I am Mother: Drei Charaktere + zwei Schauplätze = ein guter Film?

I am Mother: Drei Charaktere + zwei Schauplätze = ein guter Film?

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Bei I am Mother geht es um Tochter und Mutter. In deren harmonische Beziehung dringt eine Frau ein, die eines Tages blutverschmiert vor der Anlage steht. Tochter kennt auch nichts anderes als die Anlage, bis die fremde Frau dazu kommt und Tochter ihr folgt.SLEAZE + I am Mother

Es gibt öfters Filme, die an wenigen Orten spielen oder auch nicht so viele Charaktere besitzen. Doch meist fehlt den Filmen an Tiefe oder an Sinn. Weniger ist mehr zählt halt nicht unbedingt für Filme.

I am Mother ist auch wenig abwechslungsreich, was ihn allerdings nicht schlecht macht. Mutter ist ein Roboter, der programmiert ist, eine neue Bevölkerung zu erziehen, da es auf der Erde keine mehr gibt. Rund 6.000 Embryos sind in der Anlage und warten darauf, in die künstliche Gebärmutter zu kommen. Der Embryo wächst aber dort nur 24 Stunden heran und wird dann geboren.

Tochter ist der Anfangsstadium. Sie wächst dann zu einem ganz normalen Mädchen heran. Sie tanzt Ballett, schaut alte Talkshows, lernt, legt Prüfungen ab und rebelliert auch ein wenig. Wenn Mutter sich abends aufladen muss und somit aus ist, erkundet Tochter die Anlage. So entdeckt sie eines Tages die fremde Frau vor der Tür.

SLEAZE + I am Mother

Wie du vielleicht merkst bei der Beschreibung, hat der Film wirklich nicht viel unterschiedliche Orte oder Charaktere. Aber das macht ihn interessant. Der Zuschauer bekommt eigentlich nur das mit, was auch Tochter erfährt.

Jedoch haben die Macher ein, zwei Twiste mehr für die Zuschauer eingebaut, damit der Zuschauer seine Schlüsse daraus ziehen kann. Dennoch muss man den Film bis zum Ende schauen, um das große Ganze wirklich zu verstehen.

Grant Sputore legte mit I am Mother ein Regiedebüt hin, welches sich durchaus sehen lassen kann. Mit wenig Aufwand wäre die falsche Wortwahl, aber er hat aus wenig wirklich viel gemacht. Ein guter, komplexer Film, der einen auch nach den fast zwei Stunden noch nicht loslässt. SLEAZE I am MotherWoran „Tochter“ Clara Rugaard nicht ganz unschuldig ist. Sie hat noch nicht so viel Schauspielerfahrung, aber überzeugt auf ganzer Linie.

Meike

Titel: I am Mother
Kinostart: 22.08.2019
Dauer: 115 Minuten
Genre: Sci-Fi, Thriller
Produktionsland: Australien
Filmverleih: Concorde Filmverleih

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