Final Fantasy XV: Ausufernde Fantasien mit Boyband

Final Fantasy XV: Ausufernde Fantasien mit Boyband

Gestern waren wir auf der Final Fantasy XV Road to Release Tour und durften schon mal einen kleinen Eindruck vom Spiel gewinnen. Eineinhalb Stunden saß ich da und habe mir die Welt von Final Fantasy XV angeschaut. Bei dieser für ein Final-Fantasy-Spiel sehr kurzen Spielzeit habe ich mir ein paar Eindrücke vom Kampfsystem, der Welt und den Charakteren gemacht. Es hat sich mehr als gelohnt, aber Achtung: Spoilergefahr!

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Ab und zu mal (aus)rasten ist gut für die Lebensenergie.
Ab und zu mal (aus)rasten ist gut für die Lebensenergie.

Seit zehn Jahren ist Final Fantasy XV (FFXV) in Produktion. Letztlich sollte es am 30. September veröffentlicht werden. Wegen weiterer Verbesserungen am Spiel wurde der Termin erneut verschoben um zwei weitere Monate auf den 29.11.2016. Grad noch so rechtzeitig für Advvwwweihnachten. Wir waren gestern auf der Road to Release Tour und haben uns die finale Fantasie angespielt. Doch von vorn.

Die Geschichte beim FF 15 dreht sich ein weiteres Mal um Kristalle. In der FFXV-Welt Eos sorgen die Kristalle für Schutz. Länder, die keine Kristalle besitzen bzw. deren Kristalle nicht mehr funktionieren, haben sich zurückentwickelt. In Königreich Lucis steht so ein Schutzkristall und seit Jahren herrscht zwischen dem Königreich und dem Niflheim Imperium ein kalter Krieg. Um den Frieden zu sichern, beschließt der König von Lucis, an den Friedenvertrag, den der Imperator Niflheims unterzeichnen soll, eine politische Hochzeit zu koppeln – zwischen seinem Sohn Noctis und der Prinzessin der Provinz Tenebrae des Niflheim Imperiums. Doch zur Unterzeichnung des Friedensvertrags kommt es nicht. Im Gegenteil: Der Herrscher des Imperiums greift Lucis an, verwüstet das Königreich und lässt den Kristall mitgehen. Dazu werden Noctis‘ Vater, seine Verlobte und Noctis selber für tot erklärt. Das ist aber natürlich erstunken und erlogen. Noctis befindet sich gerade mit seinen Jungs auf einem Roadtrip auf dem Weg zu seiner Verlobten Luna. Als er mitbekommt, was passiert ist, beschließt er, sich zur Stadt zu begeben, in der Luna das letzte Mal gesehen (hat da wieder jemand geflunkert?) wurde.

Boyband auf Tour

Die vier Jungen Herren im leichtem Visual-Key-Style à la Malice Mizer und Dir En Grey haben mich doch sehr an japanische Boybands erinnert. Man hätte meinen können, die Jungs schwingen sich in ihren Wagen, um zum nächsten Konzert zu fahren. Alle vier in schwarz gekleidet, machen sie einen Trip durch ein wüstenähnliches Gebiet.

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Roadtrip to Fantasy

Bei dem Anblick hätten sich bei mir schon die Schweißperlen gebildet, wären neben mir am Spiele-Terminal nicht zwei, leicht bekleidete Mädels (bei dieser Kälte!) im Final-Fantasy-Stil gewesen.Ich bin mit den vier jungen Herren durch die Welt gereist und habe in den anderthalb Stunden Spielzeit nicht mal geschafft, in der Hauptstory voranzukommen. Sehr wahrscheinlich ist das durchaus machbar, aber ich wollte mich anfangs ein bisschen umschauen. Die Welt von Final Fantasy XV ist groß. Sehr groß. Du kannst sie zu Fuß, per Chocobo, mit der königlichen Karre und mit weiteren Transportmitteln erkunden. Es gibt in diesem Teil sogar einen Tag/Nacht-Wechsel und hätte Noctis nicht seine kleine Lampe an der Jacke, würde man ganz schnell im Dunkeln tappen. Ist in der Nähe ein Restaurant, kann man sich beim Verkäufer über den Ort erkunden, sodass mehrere interessante Punkte wie Raststellen, Mineralquellen etc. auf deiner Karte angezeigt werden. Außerdem ist es möglich, im Restaurant essen zu bestellen und Jagdmissionen anzunehmen.

Im Unterschied zu den anderen FF-Teilen gibt es keine rundenbasierten Kämpfe mehr. Man sieht die Gegner schon von weitem und kann sich zwischen ignorieren und – wie ich es immer gerne tue – einfach draufhauen entscheiden. Da das Kampfsystem sehr interaktiv gestaltet wurde und man sich während des Kampfes frei bewegen kann, hat mir die Kamerasteuerung Probleme gemacht. Die Kamera dreht sich nicht automatisch, sodass ich manchmal nicht die Gegner, sondern die Landschaft angestarrt habe und wild auf die aus der Kameraperspektive nicht sichtbaren Gegner raufgehauen habe. Es hilft in der Zeit die man braucht, um die Kamera wieder Richtung Gegner zu drehen, in den Ausweich-Modus zu gehen. Vielleicht ist es aber auch einfach nur eine Gewöhnungssache.

Star Trek lässt grüßen

Wie schon zuvor erwähnt, kann man Gegnern ausweichen oder die ganze Zeit draufhauen. Zusätzlich kann man mit Noctis – dem einzig spielbaren Charakter – warpen. Warpen bedeutet, dass man sich entweder an höhere Stellen „teleportieren“ – eigentlich eher mit hoher Geschwindigkeit auf ein Objekt oder Gegner zusteuern – und dort abhängen oder Gegner mit einem Warp-Angriff angreifen kann.

Ich fand das Kampfsystem sehr abwechslungsreich. Man kann sogar mit den Feiltasten auf dem Gamepad zwischen verschiedenen Waffen und Zaubern schnell wechseln (solange man für die Tasten im Menü die Zauber etc. ausgerüstet hat.), um die Resistenzen und Schwachpunkte vom Gegner herausfinden.

Charaktere mit Hobbys

Jeder Charakter hat ein Hobby. Schaust du dir Noctis genauer an, merkst du, dass er eigentlich der Harry Potter unter den Charakteren ist.

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Finale Fantasien der anderen Art: beim Cosplay

Er kann Zauber nutzen und sich durch die Gegend warpen, aber das ist nicht sein einziges Talent. Er kann nämlich auch fischen. Ich habe mich am Fischen versucht und ziemlich lange gebraucht, um einen Racker aus dem Gewässer zu ziehen. Ich hoffe es liegt daran, dass ich das Angeln nicht kapiert habe. Sonst wird zehnminütiges Fischen, um EINEN Fisch zu fangen, nicht zu meinen Lieblingsaufgaben in Final Fantasy XV gehören.
Zudem kann ein weiterer Kollege, während gerastet wird, eine Mahlzeit vorbereiten. Je nachdem was er zubereitet, beeinflusst die Mahlzeit den Status der Charaktere. Ein Gericht fügt zum Beispiel 30 Angriffspunkte hinzu. Außerdem kann man die Charaktere während der Rast leveln. Ein weiteres Feature des Spiels ist Autofahren im königlichen Gefährt Regalis. Genauso wie die Kleidung kann das Auto angepasst werden und es kann auch getunet werden. Vom Autofahren darf man sich allerdings nicht zu viel erhoffen. Jedenfalls nicht in dem von mir gespielten Teil des Games. Du kannst dich entscheiden, ob du selber fahren möchtest oder ob du gefahren wirst. Entscheidest du dich für das manuelle Fahren, erweist sich das Autofahren als keine besonders anspruchsvolle Aufgabe. Das Auto kann nur auf Straßen gefahren werden und es kommt nicht vom Weg ab. Man kann nicht crashen, jedenfalls habe ich es nicht geschafft.

Bestia, Guardian Forces, Esper und dieses mal Astrals

Die Beschwörungen in Final Fantasy haben viele Namen und sind eine der beliebtesten Spiele-Features. Dieses Mal heißen die Beschwörungen Astrals. In der kurzen Spielzeit, bin ich keiner Astral begegnet. Noctis ist allerdings fähig, Astrals zu beschwören. Die Beschwörungen können jedoch nicht zu jeder Zeit passieren, sondern sind abhängig von Umgebung und Status der Boyband.

Diese Bewertung des Spieles und der Features basieren auf einer Spielzeit von ca. eineinhalb Stunden. Die Hauptstory soll ca. 40-50 Stunden Zeit in Anspruch nehmen. Erledigt man dazu noch Nebenaufträge usw., kann sich die Gesamtspielzeit laut Direktor auf 200 Stunden(!) belaufen. Ich kann es kaum erwarten, mich in die Story des Spiels zu stürzen und Eos weiter zu erkunden. Mehr dazu findest du dann definitiv nach dem Release am 29.11.2016 bei uns.

Magda

Titel: Final Fantasy 15
Publisher: Square Enix
VÖ: 29.11.2016
Plattformen: Xbox One, PS4

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