Körperliche Ertüchtigung in den „Woods“

Körperliche Ertüchtigung in den „Woods“

Mit körperlicher Ertüchtigung ist vor allem Herztraining gemeint. Denn Antagonist Studio hat mit dem Kickstarter-Spiel Through the Woods eine Geschichte mit Gruselmomenten geschaffen.

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Rein - oder lieber doch nicht?
Durch – oder lieber doch nicht?

Das Third-Person-PC-Spiel Through the Woods ist seit Kurzem bei Steam erhältlich. Kurz hatte SLEAZE bereits im Halloween-Artikel über das Grusel-Spiel geschrieben. Nun haben wir uns das Komplett-Training gegeben und nachgeschaut, ob die Schockelemente etwas taugen.

Unsere Heldin Karen befindet sich mit ihrem Sohn Espen in einer Ferienhütte in Norwegen. Während sie Tag und Nacht an einem Projekt arbeitet, setzt der kleine Espen auf Alleinunterhaltung. Kein Wunder, denn der Tagesablauf von Karen besteht aus essen, schlafen, arbeiten und noch mehr arbeiten und schlafen. Als Karen an einem Tag von ihrem Mittagsschläfchen wach wird, macht sie sich auf die Suche nach ihrem Sohn. Da sie ihm verboten hatte, am Steg zu spielen, vermutet sie ihn natürlich genau dort. (Aus der Situation wusste man schon, dass Espen eigentlich nur am Steg sein kann.) Als sie sich dem Steg nähert, sieht sie, dass ihr Sohn von einem Unbekannten in ein Boot verschleppt wird. Schnurstracks schmeißt sie sich mit ihrer blauen Jacke in den See und verfolgt den Kidnapper, der gemütlich mit ihrem Sohn ans andere Ufer paddelt. Ab jetzt muss sich Karen durch einen unbekannten, norwegischen Wald kämpfen, um ihren Sohn zu finden.

Achtung Spoiler!

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Man will nicht immer wissen, wer das ist oder was da grad geschieht.

Es war einmal

Schon am Anfang des Spieles ist klar, dass es sich um eine Nacherzählung handelt. Findet Karen ein Objekt oder erreicht sie einen Ort, erzählt die Karen aus der Zukunft, was geschehen ist. Du befindest dich in der Erzählung und spielst ihre Erinnerungen. Aber nicht nur Karen erzählt etwas über die Geschichte. Du kannst verschiedene Briefe, Buchausschnitte und Notizen finden, in denen norwegische Folklore und Mythologie beschrieben werden.

Warnsignal
Im Gegensatz zur Demo – die man noch bis kurz vor dem Release runterladen konnte – sind nicht überall Reflektoren (Espen ist begeisterter Reflektorensammler und hatte in der Demoversion des Spieles wohl einen LKW mit Reflektoren bei seiner Entführung dabei), die einem zeigen, wo man hin muss. Das führt dazu, dass man auch schon mal im Kreis läuft. Außerdem sind nicht alle Pfade sofort zugänglich. Oder präziser: zugänglich schon, aber du wirst mit Sicherheit nicht einfach so dort lang spazieren können oder wollen.

Es werde Licht oder lieber doch nicht?
Nicht immer sieht man das, was man zu sehen glaubt. Das Auge spielt einem manchmal Streiche. Und wenn es klarer wird, kann es ganz schnell gruselig werden. Die verschiedenen Figuren und Orte haben verschiedene Sounds, ebenso Wesen, auf die du triffst. Wenn du dich im Wald bewegst, solltest du unbedingt darauf achten und im Notfall lieber einen anderen Weg gehen oder, versuchen dich vorbei zu schleichen.

Karen ist mit einer Taschenlampe unterwegs. Daher gleich einen wichtigen Tipp: Nicht alles im Wald ist friedlich. Wenn du per Diskokugelexpress durch den Wald huschst, sieht man dich besser. Das kann Vorteile haben. Andererseits gibt es vielleicht auch Kreaturen, die Licht gar nicht ausstehen können.

Der Mond als Lichtquelle.
Der Mond als Lichtquelle.

Die Grafik ist toll, der Wald und die ganze Umgebung. Sehr schön anzusehen, wäre da nicht das Ruckeln im Spiel. Die FPS bei einem Spiel sollten in der Regel mindestens 30 Bilder pro Sekunde betragen, damit das Spiel flüssig ist. Das war hier nicht der Fall. Bei mir lag die Framerate manchmal unter 30, was doch sehr ruckelig für das Auge war. Was ich mir dazu gewünscht hätte, wäre ein aktiveres, längeres  Gameplay. Man findet zwar Sachen, die den Spieler von der Geschichte her weiterbringen, aber sonst besteht das Spiel daraus, Objekte zu finden und sich mit Taschenlampe und durch den Wald zu kämpfen. Nach etwas über vier Stunden Spielzeit war ich durch mit dem Spiel. Ich hätte gerne noch etwas länger gespielt.

Gerade, weil ich definitiv ein kleiner Fan des Spiels bin. Der wichtigste Teil für das Spiel sind auf jeden Fall die Geschichte und der Soundtrack. Das narrativ gehaltene Spiel und die sehr hübsche Grafik sind weitere große Pluspunkte des Spiels und lassen über eine manchmal sehr wackelige Performance hinwegsehen.

Viel Spaß,
Magda

Titel: Through the Woods
Publisher: Antagonist Studio
VÖ: bereits veröffentlicht
Plattformen: PC

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