Maybach: Ein Traum von Konzept

Maybach: Ein Traum von Konzept

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Dieses Wochenende endet die Automesse IAA in Frankfurt. Zu diesem Anlass haben wir uns ein Highlight aufgehoben.

Wir wurden nämlich vor ein paar Wochen von Mercedes eingeladen, ihre (elektrisch betriebenen!) Maybach Concept Cars persönlich zu begutachten. Das haben wir wahrgenommen und es endete damit, dass ich in einem der Wagen eingesperrt war. Doch von vorn!SLEAZE + MB Maybach

Maybach und Concept Cars klingt schon fast zu viel. So wie ein Monstereis, auf dem auch noch Sahne und Streusel und Waffeln sind. Also waren wir natürlich gespannt, ob es zu viel des Guten ist oder die Designer noch an sich halten konnten.

Denn Concept Cars sind nun mal meist einfach sehr abgespacet. Da dürfen die Design-Kreativen sich austoben – auch wenn es leider oft nur ein Teil der Visionen in die späteren Autohäuser schafft.

Da die drei hier präsentierten Maybach-Conceptis wie Markenbotschafter durch die Welt tingeln, gibt es natürlich bereits Fotos. Auf denen sahen die Konzepte schon sehr gelungen aus. Aber es geht doch nichts über persönliche Haptikerfahrungen.

Cabrio, Coupé und SUV

Die drei Masterpieces rollen unter dem Claim „Visions of the Future“. Bei Maybach gibt es keine halben Sachen. Das merkt man auch, als der Maybach-Verantwortliche Lars Zeppenfeld loslegt, um über diese rollenden Visionen zu sprechen: Er kommt aus dem Schwärmen nicht mehr raus. Das zu Recht! Aber so emotional-begeistert sieht man deutsche Auto-Manager selten. Angenehme Abwechslung.SLEAZE + MB Maybach

Konkret warteten auf uns nun also das Coupé Mercedes-Maybach Ultimate Luxury, das Vision Mercedes-Maybach 6 Cabriolet und der SUV Vision Mercedes-Maybach 6.

Natürlich. Heutzutage geht wirtschaftlich nichts über SUVs. Meiner Meinung nach braucht man einen Maybach-SUV so dringend wie einen Porsche-Multivan oder einen Ferrari-Bus, aber gerade das Innere des des Maybach-SUVs ist schon mehr als pornös.

Ob man auf die Champagner-Schalen der Sitze steht, ist natürlich eine so eine Geschmackssache. Aber in das Concept Car passt es definitiv. Die digitalen Leuchteinsätze sehen aus, als hätte sich Freddy Kruger mit seinen Handklingen verewigt. Erstbewertung: Fett!

Und dann sind da ja noch das Coupé und das Cabrio. Diese beiden Autos sehen aus wie Gemälde. Schon von Weitem strahlen einen diese traumhaft schönen Wagen entgegen. Der edle Klavierlack und die lange Front, der minimalistische Einsatz von Unebenheiten – fantastisch.

SLEAZE + MB Maybach
Einladend!

So gibt es z.B. bei den beiden nur Außenspiegel-Schlitze, beim SUV wurde gleich komplett darauf verzichtet (das regeln da Kameras, die ihre Daten in den Innenraum schicken). Natürlich gibt es auch keine Antennen.

Selbst Griffe finden sich nicht so einfach. Das geschieht über Druck. Man muss allerdings wissen, wo man drücken muss. Und da es ja Concept Cars sind, wissen das teilweise nicht mal die Mercedes-Mitarbeiter, weswegen ich erstmal in dem SUV eingesperrt war – aber wenigstens mit Grünem Tee in Porzellan-Tässchen.

Etwas schade ist, dass man sich nicht in das Coupé reinsetzen konnte. Daher fehlt hier das Sitzgefühl. Aber von außen landet das elegante, langgezogene U-Boot nach dem Cabrio bei mir auf Platz 2.

Handarbeit im siebenstelligen Bereich

Wie erwähnt: Maybach macht keine halben Sachen. Und so verwundert es auch nicht, dass die Concept Cars in Handarbeit erstellt werden. Heißt: Wenn du so ein sexy Gerät haben möchtest, musst du schon diesen Betrag mit den vielen Nullen ausgeben.

Dafür bekommst du dann aber auch Individualität und keinen Wagen von der Stange. Würde ich mir es leisten können, würde ich mir das 750-PS-Cabrio wahrscheinlich gönnen. Allein das riesige digitale Display, das weiter geht als mein Blickfeld, hat mich eingefangen.

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Nun aber genug meiner Blicke, kommen wir zu deinen. Mach dir in unserer Foto-Galerie selbst ein Bild. Und wenn du kannst, versuche, die Wagen persönlich zu treffen. Sie sind es wert!

danilo

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