Reine Selbstbefriedigung

Reine Selbstbefriedigung

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Für manch einen ist das ein speckiges, wenn nicht gar ekliges Thema. Aber – es beschäftigt mindestens 90% der männlichen Bevölkerung spätestens dann, wenn sie in die Nähe der Pubertät „kommen“. Und das wird Jungs dann fast ihr gesamtes Leben begleiten. Darum hier unsere Bestandsaufnahme, Teil 1, zu den verschiedenen Reinigungstechniken der Selbstbefriedigung.

SLEAZE + Selbstbefriedigung
Ob allein oder zu Mehr-als-allein – ganz ohne Hilfstmittel geht’s nicht.

Der Reinliche

Der Reinliche – oder wie wir ihn nennen: Reini – ist ein Spießer oder Sauberkeitsfreak. Es geht bei manch einem soweit, dass er sich vor den meisten seiner Körper-eigenen Sachen ekelt, manche entwickeln sogar eine Phobie wie die Angst vor Sex oder auch „nur“ einen Waschzwang. Gut, bei Fäkalien kann man das noch verstehen, da hat unsere Gesellschaft ja nun mal gute Arbeit geleistet. Aber seit die Kirche versucht, nicht mehr ganz so dumm zu sein, ist vieles auch um das Thema Sex nicht mehr so negativ beladen.

Zurück zum Reini. Kann er sich nicht „sauber“ in der Dusche entspannen, sondern nur im Liegen (manchmal gewinnt der Körper einfach über den Verstand), legt er sich hin und breitet ein Taschentuch (manchmal in der Größe eines kleinen Landes) über seinen Bauch aus. Am liebsten würde er wahrscheinlich einen Ganzkörper-Latexanzug wählen, aber dann denkt er sich: „Wir wollen mal nicht übertreiben!“

Ein Nachteil hat das Procedere: Er kann sich nicht komplett auf den Genuss seiner Aktivitäten konzentrieren. Schließlich muss er gerade zum Finale hin aufpassen, wo er hinzielt. Pure Entspannung sieht anders aus, aber so ist das ja mit vielen Regeln.

Der reinliche Pragmatiker

Dieser Typ Wichser – nennen wir ihn Halb-Reini – möchte entweder gar nicht mit dem Zeug in Berührung kommen, was Babys erzeugen könnte – oder er putzt nur einfach nicht gern. Er nimmt also eine Art Abkürzung (was ausnahmsweise mal beim Sex keinen großen Nachteil auf den Genuss hat) und macht gleich ins Taschentuch. Vorteil: Man muss weniger zielen. Nachteil auch hier: Komplett abschalten is‘ nicht.

Der unreinliche Pragmatiker

Wer es bis jetzt schon eklig fand, wird den Unreini richtig abscheulich finden. Unreini denkt sich nämlich, dass er ja seine Klamotten waschen muss. Ja richtig, du weißt, was jetzt kommt. Unreini schnappt sich also, was er an dreckigen Klamotten auf dem Boden vor seinem Bett verstreut finden kann. Ob benutzter Schlüpper oder die stinkende Socke vom Hochleistungssport – „die Sachen kommen eh heut in die Wäsche.“

Aus ökologischer Sicht bekommt er deshalb von uns ein großes Bienchen. Für den Rest allerdings der Tipp: Erzähl das möglichst wenig potentiellen Sexpartnern. Versuche auch zu vermeiden, diese Reinigungsstrategie beim / nach dem Geschlechtsverkehr anzuwenden. Zumindest, wenn du Interesse an Teil 2 dieser Interaktion hast.

Der Abwürger

Würgi ist eine abgewandelte Form von Halb-Reini. Und das Gute an seiner Technik. Sie gibt noch einen Extrakick und ist deshalb unser Tipp des Tages. Doch von Anfang an.

Würgi hat eine Strategie entwickelt, die sehr vielseitig anwendbar ist. Ob nun im 16-Bett-Hostelzimmer, in der ICE-Toilette oder zwischen den Regalen des Firmenlagers – diese Technik geht so gut wie überall. Allerdings gibt es eine Einschränkung: Du darfst nicht beschnitten sein.

Denn bei der Technik geht es darum, dass du wortwörtlich zumachst! Man drückt sich die Vorhaut zu und kommt dann. Die mit der Technik nicht Vertrauten finden das vielleicht sehr abstoßend, aber alle, die es bisher ausprobierten, erzählten von einem Extrakick. Technisch gesagt: Da der Druck sich um die empfindlichste Stelle eines Glieds entlädt, entladen sich auch sehr intensive Gefühle.

Man(n) sollte danach aber doch ein Taschentuch oder so in der Nähe haben. In Filmen können Frauen das ja immer verblüffend gut, nach der Ejakulation aufzustehen, noch ein kurzes Schwätzchen mit dem Liebhaber zu halten – und sich dann die Jeans anzuziehen. In der Wirklichkeit würde das aber doch ganz schön „in die Hose gehen“ – und Reini sein Desinfizierspray zücken.

SLEAZE + Selbstbefriedigung
„Ich habe grad fiesen Schnupfen.“

Es gibt natürlich noch viel, viel mehr Techniken. Duschi, der – auch sehr Ressourcen-sparend – seine Selbstbefriedigung immer vor den Zeitpunkt legt, an dem er eh duschen gehen muss. Oder der Oberheini / Oberreini, der gar keine Selbstbefriedigung macht, weil ihm das irgendeine (wie immer von Menschen gemachte) Religion vorschreibt.

Da halten wir es doch schon mehr mit der Technik, bei der man zwar einen Orgasmus bekommt, aber nicht ejakulieren muss. Denn auch wenn die beiden für die meisten zusammengehören oder sie gar denken, das ist nur ein Vorgang – in Wirklichkeit braucht man nicht mal eine Erektion für einen Orgasmus.

Aber wie auch immer du es (nicht) machst: Hauptsache, du hast Spaß daran.

danilo

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