Rogue One: Stylishe Star-Wars-Action

Rogue One: Stylishe Star-Wars-Action

Reboots, Remakes, Stand-Alones: Hier kommt das Sequel zum Prequel – in SLEAZE besprochen.

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Oh Freund, ich habe Star Wars: Rogue One gesehen und kann dir berichten: Es lohnt sich, diesen Film zu gucken! Denn es ist ein guter, unterhaltsamer Film und sehr im Geist der Franchise. Rogue One ist dabei vor allem ein Kriegsfilm, es gibt Soldaten, Schlachten und Teamwork im Kampf. Dabei bleibt das ganze selbstverständlich immer noch die beliebte Space Opera mit viel Raumschiff-Action und ein echtes Abenteuer!

Das Star Wars-Universum

Vielen dürfte bekannt sein, dass sich Rogue One zwischen Teil III und IV ansiedelt. Es geht darum, dass die Pläne zum imperialen Todesstern geklaut werden. Statt also die Chronologie fortzusetzen, wie es Das Erwachen der Macht letztes Jahr tat, oder statt sich chronologisch vor den Filmen anzusiedeln, wie dies George Lucas in seiner missglückten zweiten Trilogie tat, reiht sich Rogue One „reihenfolgentechnisch“ gesehen dazwischen ein. Es soll ein kleinerer Bruder der großen Trilogien werden (von denen die dritte übrigens nächstes Jahr im Dezember weitergesponnen wird).

Ob man diese Cinematic Universes und deren Ausschlachtung jetzt positiv oder negativ sieht, sei mal dahingestellt (besonders in einem Jahr, in dem es ein Ben HurRemake gab!) Denn: Die Fans wollen das so! Das sollte man vielleicht auch nicht übersehen bei der ganzen Sache. So versucht Disney mit dem neuen Teil eine Balance zwischen Alt und Neu, zwischen Vertrautem und bisher Unbekanntem zu finden, und das klappt erfreulicherweise auch größtenteils ganz gut.

Die alte Magie…

Die ganze (Kern)Truppe: Jyn, Cassian und Droid K-2SO

Keene Sorge, ich spoiler hier bestimmt nichts aus der Story. Aber lass dir gesagt sein, dass der neue Teil eine Das Imperium schlägt zurück-Atmosphäre hat – und das ist gut! Auf eine undefinierbare Weise (oder wenn man die Story kennt: auch definierbare) fühlt sich das Ganze an wie eben dieser Teil. Und der ist atmosphärisch gesehen schon immer der Beste gewesen, meiner Meinung nach und der vieler anderer auch – nichts gegen „Hoffnung“! 😉

An Rogue One ist außerdem wirklich gelungen, dass die ganzen alten ikonischen Bilder, Symbole und vertrauten Motive wieder vorkommen. Und das auch nicht plump kopiert, sondern schlau eingesetzt. Damit meine ich einmal so offensichtliche Dinge wie TIE-Jäger, Sternzerstörer oder die kleinen Rebellen-Raumschiffe, mit denen einst im allerersten Teil der Todesstern angegriffen und zerstört wurde. Das geht aber auch noch weiter: Beispielsweise kommt sogar Architektur aus dem alten Teil I und II wieder vor, nämlich diese „imperiale Architektur“. Das Aussehen, welches z.B. das Innere des Todessterns hatte: lange Flure mit ganz tiefen Fluchtpunkten; Schächte, deren Böden man gar nicht sehen kann und in die Charaktere jederzeit reinfallen können. Ja, sogar die Architektur und das „Feeling“ der Wolkenstadt aus Das Imperium schlägt zurück wird ganz am Ende nochmals aufgerufen. Das ist super, denn all das assoziiert der gemeine Fan mit Star Wars und das möchte man nostalgisch wiedererleben – allerdings ohne die ganzen dann doch heutzutage ein wenig billig wirkenden Effekte von damals.

Das Imperium schlägt zurück!

Star Wars: Rogue One, der in 3D rauskommt, bewahrt sich dabei auch viele andere „Tugenden von früher“, die ja auch Das Erwachen der Macht letztes Jahr genau richtig hinbekommen hatte. So wirken die Charaktere auch wirklich menschlich und haben echte Gefühle. Das war ja in der „mittleren Trilogie“ nicht immer der Fall. Es geht vor allem um Jyn Erso (Felicity Jones), Cassian Andor (Diego Luna) und einen Droid, K-2SO. Der sorgt, wie früher der goldene Blechkamerad C-3PO, immer wieder für Comic Relief, indem er sich angenehm wenig um seine menschlichen Begleiter schert. Jyn und Cassian dagegen sind Soldaten und keine Jedis. Die „Macht“ spielt keine große Rolle in Star Wars VIII. Die kleine zusammengewürfelte Kampftruppe vertraut auf konventionelle Fertigkeiten: Nahkampf, Schießen, ein Raumschiff fliegen. Das ist völlig ok, alle Jedi-Fans werden sicherlich nächstes Jahr zu Weihnachten mit Reys Ausbildung durch Luke Skywalker reich beschenkt werden.

Achso, und über die Effekte von Rogue One muss man wahrlich kein Wort verlieren, denn die sind gigantisch! Der Film sieht soooo gut aus. Deshalb unbedingt im Kino ansehen, es sei denn, du hast die beste Heimkino-Anlage aller Zeiten inklusive 3D-Beamer zu Hause stehen.

Robert

Titel: Rogue One: A Star Wars Story
Regie: Gareth Edwards
Laufzeit: 133 Min.
VÖ: 15.12.2016 (dt. Kinostart)
Verleih: Walt Disney Germany

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