PICTOPLASMA – Inspiration en masse

PICTOPLASMA – Inspiration en masse

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Das Coole an Berlin ist nun mal einfach, dass man eine unheimlich große Auswahl an Möglichkeiten hat, sowohl bei Bars und Kneipen als auch bei total verstörenden Veranstaltungen. Aber eben auch inspirierende Sachen, die die verdammt große Szene Berlins kreativer Köpfe (oder zumindest die, die so tun als ob) anspricht. Das ist nicht neu, aber es wurde mir letztes Wochenende mal wieder dank Pictoplasma so richtig bewusst…

John the Hairy Frog ist ein Charakter, der autogetunet wurde und sein Lied singt. Eine Amphibie aus Zentralafrika, welches mit seinen Socken an den Füßen schläft. Er wurde in Kamerun geboren und ist dann nach England gezogen. Diese erstklassige Animation geht auf den Mist von Luiz Stockler.

Ob man nun gerne am Tablett, auf Papier oder mit Skulpturmasse arbeitet, ist ganz egal. Wenn du dich für Illustrationen, Charakterdesign und Animation interessierst, ist dieses Kunst-Festival jedenfalls ein MUSS. Ich weiß nicht, wie es dazu kam, dass ich noch nie zuvor die Pictoplasma besucht habe, aber das wird nun definitiv zu einem jährlichen Highlight für mich.

Die Ausstellung im neurotitan am Hackeschen Markt.

Ein bisschen verwirrend ist leider nicht nur Berlin, sondern auch die Pictoplasma-Website. Ich habe eine Weile gebraucht, um mich durch den Zeitplan zu wühlen und dabei zu verstehen, welche Veranstaltung wann und wo ist. Aber das war nur ein kleines Problem und wurde vielmals wieder gut gemacht.

Das Festival besteht quasi aus drei Säulen. Es gibt die CONFERENCE, die im Kino Babylon stattfindet. Hier gibt es verschiedene Artist Talks mit internationalen Künstlern, dazu Workshops, ein Talent-Forum, um mit Profis über die eigene Arbeit zu sprechen und um ein professionelles Feedback zu erhalten, und einen VR Saloon, um sich mehr mit dem Thema Virtual Reality auseinanderzusetzen.

SLEAZE auf der Pictoplasma 2017Die zweite Säule sind die SCREENINGS, die ebenfalls im Babylon stattfinden. Teilweise kannte ich die Animationen schon, aber auch nur, weil ich mich mit dem Thema beschäftige. Und es lohnt sich definitiv: Jede einzelne war auf ihre Art toll und witzig oder tiefgründig, gesellschaftskritisch oder einfach total verrückt. Da hat sich auf jeden Fall jemand Gedanken gemacht und nur das Beste ausgesucht. Wenn du jetzt traurig bist, dass du das verpasst hast, schau dir einfach das Programm nochmal an: Die meisten Kurzfilme findest du im Internet.

So, das dritte Standbein der Pictoplasma ist die EXHIBITION. Die Ausstellung ist kostenlos und kann von jedem einfach so besucht werden. Die zwölf verschiedenen Locations, an denen ausgestellt wurde, bringen ein bisschen Bewegung in das Ganze. Man kann die meisten eigentlich fußläufig erreichen und gleichzeitig Berlin(-Mitte) ein wenig entdecken.

Ich habe mich besonders in die knalligen Illustrationen von Rob Flowers verliebt.

Man, diese Bilder machen Spaß. Dieser Typ hat genau die richtige Mischung aus Gesellschaftskritik, knallbunten Kaugummibubblebläschen-Farbpaletten und einem flippigen Cartoon-Stil. Sehr mein Ding.

Ein Fruit Salad von Rob Flowers
Solar System von Rob Flowers
Burgertimeeeeee, auch von Rob Flowers
Natürlich gibt es eine Menge anderer Künstler, die genauso gut waren und die Abwechslung war sehr angenehm und wunderbar und hat das ganze Ding auch irgendwie ausgemacht.
Etwas skurril, trotzdem sehr lieblich. Diese Stück ist von Nathalie Choux.
Samuel Boucher’s „Dancers“

Leider kann ich nicht auf jeden Eindruck eingehen, wenn du jetzt aber genau so traurig bist wie ich, dass du die PICTOPLASMA zuvor immer verpasst hast, dann geh nächstes Mal definitiv hin.

Doro

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