„Seit wann macht KIA denn so schöne Autos?“

„Seit wann macht KIA denn so schöne Autos?“

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Diese Frage des Titels kam an einer Ampel aus einem schicken weißen Mercedes von zwei Jungs, die offensichtlich Geschmack haben. Die Frage ist KIA gegenüber etwas fies, aber es hat auch einiges Wahres drin. Denn KIA lieferte bisher zuverlässige, genügsame Wagen, die optisch meist ok waren – aber nun mal nicht gerade Design-Ikonen.

SLEAZE + KIA Stinger
Nein, kein BMW. Aber dieselbe Liga.

Der Stinger ist da anders. Schon beim Anblick habe ich mich verliebt. Dann die ersten Testfahrten, wenn auch auf für den Stinger auf teilweise nicht optimalen Straßen auf Mallorca. Als dann wurde von Harman Kardon auch noch ein fettes Soundsystem eingebaut. Damit hat der Stinger echt Potential.

Zwischen Potential und „Einfach nur genial!“

Der Wagen wird uns in dem obligatorischen Rot geliefert. Ob es an dem Weihnachtsmann von Coca-Cola oder an Ferrari liegt, dass das die Rennfarbe ist? Wie auch immer, in dem knalligen Geld oder dem souveränen Grau wäre mir der Wagen noch lieber, aber solange die sexy Lufteinlässe deutlich sichtbar werden, ist alles gut (es gibt nämlich z.B. noch so eine dunkelblaue Lackierung, da fehlt der Kontrast und die Optik leidet etwas).

Unter der Haube warten 370 PS und die ganzen Abkürzungen wie ABS und ESP, die einem das Fahren und Überleben bei Unfällen leichter machen. Und die wirken. Es gibt zwar Tests, dass der Stinger bei Rallye-Bedingungen Abstriche machen muss, aber aus überzeugter eigener Erfahrung: Wer mit diesem KIA im normalen Großstadtverkehr und auf der Landstraße unterwegs ist, wird viel Spaß und Komfort in einem fast optimalen Verhältnis haben.

SLEAZE + KIA Stinger
Wie wir es mögen: mit ordentlich Booty.

Das liegt auch an der Anlage. Harman Kardon hat mit dem eingebauten System ordentlich was reingepackt: 720 Watt, 15 Lautsprecher, HARMAN Clari-Fi und vor allem der QuantumLogic Surround-Sound bringen die Insassen in Schwung. Bei den vorderen Sitzen helfen auch noch die dicken Subwoofer, die darunter eingebaut sind. Ein Traum.

Etwas nervig: Wie bei so vielen Autoherstellern wird auch hier nicht jede Festplatte angenommen. Die werden ja meistens entweder in FAT oder NTFS formatiert und ich vermute, dass die Systeme oft nur eins von beiden lesen können.

Dazu kommt oft ein weiteres Manko: Hast du zu viele Daten auf deiner Pladde, sind manche Systeme einfach überfordert. Der Stinger kommt mit der Masse gut zurecht, hat aber keine optimale Lösung, um schnell zwischen den Ordnern hin- und herzuspringen. Die Suche nach Liedern wird während der Fahrt gelegentlich so ablenkend, als wenn man am Handy rumspielt. Das also bitte noch optimieren, KIA / Harman Kardon. 🙂

SLEAZE + KIA Stinger
Schlicht, übersichtlich – bis auf den Zurück-Knopf

Ein weiterer, wenn auch sehr persönlicher Pluspunkt: Auch wenn das Auto als Sportwagen angelegt ist, ist es trotzdem eine Limousine. Das bedeutet: Man kann souverän in der Stadt langfahren, ohne den Asphalt aufzureißen wie bei man Rennkiste. Auch hohe Bürgersteige beim Einparken sind kein Problem.

Ansonsten glänzt der Wagen mit Zuverlässigkeit, ausreichend Kofferraum und – man kann es nicht oft genug wiederholen – Funfaktor und ist damit ein heißer Aspirant auf das nächste SLEAZE.mobil.

danilo

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