Hu(rra) oder a(u)wei? Das MediaPad T3 10 im Test

Hu(rra) oder a(u)wei? Das MediaPad T3 10 im Test

Wortwörtlich aus dem Altgriechischen übersetzt bedeutet das Wort Huawei: „Bunter Nacktmull, der am fließenden Wasserstrom sitzt und ruht“. Ob das technische Repertoire des MediaPad T3 10 ebenso punkten kann wie der Name des chinesischen Tech-Unternehmens?

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SLEAZE + Huawei MediaPad T3 10
Wer findet den Fotografen auf dem Bild? 😉

Fangen wir den heutigen Testbericht zum Huawei MediaPad T3 10 mal mit etwas, wie es so schön im Youtuber-Jargon heißt, „Real Talk“ an:
Wer liest sich heutzutage bei Technik-Reviews eigentlich noch den ellenlangen Text durch, der vor dem abschließenden Fazit kommt, in welchem die Informationen stehen, die man wirklich haben möchte? Wahrscheinlich doch nur die Menschen, von denen wir das Testgerät geschickt bekommen haben, um zu schauen, ob wir irgendwelchen Quatsch über das T3 schreiben. Hihi. Dann will ich die Gelegenheit gleich mal an der digitalen Haarpracht packen und sagen: „Hallo liebe Huawei-Vertreter. Danke, dass ihr uns das MediaPad zur Verfügung gestellt habt. Wir werden nach bestem Wissen und Gewissen darüber urteilen und nun wünschen wir euch noch einen schönen Tag.“

SLEAZE + Huawei MediaPad T3 10
Das MediaPad als Steilvorlage
Soviel zur Einleitung…

Aber zurück zum Thema. Unterm Strich will man doch eigentlich nur wissen, ob das getestete Gerät, bei welchem man eventuell auch irgendwann mal vorhat, es sich zuzulegen, etwas taugt. Und dabei werden großgeschwungene Reden vorher ja in der Regel immer mit Desinteresse abgestraft. Und da du das weißt und ich das weiß, machen wir das heute mal…

SLEAZE + Huawei MediaPad T3 10
Soviel ich weiß, lässt dieses kryptische Detail auf die Herstellerfirma schließen…
Wir machen das heute mal anders

Aufgrund des eingangs erwähnten Phänomens gestalten wir diesen Buchstabensalat hier nämlich jetzt mal etwas ungewöhnlicher. Und zwar… *Trommelwirbel* … fangen wir …*nochmal Trommelwirbel*… mit dem …*langsam geht mir der Trommelwirbel auf den Keks*… FAZIT an:

Ich probiere mich in der Eröffnung des Fazits mal an einer neuen Wortkreation aus: positiver Durchschnitt. Genau das ist es nämlich, was das T3 10 für mich ist. Mit dem MediaPad haben die Damen und Herren aus dem Hause Huawei ein solides Stück Technik geschaffen, welches merklich versucht, sich im Markt der Mittelklasse-Tablets zu behaupten. Das gelingt manchmal mehr, manchmal weniger. Wenn man sich bei der Konkurrenz umschaut, ist das Preis/Leistungsverhältnis passend. 180 € Anschaffungsgebühr sind für den Leistungskatalog und Performance durchaus vertretbar. Eine relativ geringe Auflösung, verbesserungswürdige Kameras und ein recht lange Akkuladezeit stehen hier einem soliden Prozessor und einem erweiterbaren internen Speicher gegenüber.

„Auf dem Balkontisch liegen“ – eine Disziplin, in der das Pad wirklich glänzen kann…

Unterm Strich reicht das Pad ohne Weiteres aus, um deinen digitalen Alltag zu meistern. Mails schreiben, einen Anruf tätigen, Facebook checken, Notizen machen, ein paar Fotos knipsen… alles kein Problem und für unsere Durchschnittstätigkeiten mit einem Pad mehr als
ausreichend.
Hast du höhere Erwartungen an ein Tablet, solltest du dich vielleicht mal bei anderen Geräten / Herstellern umschauen, wobei du dich dabei aber natürlich auch auf einen deutlich tieferen Griff in die Brieftasche deines Vertrauens einstellen musst.

Ach, und übrigens: „Huawei“ ist ein Eigenname und hat (leider) nichts mit Nacktmullen oder fließendem Wasser zu tun. Aber so etwas bekommt man nur mit, wenn man auch den ganzen Artikel liest. Ich gratuliere, du bist (jetzt) einer davon! 😉

Und nun folgt das oben erwähnte informative Wortgewitter für alle Ner…ääh… Technikbegeisterten, die es ganz genau wissen wollen:

Gehäuse

Das MediaPad liegt mit seinen 8mm Höhe und 470 g Gewicht gut in der Hand und macht durch den anodisierten Alukörper einen sehr stabilen Eindruck, was insbesondere in dieser Preisklasse nicht selbstverständlich ist. Die Verarbeitung ist insgesamt gelungen und zeugt von sauberer Arbeit. Anschlüsse sind in Form eines microUSB (der leider nur mit USB 2.0-Geschwindigkeit arbeitet) und SIM-Kartenschacht bzw. microSD-Kartenschacht vorhanden. Das Gehäuse lässt sich dabei – wie bei Tablets (oder inzwischen fast allen Geräten) üblich – nicht öffnen.

Mit etwas Fingerspitzengefühl eignet sich das Pad sogar den aufrechten Gang an.
Leistung/ Software

Das Betriebssystem hört auf den Namen Android 7.0. Ein Qualcomm Snapdragon 425 Quad-Core-Prozessor mit 1,4 GHz und 2 GByte RAM bildet das Leistungsskelett des T3. Der Grafikchip Andreno 308 kann leider mit dem Vorgänger nicht mithalten, weswegen ein Spiel wie „Asphalt 8: Airborne“ auch vorschlägt, eher niedrigere Grafikeinstellungen zu wählen. Dafür läuft es aber ohne Probleme. Das liegt vor allem an der – gegenüber dem Vorgänger – erhöhten GHz-Zahl. Na wenigstens etwas. 😉
Der interne Speicher von 16 GByte lässt sich praktischerweise per microSD-Karte problemlos erweitern, wobei Huawei allerdings keine Angabe macht, wo dabei die Grenzen liegen. Meine 32GB-Karte hat das Tablet auf jeden Fall angenommen und ich habe bei vertrauenswürdigen Portalen im Wörld Weit Wäb gelesen, dass es auch bei 64GB keine Probleme geben soll. Die Urlaubsfotos der letzten zehn Jahre kann man notfalls also auch mal spontan auf dem Pad zwischenparken.

SLEAZE + Huawei MediaPad T3 10
Die richtigen Bilder und schon klappt´s auch mit den Nachbarn.
Display

Das 9,6 Zoll-Display im Format 16:10 schwächelt mit einer Auflösung von gerade einmal 1.280 x 800 Bildpunkten, was einer Pixeldichte von 157ppi ergibt. Fotos und Bilder wirken dabei oft verwaschen und bei Schrift macht sich der Treppeneffekt bemerkbar. Der Vorgänger löste hierbei immerhin noch mit 1920 x 1200 auf. Noch dazu wäre ein hellere Anzeige wünschenswert. Unter freiem Himmel lassen sich Inhalte auf dem Bildschirm oft sehr schwer erkennen und auch die enorme Spiegelung ist nicht wirklich angenehm. (Auch wenn diese Unart allgemein bei Tablets und auch Laptops definitiv keine Neuheit ist.)
Den Farbumfang empfand ich bei meinem Testgerät als ausreichend und auch die Kontraste kamen recht gut zur Geltung. Zumindest wenn man die Bilder der Frontkamera ausklammert. 😉

Akkulaufzeit

Das MediaPad ist mit einem 4.800 mAh starken Akku ausgestattet. Dieser hielt in unserem Test bei voller Auslastung – also mit eingeschaltetem Wlan und voller Bildschirmhelligkeit einen Solitärrekord nach dem nächsten jagend – knapp acht Stunden. Das Aufladen gestaltet sich dabei allerdings bei komplett leerem Akku mit knapp fünf Stunden als vergleichsweise lang.

SLEAZE + Huawei MediaPad T3 10
Diese drei Bilder…
Kamera

In typischer Tablet-Manier ist die Kamera des T3 eher dafür geeignet, kurze Schnappschüsse zu machen, als wirklich sehenswerte Fotos aufzunehmen. Die Hauptkamera mit ihren fünf Megapixeln macht dabei allerdings Fotos, die man sich auch gern nochmal anschauen kann. Die Ergebnisse der 2-Megapixel-Frontkamera ähneln dabei dann aber eher schon verwackelten Smarthphone-Bildern mit Gemäldefilter. Aber für eine kurze Aufnahme oder Videotelefonie reicht es völlig aus.

SLEAZE + Huawei MediaPad T3 10
…habe ich mit der Hauptkamera…

Wer Wert auf gute Fotos legt, kauft sich schließlich auch kein Tablet. Zumindest nicht aus dieser Preiskategorie. Videos lassen sich zudem über die Hauptkamera mit maximal 1.280 x 720 Pixel aufnehmen. Aber wie sagte es einst Casey Neistat sinngemäß zu seinen Zuschauern: Es kommt nicht auf deine Kamera an, sondern auf die Idee hinter deinem Film. Dem Motto entsprechend steht deiner großen Youtube-Karriere also auch das MediaPad T3 10 von Huawei nicht im Weg.

SLEAZE + Huawei MediaPad T3 10
…des MediaPads geknipst.

…und zu guter Letzt für alle eiligen Scrollbalkenvergewaltiger:
Sorry, aber das Fazit musst du schon im Text suchen. Muhahaha.

Axel

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