Freunde suchen mit dem lieben Toby

Freunde suchen mit dem lieben Toby

Ungefähr ein Jahr ist es her, dass Toby: The Secret Mine für PC, Android und iOS erschien. Seit Kurzem können Fans des düsteren 2D-Plattformers das Spiel jetzt auch auf Xbox One und Wii U spielen. Ob es sich lohnt, auch auf größerer Bühne / Plattform in Tobys Welt reinzuschauen? Wir haben es getestet!

TEILEN

Toby: The Secret Mine wurde unter anderem durch das bekannte Indie-Spiel Limbo inspiriert. Das Gameplay und der Grafik-Stil ähneln Limbo sehr und schrauben die Erwartungen hoch.

Vor einem Jahr hatte man allerdings nicht wirklich viel von Toby mitbekommen. Erst durch den Konsolenrelease bin ich richtig auf das Jump-‘n‘-Run-Rätselspiel aufmerksam geworden. Die Geschichte des handgezeichneten 2D-Plattformers ist recht einfach gehalten.

Limbo in bunt?

In Tobys Dorf verschwinden immer mehr Leute. Die Dorfbewohner, die sich auf die Suche nach den Vermissten machten, kehrten ebenfalls nie zurück. Ganz der Spiele- und Filmelogik treu macht sich denn auch Toby auf die Suche nach ihnen und muss natürlich schlauer sein als Feinde, Fallen und Rätsel.

 

Letztere gibt es sehr viele. Bei manchen muss man ein bisschen überlegen und solange man nicht komplett auf dem Schlauch steht, sollten die Rätsel lösbar sein. Nebenbei muss Toby natürlich seine Hauptaufgabe erledigen: Freunde einsammeln. Das ist nicht immer einfach, denn es sind verwöhnte Freunde: Statt sich selbständig zu befreien, warten sie lieber an merkwürdigsten Stellen in kleinen Käfigen, um von ihm gerettet zu werden. Einige sind offensichtlich, andere wieder in sehr fiesen Ecken, die man auf den ersten Blick nicht sieht und teilweise sogar in der Nähe sein muss, um den gefangenen Dorfbewohner überhaupt zu erblicken und zu erfreuen.

Tobys Welt ist zwar atmosphärisch sehr düster, gleichzeitig aber auch farbenfroh. Je nach Level-Abschnitt verändert sich die Umgebung und die Farben, sodass wir nicht (wie bei Limbo) in einer grauen Welt unterwegs sind, sondern zum Beispiel auch weiße, helle Schneelandschaften betreten, die auf den ersten Blick alles andere als düster wirken – aber trotzdem eine düstere Atmosphäre vermitteln.

Verschiedene Landschaftstypen sind inklusive. Hier mit etwas Schnee.

To by or not to by innovative

Leider nottt! Das Spiel bringt nicht wirklich etwas Neues mit sich. Weder große Überraschungen noch eine knackige Story (im Vergleich zur Limbo-Geschichte alles eher mäßig). ABER: Obwohl das Spiel jetzt nicht unbedingt innovative Ideen vorweist, machen die Rätsel Spaß und es ist sehr schön anzusehen. Auch der Farbwechsel zwischen den verschiedenen Level-Abschnitten hat die Optik aufgewertet. Die Steuerung auf der Xbox One läuft sehr flüssig und intuitiv (man muss ja jetzt auch nicht allzu viele Tasten drücken) und eigentlich kann ich mir nicht vorstellen, so ein Spiel auf dem PC oder Smartphone zu spielen. Gamepad ist einfach komfortabler.

Kurze Laserparty zwischendurch

 

Was ich nicht ganz so optimal fand, war die Spielzeit. Zwischen ca. zwei und vier Stunden bist du mit Toby unterwegs, je nachdem, ob du dir das Ziel setzt, alle Freunde von Toby zu finden oder nicht. Auch der Faktor Wiederspielpotential ist schwierig. Ich denke, wenn man das Spiel einmal komplett durchgespielt hat, wird man es nicht unbedingt nochmal spielen, dazu verläuft das Spiel zu linear.

Toby: The Secret Mine ist für mich ein Spiel für zwischendurch. Rätsel- und Indie-Fans werden ihren Spaß haben, allerdings sollte man als Spieler jetzt nicht erwarten, dass es ein Limbo 2.0 ist. Trotzdem ist es hübsch anzusehen und bietet einiges an Rätselspaß.

Magda

Titel: Toby: The Secret Mine
Publisher: Lukas Navratil
VÖ: bereits veröffentlicht
Plattformen: Xbox One, Wii U, PC, Android, iOS

KEINE KOMMENTARE

Kommentar verfassen