Mit Hi-Tech zum Melt-Check

Mit Hi-Tech zum Melt-Check

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Einstimmen auf das Melt...
Einstimmen auf das Melt…

Bisher war unser Melt-Mobil ein Renault Laguna Kombi aus dem Jahre 1998. Ein zuverlässiges Maschinchen, sogar schon mit Klimaanlage – die ich aber eh kaum benutze. Dazu mein oller o2-Vertrag, mit dem ich auf keinem Festival dieser Welt auch nur den Hauch einer Chance auf anständige Kommunikation habe. Dieses Mal aber habe ich mich vorbereitet. Ich hatte nicht nur Unterwäsche dabei und das Sixpack Warsteiner (man muss sich ja auf den Hauptsponsor einstimmen 🙂 ) für meinen Beifahrer, sondern war ausgerüstet mit einem BMW 116d, dem neuen – und ausgesprochen sparsamen – Diesel-Einser von BMW. Das Entertainment-System ist etwas umständlich, die Sicherheitsbestimmungen, dass man einige Sachen nur im Parkmodus ausführen kann, lächerlich. Aber der Wagen macht einfach Spaß. Wer bei DriveNow angemeldet ist, wird wahrscheinlich wissen, wovon ich rede. Dazu stellte HP uns das tolle Notebook namens „Envy 14 Spectre“ zur Verfügung, ein leichtes, ausgesprochen ästhetische Ultrabook mit Touchscreen. Zusammen mit dem Samsung S6 Edge und SLEAZE.melt2015.5schnellem Tethering dank MagentaMobil-Tarif der Telekom eine Traum-Kombi. Mit o2 konnte ich manchmal nicht mal telefonieren, mit der Kombi kann ich sogar am Laptop arbeiten.

So vorbereitet konnte mein Liebingsfestival kommen. Obwohl ich gestehen muss, dass das Melt nach meinem ersten Besuch der Fusion (ja, ich weiß, wie konnte ich nur so lange warten) einen echten Konkurrenten bekommen hat (trotz der ekligen Pizzabäcker, die beim Pizzateig kneten und belegen tatsächlich rauchen müssen). Dazu kommt, dass das Melt-Lineup schon besser war: einige Stamm-Bands, wenig Überraschungen, und Kylie Minogue auf so einem Festival mit großer Bühnenshow und mehreren Outfits wirkte fehl am Platz. Dazu war das Wetter dieses Jahr nicht gerade Festival-freundlich, wenn auch nicht ganz so schlimm wie bei Rock am Ring (Blitzeinschläge), Juicy Beats (abgesagt) und Wacken (kompletto Schlammschlacht).

Der Hauptgrund für die gute Stimmung liegt natürlich an den Leuten – sowohl vor als auch hinter den Kulissen. Auch wenn manche Gäste recht verstrahlt sind, hält sich alles in Grenzen. Es ist schräg, artet aber nicht ins egoistisch-hedonistische aus. Es gibt die Raver-Prolls aus dem Umland, aber in akzeptabler Anzahl. Die Mehrheit ist einfach angenehm. Und! Es gibt recht viele hübsche Menschen. Das Melt hat etwas geschaffen, worum sie viele Festivals (und Clubs) beneiden: eine große Fanbasis, die cool bleibt und – bisher – nicht abdriftet in den Mainstream. Und das schon seit Jahren.

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Hängt rum im Backstage: SLEAZE

Und in diesen Jahren hat sich einiges geändert: Als wir 2008 unseren Stand an der Main Stage hatten, ist das Festival im Schlamm fast ertrunken. Dann gab es vor ein paar Jahren einen Ansturm von bunt verkleideten Engländern – aber nur für dieses eine Festival. Dann es die musikalisch sehr gute Red-Bull-Stage, der ich immer noch hinterher trauer. Oder das Festival, wo diese dumpfe Security-Truppe aufpasste und fast einen Gast tötete beim Runterziehen von dem Bühnengerüst. Generell hat sich zwischen 2008 und 2013 jedes Jahr das Sicherheitskonzept verändert. Man wusste nie, wo man diesmal mit seinem Auto und Schlafplatz landete. Aktuell

Tschilln
Tschilln

haben sie die freiwillige Spende an die S.O.S. Kinderdörfer für „Freunde“ des Festivals. Freunde sind die, die nicht für ihr Ticket bezahlen. Weshalb die Spende ok wäre, wenn sie das offen so am Counter sagen würden und nicht versuchen, ihre Freunde auszutricksen. Dann gibt es seit ein paar Jahren das Warsteiner Backstage, eine clevere Erfindung auf dem Camping-Gelände, wo die Gäste vor- oder weiterfeiern können. Diesmal haben sie zusätzlich den Backstage umgebaut, weshalb man nicht mehr dirket auf die Desperados-/Modeselektor-Bühne schauen konnte leider…usw…

Fazit: Insgesamt ist das Festival toll. Und so werde ich nächstes Jahr auch wieder hinpilgern und voller Freude mich überraschen lassen, was sich die fleißigen Menschen dahinter diesmal ausgedacht haben.

daniloSLEAZE.melt2015.4

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