Post an Wagner

Post an Wagner

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Für den Journalisten Franz Josef Wagner wurde beim Axel-Springer-Verlag extra die Position des Chefkolumnisten geschaffen. In seiner BILD-Kolumne „Post von Wagner“ schreibt er über alles, was ihm vor die Flinte läuft: Menschen, Gegenstände oder auch Farben. inFemme schießt zurück. In ihrem Weblog antwortet sie Wagner auf seine Post. Dies und weitere Wutanfälle oder Beobachtungen gibt es unter www.infemme.twoday.net.


…. zum Thema Schwarz….

Lieber Franz Josef Wagner,

Sie schreiben an die Farbe Schwarz, um ihr mitzuteilen, dass Sie sie jetzt doch schön finden. Schwarz ist für Sie nicht mehr „… die Mitte einer Zielscheibe, die Schicksalsgeschichte der … Sklaven. (…) das Kleid der Witwe oder der Trauerflor der Taxen für ermordete Kollegen.“ Dank Barack Obama weinen Sie bei Schwarz nicht mehr. Weil Barack Obama das für stieselige Weiße sympathische Schwarz hat. Er war auf der Weißen-Uni, er kann toll Basketball spielen, er kann prima tanzen. Und seine Stimme ist bestimmt wie Samt.
Ich glaube, Sie finden besonders eine Sache an Barack Obamas Schwarz so toll, und das ist sein Weiß. Sicher macht es Ihnen dieses weiße Schwarz leicht, endlich mal tolerant sein zu können. Sie können einen Schwarzen umarmen. Ihn bejubeln. Ihn bewundern.
Ja, endlich mal einer, der nicht nur Klicksprache kann, mit Kokain-Bubbles im Mund am Bahnhof steht und weißen, dicke Frauen nachstellt. Meinen Sie eigentlich, Obama hat auch so ein Riesending?

Bunte Grüße,

Ihre inFemme

P.S.: Ich bin übrigens schon sehr gespannt, wann und was Sie an die Farbe Braun schreiben.

Rike

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