Schnee- und Spaßpflügen im SEAT Tarraco

Schnee- und Spaßpflügen im SEAT Tarraco

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SLEAZE + SEAT Tarraco
Auf geht's!

Wir testeten den neuen Seat Tarraco. Beim ersten Mal hab ich Caracho verstanden und auch der Name wäre sehr passend. Aber es geht ja bei SEAT immer um eine Region oder Stadt in Spanien und das ist ja nun nicht gemeint. Obwohl ich persönlich es ganz cool fänd, ich einer Stadt namens Caracho zu leben.

SLEAZE + SEAT Tarraco
Wer braucht schon Sonne? Hauptsache: SCHNEEEEEE!!!

Tarraco ist der uralte Name von Tarragona, einer Hafenstadt südlich von Barcelona – inklusive UNESCO-Weltkulturerbe. Denn bereits vor über 2000 Jahren siedelten sich in Tarraco Menschen an, wovon die archäologischen Funde, die das Weltkulturerbe beschützt, einiges erzählen.

Doch wir wollen uns heute um den modernen Tarraco kümmern, den neuen und sehr stattlichen Geländewagen – pardon: SUV – von SEAT. Nach dem Ateca und dem von uns ebenfalls getesteten Arona kommt nun der Tarraco auf die Straßen. SUVs stehe ich ja immer etwas skeptisch gegenüber. In der Stadt mit einem Geländewagen rumfahren klingt so falsch wie mit einer Ape in den Bergen.

Beide Fahrzeuge konnte ich nun aber letzte Woche in den italienischen Alpen begutachten. Und ich war von dem Ape-Fahrer, der in einem Höllentempo die Berghänge hochkachelte, genauso beeindruckt wie von dem Tarraco.

Woran lag’s?

Zum einen gehört der Tarraco in die Berge. Das spürt man sofort, wenn die Straßen steiler und schmaler werden. Mühelos braust er die Steigung hoch, trotzt dem Schnee und anderen Berg-Widrigkeiten. Mit dem neuen SEAT-SUV machen selbst Terpentinen Spaß.

SLEAZE + SEAT Tarraco
Zum Boarden mit dem SUV.

Und Schnee gab es ordentlich. Das hat zwar nicht unbedingt beim Fotografieren geholfen, aber dem Allrad-Antrieb, den sieben Gängen und den 190 PS des Tarraco Xellence hat es sichtlich Spaß gemacht. Und mir auch!

Dazu gab es etwas, was ich nur jedem raten kann, der Spaß am Offroad-Fahren hat: einen Winter-Parcours mit ordentlichem Gefälle und schmalen Wegen. Der war leider etwas kurz, aber wenn du die Chance hast, so etwas mitzumachen – greif zu! Absolut genial und man lernt das Fahrzeug und die Technik viel besser kennen – was im Notfall schon mal dein Leben retten kann.

Zu dem Äußerlichkeiten

Der Tarraco fährt einen neuen Stil. Oder in Autosprech ausgedrückt: eine neue Designsprache. Wer ein wenig die Marke SEAT kennt, könnte das neue Design als mutig bezeichnen. Und als sehr gelungen. Trotz seiner knapp 4,80 Länge wirkt eher wie ein durchtrainierter Sportler als wie ein Muskelprotz. Auch sieht man ihm nicht an, dass er mit dem VW Tiguan Allspace und dem Skoda Kodiaq verwandt ist – und übrigens wie die Verwandten in Wolfsburg geboren…äh gebaut wird.

SLEAZE + SEAT Tarraco
So muss ein ordentlich genutzter Geländewagen aussehen!

Und innen?

Es ist definitiv ein Wagen, mit dem man gern länger unterwegs ist. Dafür sorgt allein schon das Infotainment-System. Ein typisches VW-System, gut ausgestattet und übersichtlich, die Konnektivität einfach und fix, alles wie gehabt durchdacht.

Auch die sonstige Innenausstattung ist sauber verarbeitet. Die Holzoptik wirkt edel, es gibt Platz für sieben Personen – oder auch dein gesamtes Snowboard- und Kitesurf-Equipment. Sogar die kleine ausfahrbare Mittelkonsole für den rechten Arm, die ich in Fahrzeugen anderer Anbieter so oft vermisse, hat der Tarraco.

¿Quanta costa? oder richtig: ¿Cuanto cuesta?

Der Katalane namens Tarraco ist das Premium-SUV der SEAT-Familie. Daher liegt seine Pole Position bei knapp 30.000,-, in der spaßigen Xcellence-Variante, wie wir ihn testen durften, ist er schnell 10.000 – 13.000 Euro teurer.

SLEAZE + SEAT Tarraco
Gute Graffiti, guter Wagen: der Tarraco in Bozen

Das ist für ein Premium-SUV aus der VW-Familie durchaus ein humaner Preis, auch wenn den 7-Sitzer durch den Tiguan vielleicht doch etwas kannibalisiert wird.

Fazit: Insgesamt wirkt der neue SEAT-SUV sehr gelungen. Ein schöner Wagen, der in die Berge oder mindestens in nicht-urbanes Gelände gehört. Traurig nur zu wissen, dass er meistens einfach völlig seiner Funktion enthoben in irgendeiner Stadt herumfahren und -stehen wird – als CUV (City Utility Vehicle).

danilo

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