Fight! Bloodsport meets Licht-„Schwerter“

Fight! Bloodsport meets Licht-„Schwerter“

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Früher war alles viel einfacher! Wir hatten Wrestling. Es war unterhaltsam. Man gab vor, dass es echt sei, aber natürlich war es das nicht. Aber es war unterhaltsam. Und es war amerikanisch. Nun blicken wir immer öfter mal in den Fernen Osten – und was wir dort sehen, ist meist wirklich verrückt und erschreckend „echt“. Wenn sich zwei fette japanische Kerle in einem Ring bekämpfen, denkt man sofort an die vertrauten Sumo-Ringer. Wenn diese dann aber plötzlich Leuchtstofflampen auspacken, dann wird es erst so richtig japanisch!

Zugegeben, wenn man diese langen Neonlampen, bekannt aus Großraumbüros und Schulen, so anschaut, kommt einem schon mal der Gedanke, irgendwem jetzt eins damit überzubraten. Nicht zuletzt deswegen, weil diese Dinger die Angewohnheit haben, die Lebensdauer einer Eintagsfliege zu besitzen. Da kann man schon mal sauer werden. Was die Japaner aber unter „Recycling“ dieser unzähligen durchgebrannten Leuchtstoffröhren verstehen, geht einen Tick zu weit!

Die Regeln sind denkbar simpel gehalten: Zwei Typen hauen sich gegenseitig so viele Neonlampen auf den Schädel wie nur möglich. Daneben gibt es den gewohnten Wrestling-Fight im Ring, allerdings fließt aufgrund der unzähligen Splitter ordentlich Blut. Die Gesichter der Kontrahenten sehen gegen Ende eines Kampfes jedenfalls mitunter so aus, als wären sie gerade für den nächsten Saw-Teil gecastet worden. Die Japaner scheinen diese neue Art von Wrestling jedenfalls toll zu finden.

Prinzipiell ist das einzig wirklich Abgedrehte daran, dass es ausgerechnet so ein absoluter Alltags-Artikel wie eine stinklangweilige, ordinäre Leuchtstofflampe sein muss als besonderes Sahnehäubchen dieser Fights. Im guten alten Amerika würde man schlicht Rasierklingen oder Äxte nehmen, aber Leuchtstofflampen? Wissen diese Idioten denn nicht, dass diese Quecksilber enthalten und einem wirklich übel schaden können?!

Der Letzte macht das Licht aus! Good Fight, Good Night!

Pascal Scheib

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