest du vor dem großen Lautsprecher neben dem DJ stehen und dein Kopf dort anlehnen.

Möchtest du doch etwas Umgebungsatmosphäre oder mit jemanden reden, bietet die App den Transparenz-Modus. Deine Musik kann dabei weiterlaufen und du bist in der Lage, normale Konversationen zu führen.

Glaub mir: Hast du das Gerät auf dem Kopf und um deine Ohren, kann wirklich nichts zu dir durchdringen. Ob dir in einem Augenblick jemand seine Liebe gesteht, dich beleidigt oder fünfhundert Euro schenken will – du bekommst null mit. Was natürlich auch eine Gefahr sein kann.

Mehrfache Verkupplung

Wie schon angesprochen, besitzt der Momentum Wireless natürlich Bluetooth. Jedoch kannst du bis zu zwei Geräten gleichzeitig damit verbinden. Sitzt du zuhause, dein PC ist mit dem Sennheiser verbunden und du überhörst den Anruf der Pizzabude, das deine Lieferung angekommen ist oder Mama ruft an und fragt nochmal nach welche Cornflakes du haben möchtest. Mit dem Momentum ist dies kein Problem.

Einfach auch das Handy mit dem Kopfhörer verbinden und du bekommst sofort mit, wenn dich jemand erreichen will. So kannst du weiterhin das genießen, was auch immer du am PC schaust / hörst. Dies funktioniert einwandfrei und auch die Kopplung mit Sprachassistenten wie Alexa & Co. ist simpel und schnell von der Hand. Auch durch Hindernisse und einigen Metern Entfernung hält die Verbindung stabil an.

Oldschool trifft New Kids

Natürlich kannst du auch Oldschool sein und das mitgelieferte Klinkenkabel nutzen, um die Kopfhörer mit Geräten zu verbinden. Hat so einen Retro-Effekt…

Hinzu kommt noch ein USB-Kabel plus Adapter, um den Momentum aufzuladen. Mit Bluetooth und Geräuschunterdrückung schafft das Gerät locker siebzehn Stunden und ohne das eine oder andere natürlich noch mehr.

SLEAZE + Sennheiser Momentum Wireless
Auf dem Weg zum Design-Klassiker?

Sollte es doch mal aus dem letzten Akkuloch lechzen, keine Angst, in nur maximal drei Stunden ist es wieder einsatzbereit. Habe ich schon die schöne Tasche für den Transport erwähnt? Für den sicheren Transport oder zum Verstauen ist die Tasche perfekt, dann braucht man keine Gucci-Bag mehr.

Ein weiteres Feature ist das Auto on/off. Kopfhörer auf, schaltet der Momentum sich selbst ein. Auf den Nacken gelegt, wird die Musik automatisch pausiert und geht erst weiter, wenn du sie wieder auf deinen Kopf packst. Zum Ausschalten einfach zusammenklappen und einpacken – fertig. Einfacher geht es nicht.

Im Moment mit dem Momentum

Man muss schon sagen, das Kopfhörer ist ein ordentliches Brett. Der Klang ist sauber, stark und macht deine gewohnten Lieder zu einem neuen Erlebnis. Selbst aus Songs, die ich in Dauerschleife höre, konnte ich neue Ebenen entnehmen und so neu erleben. Mit der simplen Bedienung, analog oder digital über die App, der grandiosen Geräuschunterdrückung und dem smarten On/Off-System stellt der Sennheiser-Kopfhörer den Großteil der Konkurrenten easy peasy in den Schatten.

Was für dich vielleicht eher schwer auf dem Magen schlägt, ist der Preis. Keine einhundert Euro, auch keine zweihundert, sondern knappe vierhundert Taler musst du hierfür auf den Tisch legen. Na gut, die Studio Kopfhörer von Beats by Dre sind nur fünfzig Euro günstiger, aber dann würde ich doch das bisschen mehr auf den Tisch hauen. Auch für professionelle Arbeiten ist das Momentum geeignet.

SLEAZE + Sennheiser Momentum Wireless
Lohnt!

Fazit: Wie auch in der Vergangenheit können die – für Otto Normalverbraucher etwas teureren – Produkte von Sennheiser überzeugen. Und so überwiegen am Ende auch hier die positiven Aspekte deutlich und ich kann ein klares GO für den Momentum Wireless von Sennheiser aussprechen. Ich geh dann mal fix das nächste Handelsschiff überfallen und hoffe, eine Menge Gold an Bord zu finden, den ich brauch paar neue Kopfhörer.

Flo

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