Hi-Tech nostalgisch

Hi-Tech nostalgisch

Noch vor wenigen Jahren war das kommunikative Standardgerät für Geschäftsleute ein Blackberry. Mit der eigenen Blackberry-Verschlüsselung fühlten sich die Macher (und die, die gern welche wären) sicherer – und es gehörte einfach zum coolen Business-Statement, per haptischer Tastatur und Trackingball seine Mails zu verschicken. Dann wurde die Welt smarter…

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SLEAZE + Blackberry nostalgisch
Fliegen und Blackberry – zwei Statuszeichen für Geschäftsleute unter sich

Wer technisch-nostalgisch veranlagt ist, kommt in letzter Zeit wieder voll auf seine und ihre Kosten. Auch Blackberry mischt da mit. Aufmerksame Leser haben die einstige Kult-Geschäftshandyfirma natürlich schon im SLEAZE @ventskalender registriert und ein Gewinner kann sich über das schicke KEYone freuen, was es kurz vor Heiligabend gab.

SLEAZE + Blackberry nostalgisch
Sensible Daten schützen

Blackberry hatte ja wie Nokia den Smartphone-Trend gehörig verschlafen, ist aber dank des chinesischen Eigentümers TCL nun dabei, wieder Boden gut zu machen. Das liegt zum einen daran, dass sich Blackberry von dem eigenen Betriebssystem verabschiedet hat und ebenfalls auf Android setzt. Das klingt sicherheitstechnisch erstmal nicht so gut, aber Blackberry setzt weiterhin auf eine eigene Sicherheitsstruktur. Ob die sich genauso bewährt wie in der Vergangenheit, wird die Zukunft zeigen.
Zum anderen kann zumindest das Blackberry KEYone sowohl nostalgisch als auch technisch und preislich punkten. Technisch in der vorderen Liga, ist es zumindest bei mir aber vor allem das Nostalgische, was am meisten den Ausschlag gibt.

Bis zum Anschlag erhaben-haptisch

Ich muss gestehen, ich bin etwas aus der Übung, auf einer Handytastatur zu schreiben. Zur Beruhigung für alle Anti-Haptiker: Es gibt zusätzlich natürlich auch eine Bildschirm-Tastatur. Aber das Gefühl, wieder diese kleinen Tasten zu spüren, wecken sehr positive Gefühle.

SLEAZE + Blackberry nostalgisch
Wir sind immer noch verliebt in die Tastatur.

Das erste Tastenhandy hatte ich, als SLEAZE gerade begann. Damals noch ein Gerät namens Palm, die ja mit ihren Handhelds auch mal groß waren. An der PDA-Firma verbrannte sich dann irgendwann HP die Finger und ließ diese dann klugerweise von dem Marktsegment.

Blackberry hatte mehr Glück und darüber bin ich sehr froh. Das Gerät könnte mein neues Lieblingssmartphone werden. Etwas ungewöhnlich, dass der An-/Aus-Knopf auf der linken Seite zu finden ist, aber ansonsten hat das Telefon alles, was man braucht – und was man nicht braucht. Die 8MP-Frontkamera zum Beispiel zeigt, dass entweder inzwischen selbst seriöse Geschäftsleute gern Selfies machen – oder das Telefon (auch) für einen anderen Markt gedacht ist.

SLEAZE + Blackberry nostalgischAnsonsten gibt es nicht viel Negatives: Gewicht, Optik, Verarbeitung sind sehr gut, die vertraute Android-Plattform macht die Orientierung einfach – und das Telefon wirkt unglaublich schnell bei seinen Prozessen. Allerdings ist eine haptische Tastatur natürlich anfälliger für Staub und Abnutzung.

Auch das muss die Zeit zeigen, zunächst wirkt die Verarbeitung aber so, als wenn das Telefon – wie die meisten anderen Handys – eher durch Runterfallen als durch Abnutzung stirbt. Bis dahin aber werde ich viel Spaß mit dem Blackberry haben.

danilo

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