Geeks. Jetzt neu mit Tattoos.

Geeks. Jetzt neu mit Tattoos.

Das wurde auch höchste Zeit! Nerds, Programmierer, Geeks und Konsorten verlassen LAN-Partys, Versuchslabore und Konsolen. Mit Stolz geschwellter Hühnerbrust entern sie Tätowierstuben, um dort ihre blasse Haut verschönern zu lassen.

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Nerds zeigen Eier, Computerfreaks Megaherz, Wissenschaftler ihre Glücksformel,
Spielejunkies ihren Lebensbalken. Obwohl man die Geeks alle in einen Topf wirft, sind ihre Tattoos ganz verschieden. Manchmal sind sie ein bisschen peinlich, manchmal sind sie lustig, manchmal schlau, und manchmal auch so schlau, dass kein Mensch sie versteht.
SLEAZE begrüßt Geek-Tattoos mit einer Vorstellung der wichtigsten Gruppen.

1. Gamer: Bonusleben für Credibility

Im Land der flinken Daumen gilt: je oldschooler, je cooler. Deshalb sind Motive wie das Atari-Logo, der allererste Gameboy oder Pacman auch besonders beliebt.
Aber auch Spielecharaktere aus World of Warcraft oder Mario, Sonic und Zelda finden sich auf dünnen Ärmchen oder Arschbäckchen. Und auch für die Mädchen gibt‘s was auf die
Haut. Das Lieblingstattoo von Gamer-Girls ist der total süße Mario-Pilz.
SLEAZ fordert Superkräfte für tätowierte Gamer auch im echten Leben. Zumindest dienstags und samstags.

2. Mattscheiben-Junkies: Fans für die Ewigkeit

Auf eines können die Mattscheiben-Junkies beim Tätowieren auf keinen Fall verzichten: dass jemand ihnen ihre Sendung aufnimmt, während sie nicht zu Hause sind. Ganz vorn
mit dabei in dieser bunten Flimmerwelt sind Tätowierungen aus Star Wars / Trek. Viele Yodas es gibt.

Raumschiffe, Klingonen-Symbole, Waffen – you name it. Aber die Kraft ist auch mit dem ganzen Rest: Von den neuesten Cartoons bis zu ganz alten Kamellen gibt es nichts, das es nicht gibt. Und vermutlich guckt der Nicholson als Jack Torrance von mehr Körpern durch die Tür als alle Staubsaugervertreter zusammen.
SLEAZE fordert für jeden Junkie eine Stunde exklusiv mit seinem Helden. Anreise von
Tatooine, Melmac, Cirque Lodge o.ä. auf eigene Kosten.


3. Computerfreaks: Codes für schlaue Köpfe

Manche Computerfreaks gehen mit Tattoos genauso kreativ um wie Günter Netzer seit 40 Jahren mit seiner Frisur. Das Ergebnis sind dann zum Beispiel Apple- oder Linux-Logos.
Wer seinen Namen oder anderen Botschaften wie Liebeserklärungen im binären Code auf dem Arm trägt, ist da schon um einiges lässiger. Aber am arschcoolsten sind die Geeks mit Programmiercodes auf ihrer Haut. Das zeugt von Fachwissen und Humor, ist aber auch ein bisschen gefährlich: Bugs durch planlose Tätowierer sind nur schwer auszulöschen.
SLEAZE fordert für jeden dieser kreativen Super-Geeks mindestens 200 Terabyte freien
Speicherplatz (halt irgendwas, worüber sie sich freuen).


4. Geek-Poser: Tinte für die dicke Hose

Früher waren Geeks so verklemmt, dass sie schon rot geworden sind, wenn sie ihren eigenen Pimmel gesehen haben. Heute lassen ihn, bildlich gesprochen, viele von ihnen aus der Hose hängen. Sie sind die stolzesten von allen und haben deshalb von den ganz stolzen Rockern und Gangstern Motive und Körperstellen adaptiert. Auf Fingern und auf milchigen, weichen Plautzen stehen nun also Statements wie Geek Pride.
Das zeugt von Selbstbewusstsein und auch -ironie – die oben genannten echt bösen Jungs hoffentlich richtig verstehen.
SLEAZE fordert Zahnersatz und Selbstverteidigungskurse gratis für alle tätowierten dünnen Dickhosen!

5. Wissenschafter: Die Freakness-Formel

Der Wahnsinn! Inzwischen gibt es sogar Blogs, in denen Wissenschaftler ihre Tattoos hochladen. Netterweise gibt es zu ihrem Foto meistens eine kurze „Erklärung“, bei der
man häufig nicht mal Bahnhof versteht. Da muss man sich doch gleich folgenden Dialog vorstellen:
„Ey geil, 391.65 GDS, was ist das denn für ein Tattoo?“
„Das ist die Dewey-Dezimalklassifikation aus dem Bibliothekswesen für Tätowierungen
und Body Modifications. Und was hast du da?“
„Ein Cowgirl, das sich an einem Hotdog reibt.“
„?!?“

Zu verstehen sind Wissenschaftler-Tätowierungen vom Periodensystem der Elemente, von Molekularstrukturen (Koffein, Diazepam, Adrenalin) oder auch diverse Formeln. Getarnt als Ausdruck persönlicher Vorlieben und Forschungsfelder der Wissenschaftler ist aber fraglich, ob diese Tätowierungen nicht schlicht und einfach Spickzettel (Spickarm, Spickbauch etc.) sind.
SLEAZE fordert Overalls (beige, hellrot) für alle tätowierten Wissenschaftler in
Prüfungssituationen.

Rike

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