OK, OKAY ODER O.K.?

OK, OKAY ODER O.K.?

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Das Kürzel Okay ist auf der ganzen Welt bekannt. Jeder hört, schreibt, sagt und liest es, ohne sich groß Gedanken zu machen. Aber woher kommt der Ausdruck eigentlich? Was ist seine Geschichte? SLEAZE schaut sich in seinem Jubiläumsjahr mal ein paar der kleinen Helfer genauer an, die uns so brav durchs Leben begleiten.

Das Ok-Monster in Action

Hast du schon mal darauf geachtet, wie oft du ok am Tag sagst? Ich habe versucht, meine zu zählen. Dabei habe ich sicherlich einige vergessen, aber innerhalb von vier Stunden hatte ich 13 Ok zusammen. Das lag vielleicht auch an meinem Gegenüber, der immer sehr viel Bestätigung braucht (nicht persönlich nehmen, P*** ;)), aber ich werde wohl kein Einzelfall sein. Andererseits ist das auch kein sooo großes Wunder, gilt das Wörtchen Okay – in all seinen Schreibweisen ok, okay, o.k., okidoki usw. – als das bekannteste Wort der Welt (übrigens gefolgt von dem „Wort“ Coca-Cola).

Und woher kommt es nun?

Tja, das ist das Schräge daran. Jeder nutzt es, aber es ist nicht gesichert, an welchem Örtchen das Wörtchen das Licht der Welt erblickte. Der Sprachforscher Allen Walker Read (welch passender Nachname) soll zumindest in einer Ausgabe der Boston Mornig Post vom 23. März 1839 den Beweis für das auf einmal bekannte Kürzel gefunden haben. In der Zeitung gibt es einen Wortwitz, der damals sehr beliebt war. Es ging darum, Abkürzungen absichtlich falsch zu schreiben, also z.B. „oll korrekt“, anstatt all correct.  Kommt dir bekannt vor, Digga? 😉

Dieses (auch oft unfreiwillige) Spiel ist natürlicher Bestandteil der Sprach-Evolution und trägt automatisch zu Veränderungen und Wortschöpfungen bei. Darum sehen Etymologen es auch als weniger kritisch als viele „normale“ erwachsene Sprachnutzer, wenn gerade Jugendliche die bisherigen Sprachregeln verändern (diese Rebellen!) und Teile von Sätzen weglassen. Erwachsene reagieren da manchmal geradezu ignorant und reagieren auf Sprüche wie „Ich geh Schule.“ mit „Dringend nötig!“ oder „Geh mal Schulwechsel.“

Das Interessante am Wort ok ist, dass es sich nicht nur in Sprache und Schrift weltweit gemütlich gemacht hat, sondern es sogar in tiefere Gefilde eingedrungen ist. Jeder, der schon mal einen richtigen Taucherkurs absolvierte, kennt das obligatorische Taucherzeichen, bei dem du mit dem Daumen und dem Zeigefinger ein Kreis bildest. Aber Achtung: Das Wort hat überall mehr oder weniger die gleiche Bedeutung – bei Handzeichen kann es sehr nach hinten losgehen. In Brasilien wird das „Taucherzeichen“ als Beleidigung verstanden, also immer schön vorher informieren. Verprügelt werden finde ja die meisten nicht so ok.

Doch zurück zum Thema, die Version von Allen Walker Read ist zwar die bekannteste, aber nicht die einzige Version, woher das Kürzel kommen soll. Weitere Möglichkeiten kommen aus dem Militär: Amerikanische Soldaten sagen nutzen das Wörtchen für „Order known“ (Befehl bekannt). Auch die Variante, dass das O eine Null sei und O.K. „Zero killed“ (Null getötet) bedeutet, ist möglich. Uns gefällt die unmilitärische Version allerdings am besten von dem Herrn mit dem charmanten Nachnamen am besten, also muss es die sein.

Richard & danilo

P.S.: Ja, wir haben ganz bewusst auf ein Wortspiel verzichtet, dass wir dies und das „voll ok“ finden. 😉

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