I heart Sharks – ganz persönlich

I heart Sharks – ganz persönlich

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SLEAZE.i-hearts-sharks4Kontrastreich! Das ist wohl die passende Umschreibung für das diesjährige Programm beim Rhein-Rock Open Air 2015 in Monheim. Von Metalcore über Rockabilly bis hin zum BritPop, so wurde das Lineup vom Veranstalter angekündigt.

Meine Vorahnung hatte sich bestätigt. Bis zum Abend hin gab es fast ausschließlich eine Mischung aus Hardcore, Trash und Heavy Metal auf die Ohren. Der Bereich vor der Stage wurde von einigen wenigen Metal-Fans zum Pogen und Headbanging genutzt. Zum Glück hat das Wetter mitgespielt und die meisten Leute haben es sich mit kühlen Getränken auf der Wiese gemütlich gemacht und alles aus der Ferne beobachtet. Eine Ausnahme am Nachmittag machte zwar die Indie-Band „Shy Guy At The Show“ mit doch tanzbaren Synthesizer-Beats, aber wirklich angenehmer wurde die Atmosphäre erst am Abend mit dem Co-Headliner „Bad Bone Junction“, die mit Rockabilly den ersten richtigen Kontrast ins Programm brachten. Das ist auch der Moment, als sich die Stimmung etwas lockert und zumindest eine etwas größere Menge an Leuten vor der Bühne zum Feiern ansammelt. Doch den absoluten Höhepunkt des Festivals bieten die Headliner des Abends „I Heart Sharks“, auf die ich mich persönlich am meisten gefreut habe. Und das Beste: Bereits vor ihrem Auftritt kurz nach ihrer Ankunft war Pierre schon für einen kleinen Plausch zu haben.SLEAZE.i-hearts-sharks5

Er erzählte mir, dass sie neun Stunden von Berlin ins Ruhrgebiet unterwegs waren und wie sie sich im Kleinbus die Zeit vertrieben; dass sie im Moment eigentlich eine kleine „Pause“ eingelegt haben und nur sehr wenige Festivals spielen. Und dann bleibt auch kaum Zeit, denn das Equipment muss ausgeladen und aufgebaut werden. Für ein Bandfoto und auf einen Drink würden wir uns nach dem Auftritt wiedersehen.

Wie erwartet haben I heart Sharks das kritische Publikum für sich begeistern können. Auch wenn es etwas schade war, dass nur ein etwas spärlicher Teil der mittlerweile schon großen und treuen Fanbase der Jungs anzutreffen war, lassen sich Pierre und Co. dadurch in keinster Weise ausbremsen und und hai-zen ein. Mit „Let’s just pretend it’s summer“ lassen sie an diesem Abend tatsächlich so etwas wie Sommergefühle aufkommen. Bei „The World Is Yours“ wird es sportlich, I Heart Sharks gehen auf Tuchfühlung mit dem Publikum und geben im sphärisch blauen Scheinwerferlicht nochmal alles. Gitarrist Simon springt von der Bühne und macht es vor, alle müssen in die Hocke und auf Kommando hoch springen.

SLEAZE.i-hearts-sharks3Mit drei Zugaben und dem von Pierre angekündigten Love-Song „Half A Heart“ verabschieden sich die Haifreunde vom begeisterten Publikum.

Neues Material wird es ab Januar nächstes Jahr geben und dann dürfen wir uns sicher auch wieder auf eine umfangreiche Tour freuen! Aber vorerst freute ich mich über das versprochene abschließende kühle Bier mit den Sharks.

Daniel

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