MusiConnaisseure, aufgepasst!

MusiConnaisseure, aufgepasst!

Wir beginnen das neue Jahr, wie wir das alte beendet haben: gut. Und mit einem interessanten Kopfhörer. Diesmal kein Bluetooth-Gerät, sondern ein klassischer Kabelträger - aber dafür mit einem außergewöhnlichen Design.

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Ashdown Engineering stellt seit 1997 in erster Linie Verstärker, Gitarren oder auch Effektpedale her. Mit dem OV-1 aus dem Hause der Tochterfirma Meters Music versucht sich die englische Firma nun in Kopfhörern. Wie kürzlich beim Real Blue von Teufel festgestellt, wird der Kopfhörermarkt für allerhand Audiotechnikunternehmen immer interessanter – ob Ashdown Engineering genug Expertise in dem Bereich gesammelt hat und der OV-1 etwas taugt? Hören wir mal rein.SLEAZE + Meters Music

Bereits beim Öffnen der Verpackung lässt sich erahnen, dass wir ein hochwertiges Gerät vor uns haben. Neben der obligatorischen Schutztasche gibt es beim OV-1 Messinstrumente an beiden Ohrmuscheln. Diese Instrumente dienen dazu, die Aussteuerung des Audiosignals abzulesen. Hört sich nach Nerdtalk an, hat aber laut Hersteller das Ziel, die Ohren des Musikkonsumenten zu schützen. Also darauf achten, dass der Zeiger nicht dauerhaft in den roten Bereich ausschlägt. (Übrigens: Macht auch in anderen Lebenslagen wie z.B. beim Autofahren Sinn.)

Nun ist natürlich die Frage, wie man darauf achten soll, wenn man nicht gerade die Augen von Knetmännchen hat (also um die Ecke schauen kann). Wir empfehlen einen kleinen Taschenspiegel – und glauben, dass das eher ein Hingucker für die Menschen außerhalb der Kopfhörer sein soll. Oder Ashdown Engineering setzt auf Wiedererkennungswert, da die gleichen vu-Meter auch in ihren Bassverstärkern verbaut werden.

Sound und Haptik

SLEAZE + Meters MusicDer nächste Aha-Effekt setzt ein, sobald man den Kopfhörer in den Händen hält: Im Gegensatz zu den allermeisten Konkurrenzprodukten, bei denen das Plastik höchstens in Metallfarben angesprüht wird, wurde hier (zumindest bei der Halterung der Ohrmuschel) Vollmetall verwendet. Das wiegt dementsprechend, wirkt robust und fühlt sich nach Qualität an. Einen hochwertigen Eindruck machen auch die überaus bequem aufsitzenden und ohrumschließenden Polster aus Leder.

Pluspunkte gibt es auch für die drei verschiedenen Abspielmodi, zwischen denen man durch einen Schalter am Kopfhörer wechseln kann: normaler Modus, Bass-Boost und ein Modus mit Geräuschunterdrückung – vorausgesetzt, der Akku des Kopfhörers ist geladen. Ist dies nicht der Fall, steht nur der normale Abspielmodus zur Verfügung und man verzichtet ebenso auf die Beleuchtung des vu-Meters. Da das Aux-Kabel nicht fest verbaut ist, sondern an den OV-1 angeschlossen wird, ist man nicht an eine vom Hersteller vorgegebene Kabellänge gebunden und kann sich auch mal – mit entsprechend langem Kabel –vom Abspielgerät wegbegeben.

In Sachen Soundqualität überzeugt Ashdown Engineering mit durchgängig klarem Frequenzspektrum – auch Lieder mit besonders vielen Einzelspuren werden originalgetreu und sauber wiedergegeben.

O-Vee to go?

SLEAZE + Meters MusicDas erwähnte Gewicht sowie die Kabel sind in einer Hinsicht ein Minus-Punkt: unterwegs. Kabel nerven einfach und dank Bluetooth sind sie heute nicht mehr obligatorisch – und das Gewicht kann auf Dauer mehr Beachtung einfordern als gewollt. Daher sehen wir den Kopfhörer eher als einen „Zuhause bis Minitrips-Kopfhörer“ denn als einen Allrounder – aber das ist einem Klang-Giganten wie dem OV-1 vielleicht sogar angemessener.

Alles in einem handelt es sich hierbei um einen hochwertigen Kopfhörer mit sehr guter Soundqualität – allerdings darf einen der Preis von 339,- € UVP nicht schrecken.

Ev

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