Ich brauch‘ keinen Vibrator, der mir den Kitzler wegschmirgelt!

Ich brauch‘ keinen Vibrator, der mir den Kitzler wegschmirgelt!

Hiermit gestehe ich: Immer, wenn ich etwas Neues testen darf, bin ich ein wenig aufgeregt. Ich nehme an, das geht anderen ebenso. Vielleicht erklärt das sogar diesen merkwürdigen Erfolg der bescheuerten Unbox-Videos. Wie auch immer. Heute bekomme ich die doppelte Ladung „Aufregung“. Und nein, ich rede nicht von einem süßen Jungen, den ich teste. Aber… so ähnlich.

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SLEAZE + Lelo Smart Wand

Es ist soweit. Er lag schon eine Weile im Büraw rum, weil ich keine Zeit hatte, aber auch niemand anderen an ihn ranlassen wollte. Nun habe ich mir Zeit genommen. Das klingt zwar immer etwas blöd, wenn es um Sex geht so nach dem Motto „Wir haben noch einen Bumstermin am 21.10. vormittags frei. Soll ich Sie vormerken?“, aber hey: Manchmal geht es nicht anders. Oder, um in den erotischen Wort(vor)spiel zu bleiben: Es kommt (einem) eh oft anders, als frau denkt.

Also, der Termin ist vorgemerkt. Heute ist der 17.10. und ich habe bis dahin noch viel zu tun. Aber irgendwie driften die Gedanken doch immer wieder zu Sonntag. Oh Gott, ich fühle mich, als hätte ich ein Date mit einem Jungen, für den ich schon lange schwärme. Dabei geht es nur um einen Vibrator.

Auch wenn „nur“ eigentlich fehl am Platz ist. Denn der Lelo Smart Wand ist die Kirsche auf jeder Torte (aka Klitoris). Allein die Optik! Wenn er nur halb so gut ist, wie er aussieht, werde ich den Sonntag komplett im Bett verbringen. Aaaah, ich muss alles vorbereiten!

SLEAZE + Lelo Smart Wand
Sieht edle (und) verlockend aus

In meinem Kühlschrank ist nämlich wieder einmal Ebbe. Da fehlen dringend Obst und Gemüse und andere gesunde Sachen. Und so ein, zwei Pikkolo wären auch nicht schlecht. Oder vielleicht doch lieber eine große Flasche? Eine Magnum vielleicht? Ah ne, nun mal nicht übertreiben. Außerdem erinnert mich Magnum immer an Tom Selleck, und dieser Porno-Schnurrbart ist voll Abtörn.

Sonntag, Lelo-Lay-low-Tag

So, es ist soweit. Mr. Lelo is waiting for its (or his) cherry. Ich habe ja vor einer Weile bereits den – oder die – Lily 2 getestet, aber der Smart Wand ist noch mal eine ganz andere Nummer. Falls hier Rechtschreibfehler auftauchen – ich hatte gerade meinen ersten Sekt. Diesen milden Freixenet. Voll gut. 🙂 Und da der ja in jeder Hinsicht beflügelt, habe ich mir bei Urban Dictionary angeschaut, was lay low eigentlich so alles bedeutet.

Ich dachte ja, da geht es auch wieder um Sex – wurde aber enttäuscht. Das scheint einfach ein Wort für „runterkommen“ in allen möglichen Situationen zu sein. Also nicht ganz falsch, aber nicht im Sinne von „flachlegen“. Ich hoffe dennoch, dass mich L.S.W. flachlegt. Hach, wie „exciting“!

Also, auf geht’s. Die Verpackung ist so edel wie das Gerät auf der Abbildung. Offiziell wird das Gerät für eine „tiefgehende Ganzkörpermassage“ angepriesen. Zum Glück habe ich gestern Abend noch dran gedacht, meinen neuen Freund an die Kette zu legen. Die Nacht am Strom tat ihm gut, er ist komplett aufgeladen; trotzdem nur halb so viel wie ich bin.

Der Smart Wand ist dezent gehalten. Natürlich. Das edle Aussehen soll nicht durch eine Knopf-Armada gestört werden. Als ich den Startknopf drücke, surrt er angenehm fordernd und verlockend los. Die Optik erinnert mich allerdings sehr an diese merkwürdigen Mikrofone, die sich US-Pornodarstellerin bei ihren Selbstbefriedigungsvideos zwischen die Beine schieben. Irgendwie komisch sieht das aus – und dem Massagekopf zu urteilen ist der eindeutig für eine Außenanwendung gedacht, wenn man nicht Vorbereitungen für eine Geburt treffen möchte.

Ich drücke noch mal auf den Knopf, und ein leichtes Brumm-Stakkato beginnt. Ok, verstanden trotz zweitem Sekt – wir sind in den verschiedenen Modi. Ich drücke noch mal und noch mal. Und dann noch mal und noch mal. Verdammt, wie viele Modi hat das Teil? Ich drücke und drücke, um wieder in den Anfangsmodus zu gelangen. Und hab mich wohl verdrückt. Nun bin ich schon wieder bei diesem einen Stakkato-Modus. Ok, also jetzt langsam durchklicken…

SLEAZE + Lelo Smart Wand
Acht Massage-Varianten und unendlich Freude.

Geschafft. Nun geht es an die auf der Webseite sehr explizit beschriebene Power des Geräts. Ich drücke auf „Plus“ und das Gerät wird fordernder. Wow, ok, das ist ganz schön heftig. Ich drücke, bis ich glaube, die höchste Stufe erreicht zu haben. Das Gerät schüttelt mich ordentlich durch. Dabei halte ich es nur in der Hand. Krass.

Mir aber auch schnell zu krass. Ich halte es mir vorsichtig an meinen Rücken. Ok, ok, ich muss das erstmal runterdrehen. Meine Güte, hat das Ding Power! Mit einer vorsichtigen mittleren Einstellung lasse ich das Gerät nun meinen Rücken bearbeiten. Praktisch, dass das Gerät so groß ist, so kommt man auch in Bereiche, die sonst nur Yoga-Meister bei sich selbst kennen.

Hat man einmal die richtige Massagestufe gefunden, ist der Smart Wand sehr angenehm. Der Silikon-Überzug gleitet über die Haut und spendet überall gleichmäßig Freude. Wenn man etwas Massageöl dazu nimmt, wird das Ganze noch flüssiger und angenehmer. Aber nicht übertreiben damit! (So wie es mir ging, weil ich leider das Fläschchen etwas ungeschickt hielt. Nein, daran ist nicht der Sekt schuld! …glaub ich zumindestens.)

Die geheimen Hallen

Meine Neu- und Begierde hält es jetzt nicht mehr aus. Mr. Lelo wandert wie von selbst Richtung Schoß. Die Berliner BVG hat mal Unterwäsche produzieren lassen, wo es Mädchenschlüpper gab mit der Aufschrift Gleisdreieck (so heißt eine Station in Berlin). Ganz schön versaut, diese BVG. Hat wohl zu viel an das V (was für Verkehr steht) in ihrer Mitte gedacht. Aber wie komme ich jetzt darauf?

Also Mr. Lelo, Ziel ist das Gleisdreieck. Bitte nicht vorbeifahren! Das Massagegerät ist nun an der genau richtigen Stelle – und fühlt sich verdammt gut an. Ich vergesse fast, dass ich ja einen redaktionellen Auftrag habe. Ich wollte noch…verdammt. Vergessen. Puh, ist das schön. Ah ja, stimmt, ich wollte die Vibration erhöhen. Ich drücke auf Plus, während in meinem Körper sich alles auf Fortpflanzung einstellt, und merke, wie das Gerät anfängt, nicht mehr zu schnurren, sondern zu knurren.

Das wird begleitet von einem massiven Vibrieren, welches schon fast schmerzlich ist. Alter!!! Ok, ich muss eine Pause einlegen. Das fühlt sich fast wund an. AAAAHHH!!! Uff, uff. Also, ganz aufgedreht ist mir das echt zu viel. Ich mag ja Sex gern etwas härter, aber das hier ist, als würde ich glattpoliert. Krass!

Und dazu vibriert das Gerät so, dass mein Arm sich anfühlt, als wäre er eingeschlafen gewesen. Das ist mir eindeutig zu hart. Ich stufe das Gerät wieder auf die mittlere Vibration und stelle erfreut fest, dass die Glücksgefühle zurückkommen. Apropos kommen…

SLEAZE + Lelo Smart Wand
Fazit: der Lelo lässt das Herz höher schlagen

Der Tag danach

Ich habe geschlafen wie ein Baby. Zum Glück habe ich heute noch frei und kann den Montag chillig angehen lassen. Und das am besten, indem ich Mr. Lelo noch mal gehen und an mich rangehen lasse. Beim zweiten Mal ist es sogar noch schöner. Zwischendurch lasse ich ihn über meinen Rücken wandern, bis er – fast von allein – seinen Weg  zurück an seinen Hauptwirkungsort findet. Sehr schön.

Nachdem der Smart Wand seinen Solo-Test so gut bestanden hat, darf mein Freund mich demnächst auch mal damit massieren. Denn im Rückenbereich ist es trotz der stattlichen Größe natürlich nicht komplett entspannend, wenn man dabei Verrenkungen machen muss. Aber für den Rest… sehr zu empfehlen.

Allerdings, das könnte für manch einen ein Abtörn sein, kostet das Gerät auf der Webseite auch 179,-. Das ist selbst für so ein Premiumgerät natürlich ein stolzer Preis. Wer sich aber etwas gönnen will – oder vielleicht auch bald schon noch ein besonderes Weihnachtsgeschenk sucht – der kann mit dem Smart Wand Large nichts falsch machen.

Viel Spaß!

Leazel

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